Staufen
Gesamtrevision bringt neue Richtlinien in Staufen

Der Bauzonenplan und die Bauordnung der Gemeinde Staufen sind 28 Jahre alt, Kulturlandplan und Nutzungsordnung gelten seit 19 Jahren. Nun wurde die Bau- und Nutzungsordnung überarbeitet, angepasst und modernisiert

Hanny Dorer
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Das Bauernhaus im Gässli stammt von 1774/75 und zählt zu den schützenswerten Objekten.

Das Bauernhaus im Gässli stammt von 1774/75 und zählt zu den schützenswerten Objekten.

Mirjam Stutz

Seither wurden zwar diverse Teiländerungen durchgeführt, diese machten aber das ganze Planwerk ziemlich unübersichtlich. Mit einer Gesamtrevision Bau- und Nutzungsordnung, die der Gemeindeversammlung vom 21. November vorgelegt wird, sollen nun alle Pläne in einem einzigen Dokument zusammengefasst werden, um die Anwendung zu vereinfachen. Das revidierte Planwerk legt die kommunale Raumplanung für die nächsten 15 Jahre fest.

Wie die Bau- und Nutzungsordnung in Zukunft aussehen soll, erläuterte Gemeinderat Emanuele Soldati am Polit-Apéro im Zopfhuus, indem er auf die wesentlichen Änderungen hinwies.

Der Zonenplan wird nur unwesentlich verändert, einzig am Rand des Baugebietes werden diverse Arrondierungen vorgenommen und innerhalb des Baugebietes erfolgen Umzonungen aufgrund der effektiven Nutzung.

Zur Verdichtung des Baugebiets wird die Ausnützungsziffer erhöht. Ausserdem wird auf den Mehrlängenzuschlag verzichtet und Dach-, Attika- und Untergeschoss müssen weiterhin nicht angerechnet werden. Die Abstände zum Kulturland sind nicht mehr fix, sondern werden differenziert festgelegt. Mit Befriedigung wurde im Übrigen von den Anwesenden die Aussage zur Kenntnis genommen, dass auf zusätzliche Verkaufsflächen für Einkaufszentren verzichtet wird.

Neben dem alten Schulhaus wurden vier alte Bauern- oder Wohnhäuser, teilweise mit Schopfanbau oder Scheune, sowie ein Spycher in die Liste der kommunalen Schutzobjekte aufgenommen. «Schützenswert können aber auch Strassenräume oder Freiflächen sein», erklärte Gemeinderat Soldati. Nicht zuletzt sollen auch Naturelemente gepflegt werden.

Falls die Gemeindeversammlung der neuen Bau- und Nutzungsordnung zustimmt und es keine weiteren Verzögerungen durch Einsprachen gibt, könnte die Genehmigung durch den Regierungsrat im Sommer 2013 erfolgen.

Weil die Konzession für die Grundwasserfassung Bleichematt Ende Jahr ausläuft, wurden mit der Gesamtrevision zwei Interessengebiete für kommunale Grundwasserschutzareale im Gebiet Asp und im Gebiet Länzert ausgeschieden. Das Büro Waldburger sei mit den nötigen Abklärungen für eine neue Grundwasserfassung beauftragt worden, teilte Gemeindeammann Otto Moser mit. «Es handelt sich um einen längeren Prozess, der jetzt angestossen wurde», erklärte er. Inzwischen habe der Regierungsrat die Konzession vorläufig bis Ende 2014 verlängert; Staufen wird also weiterhin Wasser haben.