Seon

Gehörloser Aargauer wird beim Joggen von Raubvogel angegriffen

Ein Jogger wurde offenbar von einem Milan attackiert. (Archivbild)

Ein Jogger wurde offenbar von einem Milan attackiert. (Archivbild)

Ein Gehörloser berichtet, er sei von einem Milan attackiert worden. Solche Angriffe sind allerdings sehr selten.

Der Mann erzählt gegenüber 20 Minuten, das Tier habe ihn in der Nähe des Fussballplatzes in Seon angegriffen, als er am joggen war. Er habe eine blutende Kopfwunde davongetragen. «Erst als ich mit Steinen nach dem Tier warf, konnte ich es vertreiben.»

Solche Angriffe kommen zwar vor. Pro Jahr werden rund ein Dutzend Fälle bekannt. Wie Livio Rey von der Vogelwarte Sempach nach einer Greifvogel-Attacke im letzten Jahr erklärte, sind es aber selten Milane, meistens handelt es sich um Mäusebussarde.  

Letzes Jahr hat es eine Joggerin aus Bergdietikon, die auf dem Heitersberg vom Hotel Hasenberg Richtung Egelsee rannte, besonders hart getroffen – nachdem sich ein Mäusebussard auf sie gestürzt hatte, erkrankte sie an der Hasenpest. Wie der Experte damals erklärte,  sind die Tiere nicht per se aggressiv, sondern wollen ihre Jungen schützen. Sie fühlen sich hauptsächlich von Joggern bedroht, wegen der schnellen Bewegungen. Velofahrer und Spaziergänger sind in der Regel nicht betroffen. Sein Ratschlag: «Jogger sollten während der Brutzeit Reviere von Mäusebussarden, die ein angriffiges Verhalten zeigen, meiden oder nur langsam durchqueren. Im Extremfall sind das bis zu 500 Meter rund um das Nest. Helfen kann eine Mütze mit aufgemalten Augen auf dem Hinterkopf. Die Vögel fühlen sich dadurch beobachtet und greifen nicht an.»

Auch in Rudolfstetten wurde schon ein Angriff registriert. Die Gemeinde reagierte, und liess Warntafeln aufstellen. 

Der Werkhof Rudolfstetten warnte 2013 mit einer Tafel vor der Gefahr durch Mäusebussarde.

Der Werkhof Rudolfstetten warnte 2013 mit einer Tafel vor der Gefahr durch Mäusebussarde.

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