Hallwilersee

Gemeinden fordern: Wenn Vögel brüten, muss Aabach-Teilstück gesperrt werden

Beim Brüten gestört: Haubentaucher. zVg

Beim Brüten gestört: Haubentaucher. zVg

Die Hallwilersee-Ranger pochen auf eine reduzierte Nutzung des Aabachs für Freizeitaktivitäten. Dies im Frühling, wenn die Vögel am Brüten sind.

Vonseiten der Gemeinden Boniswil und Seengen heisst es nun, diese Problematik sei erkannt. Man sei bereits im Frühling beim Kanton vorstellig geworden und habe dort die Prüfung einer Aabach-Sperrung für Wasserfahrzeuge während der Brutzeit vom 1. April bis zum 30. Juni, beantragt, sagt der Boniswiler Gemeinderat Rainer Sommerhalder.

Vom See bis zum Schloss Hallwyl durchfliesst der Aabach auf einer Länge von rund 700 Metern das Seenger- und das Boniswilerried. Dass Menschen nicht unerlaubt in die betroffenen Schutzgebiete eindringen, ist auf dem Landweg schon länger geregelt. Die aktuellen Probleme beschränken sich auf den Wasserweg. Der Aabach ist mit Wassersportgeräten das ganze Jahr hindurch frei zugänglich. Die Auswirkungen auf die Natur sind immens: 90 Prozent der Brutvogelverluste der vergangenen zehn Jahre betreffen den angesprochenen Streckenabschnitt, schreibt der Gemeinderat Boniswil.

Der Antrag werde bei der Revision der Schifffahrtsverordnung geprüft, heisst es beim Departement für Bau, Verkehr und Umwelt auf Anfrage. (str)

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