Brunegg
Gemeinderat Brunegg will schnelle Autofahrer bremsen

Mit der Sanierung der Brunegger Hauptstrasse will der Gemeinderat auch das Dorfbild aufwerten. Der Verkehr soll mit baulichen Massnahmen gebremst und das Zentrum an Attraktivität gewinnen.

Pascal Meier (Text und Fotos)
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Das neue Tor im Westen: Heute fliesst der Verkehr von Othmarsingen direkt und zu schnell ins Dorf, während von Möriken kommende Autofahrer keinen Vortritt haben. Dieses Regime möchte der Gemeinderat umkehren: Der Strassenverlauf soll von Othmarsingen nach Möriken führen. Wer nach Brunegg möchte, muss abbiegen. Zudem sollen die 50-Tafeln nach aussen verschoben werden.
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Das neue Zentrum: Der Gemeinderat möchte den Abschnitt zwischen Bushaltestelle und Verzweigung Winkel-/Feldstrasse als Zentrum betonen. Dazu ist eine Beleuchtung geplant. Streifen am Rand der Strasse sollen diese enger erscheinen lassen und den Verkehr bremsen. Weiter möchte der Gemeinderat die Feldstrasse in eine Gemeindestrasse umwandeln und Tempo 30 einführen.
So will Brunegg schnelle Autofahrer bremsen

Das neue Tor im Westen: Heute fliesst der Verkehr von Othmarsingen direkt und zu schnell ins Dorf, während von Möriken kommende Autofahrer keinen Vortritt haben. Dieses Regime möchte der Gemeinderat umkehren: Der Strassenverlauf soll von Othmarsingen nach Möriken führen. Wer nach Brunegg möchte, muss abbiegen. Zudem sollen die 50-Tafeln nach aussen verschoben werden.

Pascal Meier

Der Gemeinderat möchte den ganzen Abschnitt zwischen Schlossgarage und Schützenhaus sicherer, freundlicher und städtischer machen – dies mit «möglichst sanften Massnahmen», wie Gemeinderat Dieter Brack festhält. «Wir planen nichts Verrücktes.»

In erster Linie soll an den Ortseingängen im Westen und Osten der Verkehr gebremst und das Zentrum mit neuer Beleuchtung, Bäumen sowie Markierungen auf der Hauptstrasse betont werden (siehe Bildergalerie oben). Diese Ideen sind in einem Betriebs- und Gestaltungskonzept festgehalten, das mit dem Kanton diskutiert wird. «Was auf dem Tisch liegt, sind Wünsche», betont Dieter Brack. «Wir hoffen, diese umsetzen zu können.»

Der Aufwertung des Dorfbildes sind aber Grenzen gesetzt: Weil die Kantonsstrasse eine Schwerverkehrsroute ist, müssen Lastwagen problemlos darauf verkehren können. Strasseninseln oder verkehrsberuhigende Hindernisse dürfen deshalb nur begrenzt eingesetzt werden.

Mit dem Betriebs- und Gestaltungskonzept steht Brunegg erst am Anfang der Planung. Nun wird mit dem Kanton ein Entwurf erstellt und in die Vernehmlassung geschickt. Am Schluss entscheidet die Gemeindeversammlung über das Projekt. «Im Idealfall 2015», sagt Dieter Brack. «Es gibt jedoch noch ein paar Stolpersteine.» Vor allem der Kreisel am Osteingang sei eine Knacknuss
Wie viel das Projekt kosten wird, ist unklar. Kanton und Gemeinde teilen sich die Investitionen. Sind diese zu hoch, muss der Gemeinderat bei seinen Wünschen Abstriche machen.