37 000 Franken für den Gemeindeammann (plus 131), 18 500 Franken für den Vize (plus 660) und 16 000 Franken (plus 539) für die Gemeinderäte – das schlägt die Finanzkommission Niederlenz als Gemeinderatsbesoldung für die nächste Amtsperiode 2014 bis 2017 vor.

Gross ist die Anpassung wahrlich nicht. Vor allem, wenn man die heutige Arbeitsbelastung von Gemeindebehörden in Betracht zieht.

An der Gmeind von morgen Freitag, 14. Juni, wird dieses Traktandum wohl ebenso kaum Wellen werfen wie die übrigen Geschäfte, die zur Beratung anstehen.

So zeugt die Rechnung 2012 zwar nicht gerade von finanziellen Höhenflügen, aber doch von einer hohen Budgetdisziplin. Entgegen dem Voranschlag, der mit einem Defizit von 262 000 Franken rechnete, schliesst die Rechnung mit einem Ertragsüberschuss von 241 206 Franken.

Weil die Eigenfinanzierung mit nur knapp 300 000 Franken sehr tief ist, resultierte trotz des guten Gesamtergebnisses ein Finanzierungsfehlbetrag von 707 000 Franken. Er konnte mit den vorhandenen liquiden Mitteln aufgefangen werden.

Dennoch erachtet der Gemeinderat die erwirtschaftete Eigenfinanzierung als ungenügend. Dies auch im Hinblick auf die kommenden Investitionen sowie die per Ende Jahr ausgewiesene Nettoschuld von 10 Mio. Franken.

Schulvertrag wird angepasst

Seit 10 Jahren existiert zwischen den Niederlenz und Möriken-Wildegg ein Gemeindevertrag über die Organisation der Oberstufenabteilungen und der Einschulungsklasse. Dieser Vertrag muss nun aufgrund der aktuellen Entwicklung im Bildungswesen angepasst werden.

So werden mit der Einführung des Schulsystems 6/3 die Oberstufenabteilungen von acht auf mindestens sechs pro Schulstandort reduziert sowie die Kleinklassen aufgehoben. Neu führt Möriken-Wildegg nicht mehr zwei Einschulungsklassen. Niederlenz bekommt ab August 2013 eine eigene, weil die Schülerzahlen zugenommen haben.

Oberer Steindler wird erschlossen

Im November 2012 hat die Einwohnergemeinde Niederlenz den Verkauf einer halben Hektare Land im Gebiet oberer Steindler beschlossen. Jetzt will die Käuferin – die Firma J. Realini AG, Schinznach-Dorf, die dort eine weitere Parzelle besitzt, das Gebiet erschliessen.

Dazu muss der Zwinglisteinweg ausgebaut werden. Weil davon auch Möriken-Wildegg profitiert, bezahlt diese Gemeinde mit. Den Hauptanteil der veranschlagten Kosten von 416 000 Franken trägt mit 247 200 Franken die Realini AG.

Auf Niederlenz entfallen 35 400 Franken für den Strassenausbau und 56 000 Franken für die Beleuchtung, Möriken-Wildegg bezahlt 70 800 Franken an die Strasse und 6000 Franken für Verkehrslenkungsmassnahmen.

Weil die Realini AG sich zu einer Vorfinanzierung des Projekts bereit erklärte, liegt dieses bereits vor und konnte vor der Gemeindeversammlung öffentlich aufgelegt werden.

Einbürgerung von 11 Personen

Unter den Traktanden 7 bis 12 beantragt der Gemeinderat die Einbürgerung von 11 Personen.

Darunter ein junger Mann und eine junge Frau aus Sri Lanka, eine junge Frau aus Bosnien-Herzegowina, ein Ehepaar aus Russland und eines aus Italien sowie eine vierköpfige Familie aus Sri Lanka.

Die notwendigen Voraussetzungen für die Einbürgerungen erachtet der Gemeinderat in allen Fällen als gegeben.