Fahrwangen

Gemeinde will weniger an Schulbus zahlen – dieses Anliegen kommt zu einem delikaten Zeitpunkt

Müssen bald nach Seengen in die Schule: Bez-Schüler von Fahrwangen.

Müssen bald nach Seengen in die Schule: Bez-Schüler von Fahrwangen.

Der Gemeinderat will die Beiträge an die Abos von Schülern kürzen. Delikat: am Ende des Schuljahres 2021/2022 wird die Bez geschlossen, danach verlängert sich auch der Schulweg für die Kinder aus Bettwil, Sarmenstorf und Fahrwangen.

An der kommenden Gemeindeversammlung am 20. November wird der Gemeinderat von Fahrwangen den Stimmberechtigten beantragen, die Beiträge an Abonnemente für den Schulbus zu kürzen. Bisher bezahlte die Gemeinde die Hälfte eines Jahresabonnements für Kinder, die die Oberstufe in einer anderen Gemeinde besuchen.

Doch weil die Kinder im Sommer problemlos auch mit dem Fahrrad zur Schule fahren könnten, wolle der Gemeinderat künftig nur noch für die fünf Wintermonate von November bis März Beiträge leisten, schreibt er in den Unterlagen zur Gemeindeversammlung. So sollen 2275 Franken eingespart werden können.

«Aktuell nutzen 35 von 49 bezugsberechtigten Schülern das Angebot», sagt Gemeindeschreiberin Christine Gottermann. Das Sparpotenzial beträgt im Schnitt 65 Franken pro Schüler und Jahr. Dabei geht es für einige Familien um deutlich mehr Geld: Das Junioren-Abo der A-Welle gibt es ab 603 Franken im Jahr. An dieses würde die Gemeinde neu 176 Franken weniger bezahlen.

Das Anliegen kommt zu einem delikaten Zeitpunkt. Denn am Ende des Schuljahres 2021/2022 wird die Bez Fahrwangen geschlossen, danach gehen auch die Kinder aus Bettwil, Sarmenstorf und Fahrwangen in die bis zu neun Kilometer (Bettwil) entfernte Schule von Seengen.

Für Fahrwanger wird der Schulweg künftig etwa sechs Kilometer lang sein. Entsprechend dürfte die Zahl der Schüler, die vom Beitrag an das Busabo profitieren, ansteigen. Aktuell besuchen 30 Fahrwanger die örtliche Bezirksschule. Die Beteiligung an 30 Jahresabos würde die Gemeinde aktuell 9045 Franken kosten. Mit der neuen Regelung sänke dieser Betrag auf noch 3768.75 Franken.

Günstiger Entsorgungsplatz

Weiteres Traktandum ist die Kreditabrechnung für die Neugestaltung des Entsorgungsplatzes. Die Stimmbevölkerung bewilligte dazu an der Sommergmeind 2014 einen Verpflichtungskredit über 248 000 Franken für das Verlegen der Entsorgungs-Container unter den Boden und für eine neue Teil-Überdachung.

Doch an der letztjährigen Sommergmeind informierte der Gemeinderat darüber, dass die sogenannte Unterfluranlage für die Container teurer als gedacht wäre. Deshalb wurde beschlossen, auf diese zu verzichten und dafür die Überdachung über den gesamten Platz auszudehnen.

Die Teil-Überdachung wäre nicht sinnvoll gewesen, stellte der Gemeinderat fest. So konnte der Umbau für nur 153 000 Franken realisiert werden, das entspricht einer Einsparung von fast 40 Prozent des gesprochenen Verpflichtungskredits.

Schliesslich beantragt eine kosovarische Familie mit vier Kindern das Bürgerrecht. Der Gemeinderat sieht alle Voraussetzungen erfüllt und beantragt die Annahme.

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