Mit dem anhaltenden Bevölkerungswachstum stösst die Gemeinde Rupperswil in ihren bisherigen Verwaltungs-Strukturen an Grenzen. Abhilfe schaffen soll eine nach modernen betriebswirtschaftlichen Richtlinien geführte Führungsorganisation.

Grundsätzlich geht es darum, den Gemeinderat von administrativen Tätigkeiten zu entlasten, die er bisher aufgrund mangelnder Ressourcen in der Verwaltung selber erledigte. Mit dieser Neuausrichtung nimmt Rupperswil in der Region eine Vorreiterrolle ein. Gemeindeammann Ruedi Hediger bestätigt: «Wir setzen auf eine moderne Führungsorganisation mit einer klaren Aufteilung zwischen strategischen und operativen Aufgaben.» So werde beispielsweise der Gemeindeschreiber mit vielen andern Aufgaben absorbiert, erklärt Hediger. Ein beträchtlicher Teil davon betreffe das Bauwesen mit der administrativen Bearbeitung der Baugesuche. Diesem Umstand soll nun Abhilfe geschaffen werden. An der Gemeindeversammlung von heute Abend haben die Rupperswiler über die Neuschaffung einer Stelle für die Leitung der Bauverwaltung zu befinden. Die zuständige Person ist in Zukunft verantwortlich für Planung, Hochbau und Liegenschaften. Die 100-Prozent-Stelle werde die Gemeinde finanziell jedoch nicht in dieser Höhe belasten, so Hediger. Auf der Gegenseite könnten auch Kosten eingespart werden, etwa für die externe Fachstelle, welche die Baugesuche bisher beurteilte. Unter dem Strich rechnet der Gemeinderat mit einer Mehrbelastung bei den Personalkosten von etwa 40-Stellenprozenten.

Neue Trafostation im Schulhaus

Auf der Traktandenliste stehen zudem ein Kreditantrag von 178 000 Franken für den Einbau einer Trafostation ins neue Schulhaus. Die vorhandenen Energieressourcen reichen nicht aus und müssen erweitert werden, um die wachsende Infrastruktur im Zentrum elektrisch zu erschliessen. «Wenn wir die neue Trafostation im Schulhausneubau integrieren, so ist das am effizientesten und kostengünstigsten», erklärt der Gemeindeammann. Die Trafostation wird mit Standort im Schulhaus an einem laut Bundesverordnung «Ort mit empfindlicher Nutzung» eingebaut, deshalb sind spezielle Richtlinien einzuhalten. Nicht mehr vorgeschriebenen Massstäben entspricht die 2009 in Betrieb genommene Heizzentrale im Stapfenackerhaus. Für deren Sanierung beantragt der Gemeinderat einen Kredit von 145 000 Franken.