Birrwil

Beide grösseren Kredite haben die Birrwiler angenommen: 412 000 Franken für den Neubau Schmutz-, Meteor- und Netzwasserleitung Wilifeld Nord-Ost und 345 000 Franken für die Neugestaltung und Erschliessung der Friedhofanlage mit Erstellung eines neuen Gemeinschaftsgrabs. Ebenfalls zugestimmt wurde der Senkung des Steuerfusses auf 90 Prozent sowie der moderaten Erhöhung der Gemeinderatsentschädigung. Vreni Christen wurde nach 9 Jahren im Gemeinderat, davon 4 als Ammann, mit grossem Applaus verabschiedet. 96 von 891 Stimmberechtigten waren anwesend.

Rupperswil

Die Rupperswiler Stimmbürger (217 von 3406 anwesend) haben das Budget samt Steuerfusserhöhung von 95 auf 99 Prozent abgelehnt. Unter Berücksichtigung des Steuerfussabtauschs mit dem Kanton (3 Prozent) hätte dies einer Erhöhung um total 7 Prozent entsprochen. Abgelehnt wurde auch die zusätzliche Stelle bei den Technischen Betrieben. Auf der Ausgabenseite wurden die Anträge des Gemeinderates genehmigt, unter anderem 1,6 Mio. Franken für das Sanierungsprojekt Schützenstrasse und der Kreditantrag für den Ersatzneubau der Asylbewerberunterkunft.

Dürrenäsch

Wegen dem Wegzug eines der bedeutendsten Steuerzahler und zur Deckung laufender Kosten, hatte der Gemeinderat des einstigen Steuerparadieses eine happige Steuererhöhung um faktisch 13 Prozent auf 95 Prozent beantragt. Das Stimmvolk (89 von 880 waren anwesend) biss in den sauren Apfel und stimmte zu – jedoch nicht ohne vorgängige Diskussion. Ein Antrag zur Erhöhung auf 92 Prozent wurde abgelehnt. Ebenfalls die Zustimmung der Dürrenäscher fand der Beitritt zu den Regionalplanungsverbänden aargauSüd impuls und Lebensraum Lenzburg Seetal.

Niederlenz

Mit dem Auftrag an den Gemeinderat, weitere Abklärungen beziehungsweise Verhandlungen zu führen, ist der Nachtragskredit von 460 000 Franken für einen neuen Kindergarten zurückgewiesen worden. Der Zusatzkredit war nötig geworden, weil das ursprüngliche Projekt mit Alterswohnungen durch eine Beschwerde verworfen worden war. Zugestimmt haben die 96 von 2670 anwesenden Stimmbürger der Pensenerhöhung im Schulsekretariat um zehn Prozent sowie dem Budget mit einem um drei Prozent auf 117 reduzierten Steuersatz.

Hallwil

Die anwesenden 45 von 602 Hallwiler Stimmberechtigten haben gestern einer faktischen Steuerfusserhöhung um 3 Prozent auf 117 Prozent zugestimmt. Auch sämtliche Posten auf der Ausgabenseite fanden die Zustimmung des Souveräns: der Verpflichtungskredit über 130 000 Franken in Zusammenhang mit dem generellen Entwässerungsplan (GEP) für die Zustandserfassung der Hauptleitungen sowie Aufnahmen der privaten Hausanschlüsse und 13 000 Franken für den Hochwasserschutz «Wannenmoosbach».

Egliswil

In der Gemeinde Egliswil bleibt der Steuerfuss faktisch gleich hoch wie letztes Jahr. Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger (63 von 1002 waren anwesend) stimmten der Senkung von 110 auf 107 Prozent zu (Steuerfussabtausch mit dem Kanton). Die Basis hierzu war ein ausgeglichenes Budget 2018, welches wiederum durch Sondersteuern aus einer grösseren Erbschaft möglich wird. Angenommen wurde auch der beantragte Rahmenkredit von 500 000 Franken für Projekte im Zusammenhang mit der Abwasserbeseitigung.

Schafisheim

Im zweiten Anlauf hats nun geklappt: Der Souverän (anwesend waren 148 von 1980 Stimmbürgern) bewilligt dem Gemeinderat eine Erhöhung der Gesamtbezüge um 21 800 Franken auf 150 000 Franken. Gutgeheissen wurde auch das Budget 2018 mit einem um drei auf 99 Prozent reduzierten Steuerfuss. Durchgewinkt wurden auch fünf Verpflichtungskredite für eine Unterflursammelstelle sowie die Erschliessung und Erweiterung von diversen Gemeindeinfrastrukturprojekten. Mit grossem Dank verabschiedete die Gmeind Dölf Egli nach 17-jähriger Amtszeit als Ammann.

Seon

Heinz Bürki leitete gestern Abend seine 34. und letzte Gemeindeversammlung. Die Turnhalle war voll, 237 von 3148 Stimmberechtigten waren gekommen, der Kreditantrag von 7,68 Mio. Franken für die Sanierung des Hallenbades war wohl für diesen grossen Aufmarsch verantwortlich. Die Notwendigkeit einer Sanierung der 42-jährigen Anlage war unbestritten, nur gerade zwei Anwesende meldeten sich nach den Ausführungen von Gemeinderat Erich Lüdi zu Wort. Dabei ging es vor allem um die zwar erhofften, aber noch nicht zugesicherten Fördergelder des Kantons sowie Beiträge der umliegenden Gemeinden. «Wir müssen nach vorne schauen», rief ein Votant die Versammlung auf. Er forderte jedoch vom Gemeinderat innert Jahresfrist eine umfassende Information über dessen Bemühungen, diese Gelder zu erhalten, sowie ein Verkehrskonzept. Dies konnte Gemeindeammann Bürki zusichern. Mit grossem Mehr genehmigte die Versammlung den Kredit.
Obwohl die Finanzkommission für eine Senkung des Steuerfusses auf 105 Prozent plädierte, genehmigte der Souverän das Budget mit dem unveränderten Steuerfuss von 108 Prozent.