Ammerswil
Gemüse- und Beerenfelder prägen das Dorfbild von Ammerswil

Am Wochenende findet die Ausstellung «Echt Ammerswil» statt. Der Kulturverein in Ammerswil zeigt mit Fotos und Zeichnungen die vielen Gesichter ihres Dorfes.

Andrea Marthaler
Merken
Drucken
Teilen
Unübersehbar schiessen Salatköpfe aus dem Boden – zwei Gemüseproduzenten bewirtschaften im kleinen Dorf grosse Flächen. zVg

Unübersehbar schiessen Salatköpfe aus dem Boden – zwei Gemüseproduzenten bewirtschaften im kleinen Dorf grosse Flächen. zVg

Was ist «Echt Ammerswil»? Ist es der alte Speicher an der Hendschikerstrasse? Oder sind es die Gemüse- und Beerenfelder der grossflächigen Kulturen im Dorf?

Antworten geben die Bilder, welche der Verein Ammerswil Kultur am kommenden Wochenende in der Turnhalle zeigt. Zu sehen sind Fotografien aus dem Dorf und der Umgebung, welche der Gemeindeammann Hanspeter Gehrig und sein Bruder Paul Gehrig in den vergangenen Jahren mit ihrer Kamera geschossen haben.

«Ich bin viel im Dorf unterwegs und nehme oft die Kamera mit. Dabei entstehen Ansichten, die man so nicht kennt», erklärt Hanspeter Gehrig. Sein Bruder arbeitet in Lenzburg als Lehrer und fährt öfters nach Ammerswil – um zu fotografieren. Nun werden diese Bilder das erste Mal ausgestellt. «Wir sind beide weit gereist und haben viel Schönes gesehen. Mit dieser Ausstellung wollen wir zeigen, dass es auch viel Schönes bei uns im Dorf, vor der Haustüre gibt.» Er finde es extrem spannend in der Umgebung, die er täglich sieht, neue Blickwinkel zu entdecken.

«In Ammerswil feiert die Dorfbevölkerung alle vier Jahre das Jugendfest. Dazwischen läuft nicht viel, bei dem das ganze Dorf zusammenkommt. Wir wollten nun auch zwischendurch ein Fest organisieren», erklärt Marianne Pfändler vom Verein Ammerswil Kultur. Schnell war die Idee geboren, eine Ausstellung mit Rahmenprogramm zu planen.

Ergänzt wird die Ausstellung mit alten Aufnahmen des Dorfes. Der Kulturverein hat bei alteingesessenen Ammerswiler nach alten Aufnahmen geforscht. Diese werden digitalisiert und während der Ausstellung als Video projiziert. «Darunter hat es einige interessante Aufnahmen, welche verschwundene Häuser und Veränderungen zeigen», sagt Gehrig. Ebenfalls zu sehen sind Ölbilder von Emil Stäuble. Und auch die Jugend trägt ihren Teil zur Ausstellung bei. Während der Frühlingsferien haben die Schüler Bilder gemalt, auf denen sie ihr Dorf abbilden. «Als Besonderheit war es keine Projektarbeit in der Schule, bei der bezüglich Format und Technik alle Bilder gleich wären, sondern eine freie Arbeit. Dabei sind ganz individuelle Werke entstanden», schwärmt Marianne Pfändler. Zum Beispiel ein Werbeplakat für das Dorf, eine Zeichnung des Volgs oder des nahen Waldes.

Ein Fest fürs ganze Dorf

Vernissage der Ausstellung ist am Freitagabend mit einem Apéro. Gleichzeitig wird die überarbeitete Chronik getauft. Auch am Wochenende sollen dank eines attraktiven Rahmenprogramms gemütliche Gesprächsrunden und eine festliche Atmosphäre entstehen.

So gibt es ein Risottoessen, Kaffeestube und musikalische Unterhaltung. Zudem wird dieses Jahr der Wettkampf um den Titel des schnellsten Ammerswiler ebenfalls während der Ausstellung ausgetragen.

Ausstellung «Echt Ammerswil» in der Turnhalle: Freitag 19 bis 21 Uhr, Samstag ab 17 Uhr, Sonntag 13 bis 17 Uhr.

Dorfchronik: 24 Seiten Anhang mit Neuerungen

Die Dorfchronik von Ammerswil wurde 1993 herausgebracht. Anlässlich des Dorffestes wird sie nachgedruckt. Weil aber seit der Erstauflage 20 Jahre vergangen sind, haben Gemeindeammann Hanspeter Gehrig und Kunstmaler Emil Stäuble einen 24-seitigen Anhang zur Chronik erarbeitet.

Dieser wird an der Vernissage am Freitag präsentiert. «In den letzten 20 Jahren ist sehr viel passiert», sagt Gehrig.

So wurden nach mehreren Anläufen das neue Gemeindehaus und der Werkhof realisiert und das Dorf hat sich durch das Ausweisen neuer Baugebiete weiterentwickelt.

Im Weiteren führten Gehrig und Stäuble die aufschlussreichen Statistiken wie Bevölkerungsentwicklung oder zur Anzahl der Bauernbetriebe weiter. (ama)