Bezirksgericht Lenzburg

Gefängnisstrafe und 10 Jahre Landesverweis für Einbrecher, der einen Rentner niederschlug

Mit einer Machete bedrohte der Einbrecher den Hausbesitzer. (Symbolbild)

Mit einer Machete bedrohte der Einbrecher den Hausbesitzer. (Symbolbild)

Vor dem Bezirksgericht Lenzburg musste sich ein 37-jähriger Rumäne jetzt für seine Tat verantworten. Er plädierte auf Schizophrenie – vergeblich.

Der Horror jedes Hausbesitzers: «Ich habe den Krach der zersplitternden Scheibe der Eingangstüre gehört», erklärte der 67-jährige Sepp (Namen geändert) vor dem Bezirksgericht Lenzburg. Er sagte als Opfer aus, angeklagt war Mirco, ein 37-jähriger Rumäne. Er erklärte: «Ich dachte, das Haus ist unbewohnt und bin deswegen rein.» Und er behauptete, er sei auf der Suche nach einem Versteck gewesen. Mehr noch: Er leide an Schizophrenie, habe Angstzustände und höre Stimmen. Am Tag des Einbruchs habe er zudem eine Flasche Jägermeister intus gehabt.

Mirco liess sich nicht von Sepp stören, als dieser auftauchte. Er zwang das Opfer, ihm mehrere Schmuckstücke und eine Herrenuhr auszuhändigen. Im Schlafzimmer fand Mirco eine Machete, ein Souvenir, dass Sepps Vater vor vielen Jahren aus Ghana mitgebracht hatte. Mirco bedrohte das Opfer mit der Machete, schlug ihm deren Griff ins Gesicht. Laut Anklageschrift ging der Rentner zu Boden. «Und dann ist er abtubet», erzählte Sepp.

Für die Staatsanwältin war klar: «Es handelt sich hier um einen Beschaffungsraub. Der Beschuldigte war bereit, Gewalt gegen einen wehrlosen Mann anzuwenden.»

Der Angeklagte versuchte sich, mit wirren Erklärungen zu retten. So behauptete er: «Den Schmuck und die Uhr hat er mir gegeben, ohne dass ich etwas gesagt habe.» Und: «Ich habe ihn am Pullover gezogen, daraufhin ist er gestürzt und auf ein Möbel gefallen.»

Das Gericht unter Leitung von Daniel Aeschbach nahm ihm das nicht ab: Der Rumäne wurde wegen Raubes zu 2,5 Jahren unbedingt und 10 Jahre Landesverweis verurteilt.

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