Rupperswil

Geschichtsträchtiger Gasthof «Bären» erwacht aus seinem Winterschlaf

Nach der umfassenden Sanierung erstrahlt das denkmalgeschützte Gebäude in neuem Glanz.

Nach der umfassenden Sanierung erstrahlt das denkmalgeschützte Gebäude in neuem Glanz.

Während fünf Jahren wurde der denkmalgeschützte Gasthof renoviert. Die neuen Pächter sowie Gastgeber Luzia und Michael Falk haben sich auf den ersten Blick ins geschichtsträchtige Haus verliebt.

Das Schmuckstück liegt wie in den besten Räubergeschichten und Zaubermärchen verborgen.

Eine Treppe in die Tiefe führt zum Eingang in den Gewölbekeller, in dessen mittelalterlichem Flair sich wohl auch die Ritter der Tafelrunde wohlgefühlt haben. Ein schwerer, feierlich gedeckter Holztisch lädt zum lukullischen Mahl.

Es kann dem Gast wahrlich nicht schwerfallen, sich hier wie ein König zu fühlen. In aufwendiger Kleinstarbeit sei der Gewölbekeller restauriert, der Gipsverputz von den Wänden gespitzt und das ursprüngliche Mauerwerk freigelegt worden, erklärt Michael Falk. «Das geschichtsträchtige und denkmalgeschützte Haus, dessen Erwähnung als Wirtsstube über 500 Jahre zurückreicht, wurde in den vergangenen fünf Jahren aufwendig und umfassend renovier.»

Zusammen mit seiner Frau Luzia hat Michael Falk die Pacht für den Gasthof Bären in Rupperswil übernommen. Das Ehepaar arbeitet bereits seit drei Jahrzehnten in der Gastronomie. Beide bezeichnen sich selbst als Vollblutgastronomen aus Leidenschaft. Zu Hause ist das Ehepaar Falk in Niederlenz. In den Bären an der Aarauerstrasse in Rupperswil hätten sie sich schon bei der ersten Besichtigung verliebt, sagen sie und lächeln verschmitzt. «Der Besitzer hat bei der Renovation einen wirklich guten Geschmack bewiesen», sagt Michael Falk. «Wir können uns gut vorstellen, den ‹Bären› über einen langen Zeitraum zu führen.»

Michael und Luzia Falk sind die neuen Pächter des Gasthofs zum Bären.

Michael und Luzia Falk sind die neuen Pächter des Gasthofs zum Bären.

Gepflegtes Erscheinungsbild

Zum Restaurant mit Sommerterrasse und Gewölbekeller gehört ein Hotel mit 16 Zimmern. Deren Erscheinungsbild ist gepflegt und unaufdringlich. Die hellen Brauntöne wirken ruhig. Bereits seit anderthalb Monaten können die Hotelzimmer gebucht werden. Zielpublikum für das Hotel sind in erster Linie internationale Geschäftsleute. Die Auslastung betrage bereits 40 Prozent, damit sind Falks zufrieden.

Die Restaurant- und Hotelküche, die von Michael Falk geführt wird, setzt auf gutbürgerliches Essen und ein hohes Qualitätsbewusstsein. «Das bedeutet für mich eine eher kleine Karte mit öfter wechselndem Angebot», sagt Michael Falk. Marktfrisch sowie frisch zubereitet werde das Angebot sein und das Fleisch aus artgerechter Tierhaltung stammen.

Wohin Falks mit dem «Bären» steuern wollen, erklären sie so: «Wir wollen bekannt werden in der Region als gute Adresse.» Und: «Wichtig ist uns ein harmonisches und friedliches Verhältnis zur Bevölkerung von Rupperswil. Wir wollen den Bären etablieren als einen Ort, an dem die Rupperswiler jederzeit einkehren können.»

Falks sehen für die Infrastruktur und die Lage des Bären grosses Potenzial. Nutzen wollen sie dieses auch mit verschiedenen kulinarischen Events, die voraussichtlich einmal im Monat stattfinden werden. Bis zur offiziellen Eröffnung des Bären am kommenden Samstag bleibt noch einige Arbeit zu tun.

«Es ist im Moment schon stressig», sagt Luzia Falk. «Vor allem im Hintergrund laufen noch viele Planungen mit dem Personal und den Lieferanten ab.» Man sei aber, so versichert sie, gut im Zeitplan und der Eröffnung stehe nichts im Weg.

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