Brunegg
Gibt es bald Brunegger Wein vom Schlosshügel?

Am Schlosshügel soll ein Rebberg entstehen. Über die Schaffung einer entsprechenden Zone entscheidet die Gemeindeversammlung am 2. Dezember.

Hanny Dorer
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Zum Schloss Brunegg gehörte schon früher einmal ein Rebberg

Zum Schloss Brunegg gehörte schon früher einmal ein Rebberg

Barbara Vogt

Zum Schloss Brunegg gehörte schon früher einmal ein Rebberg; dieser ist jedoch seit langem verschwunden. Nun besteht ein konkretes Projekt, das entsprechende Gebiet am Schlossgut wieder als Rebberg zu nutzen. Dazu bedarf es der Umzonung in eine Rebbauzone; gleichzeitig soll aber die Landschaft mit ihren diversen wertvollen Pflanzenarten geschützt bleiben.

Die vom Gemeinderat vorgeschlagene Teiländerung des Bauzonen- und Kulturlandplans sieht vor, den Verlust von Flächen der Juraweiden und Magerwiesen durch verschiedene Auflagen im Bereich des Rebbaus sowie die Ausscheidung weiterer geschützter Wiesen und Weiden zu kompensieren.

In der ebenfalls zur Genehmigung vorgelegten Teiländerung der Bau- und Nutzungsordnung wird festgehalten, dass «mit der Erstellung des Rebbergs Ersatzlebensräume für Reptilien und die Saumvegetation zu erstellen sind.» Auch die Bestimmungen zur Jura-Schutzzone werden darin angepasst. Genehmigen die Stimmberechtigten die beantragten Änderungen, dürfte es bald wieder Brunegger Wein geben.

Wasser wird teurer

Bei der Wasserversorgung besteht ein grosser Investitionsnachholbedarf. So muss das gesamte Wasserleitungsnetz saniert werden, was allein bei der Hauptstrasse rund 1,2 Mio. Franken ausmacht. «Um die Finanzierung sicherzustellen und auch künftig eine ausgeglichene Rechnung gemäss kantonalen Vorschriften präsentieren zu können, müssen die Wassergebühren zwingend erhöht werden», hält der Gemeinderat fest.

Ab 1. Juni 2016 kostet der Kubikmeter Frischwasser Fr. 1.20, die Grundtaxe je Haushalt beträgt 120 Franken. Mit dieser Gebührenanpassung könne die vom Kanton vorgeschriebene Verschuldungsgrenze der Wasserversorgung ab 2020 wieder eingehalten werden, schreibt der Gemeinderat weiter.

Steuerfuss unverändert

Der Voranschlag 2016 basiert auf einem unveränderten Steuerfuss von 102 Prozent und weist einen minimen Ertragsüberschuss von 5800 Franken aus. Der Nettoaufwand konnte auf dem Vorjahresniveau gehalten werden, trotz höherer Pensen in der Verwaltung und der Schulleitung.

Im Investitionsbudget (ohne Spezialfinanzierung) sind Nettoinvestitionen von 3,435 Mio. Franken vorgesehen. Die Selbstfinanzierung beträgt 201 000 Franken.