Die Organisation hat juristisch gesehen eine vergleichsweise starke Stellung, verfügt sie doch über das kantonale Verbandsbeschwerderecht. Sie kann sich also mit Einwendungen beispielsweise in die Revisionen von Bau und Nutzungsordnungen (BNO) einbringen.

Eine Eingabe ist in Beinwil am See geplant, wo die BNO-Gesamtrevision noch bis morgen Dienstag öffentlich aufliegt, wie LSVH-Vorstandsmitglied Arno Stöckli an der Genrealversammlung erklärte. «Wir wollen etwa eine Trockenwiese schützen, die von der Überbauung bedroht ist.»

Vom LSVH intensiv verfolgt wird auch die BNO-Revision in Birrwil. Dort gibt es im Sommer ein zweites Mitwirkungsverfahren. Beide Gemeinden haben deutlich zu grosse Bauzonen, wobei, das anerkennen die LSVH-Exponenten, in Beinwil am See die Auszonungen besonders schwierig sind. Sie kritisieren aber, dass zum vornherein nur Parzellen geprüft werden, bei denen eine Entschädigungspflicht ausgeschlossen ist.

Neu eine moderne Homepage

Viel zu reden gab an der Generalversammlung die Neophytenbekämpfung. Der LSVH wird sich zu diesem Thema mit einem Stand am Eröffnungsfest des Wildobst-Arboretums Dürrenäsch und Hallwil am 28. April beteiligen.

Der Verband will ganz generell mehr auf sich aufmerksam machen. So hat er jetzt eine moderne Homepage. Auf der Startseite steht unmissverständlich «Für den See – für die Natur – gegen eine Goldküste.»

Der LSVH hat rund 450 Mitglieder. Der leicht rückläufige Trend soll gestoppt werden. Insbesondere werden aber neue Verstandsmitglieder gesucht. Nach dem Rücktritt von Ruedi Weber, er gehörte dem Gremium zwei Jahre lang an, umfasst der Vorstand noch fünf Mitglieder: die beiden Co-Präsidenten Benno Stocker und Benno Affolter sowie Esther Ulrich, Arno Stöckli und Martina Schybli. Gemäss den an der Generalversammlung verabschiedeten neuen Statuten muss der Vorstand 3 bis 9 Mitglieder haben (bisher 7 bis 11).

Kaum Landerwerb möglich

Finanziell steht der LSVH gut da. Er hat nach einem Jahresverlust von 10 409 Franken (unter anderem wegen des Ankaufs eines Balkenmähers) noch immer ein Vermögen von 43 796 Franken. Und er besitzt den Hansjakob-Suter-Fonds: In ihm sind noch immer fast 400 000 Franken (bei der Schaffung 1990 waren es rund 700 000).

Das Problem besteht darin, dass dem LSVH wegen des bäuerlichen Bodenrechts nur in extremen Ausnahmefällen möglich ist, Land zu erwerben. So gab es auch letztes Jahr keinen Zukauf. Der LSVH besitzt insgesamt 15,1 Hektaren.