Lenzburg
Geborstene Wasserleitung fördert versteckten Sodbrunnen zutage

Bei den Reparaturarbeiten eines beschädigten Wasserrohrs stiess man auf dem Parkplatz Erlengut auf einen gut erhaltenen Sodbrunnen. Dieser steht auf einer mit Wegrecht belegten Zufahrtsstrasse.

Ruth Steiner
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Der freigelegte Sodbrunnen beim Erlengut-Parkplatz ist rund 7,5 Meter tief. zVg

Der freigelegte Sodbrunnen beim Erlengut-Parkplatz ist rund 7,5 Meter tief. zVg

Als der Alarm wegen eines Wasserrohrbruchs die Einsatzkräfte am Mittwoch um zwei Uhr in der Früh auf den Parkplatz ins Lenzburger Erlengut rief, rechnete niemand mit dieser Überraschung.

Während der Freilegung der lecken Wasserleitung sei man plötzlich auf einen Betondeckel gestossen, weiss Gian von Planta, zuständig für den Bereich Anlagen und Netze bei der SWL Energie AG. «Beim Abheben dieses Deckels kam ein tiefes Loch, umrahmt von einem Mauerwerk, zum Vorschein», sagt er.

Dieses stellte sich als einen rund 7,5 Meter tiefen Sodbrunnen heraus. Und der, so mutmasst von Planta, sei wohl 1955, beim Bau der Wasserleitung, im Weg gewesen. Nur so sei zu erklären, weshalb die Brunnenwand beschädigt worden war.

Bei der sechzigjährigen Wasserleitung steht eine Sanierung an. Diese ist mit der Überbauung des Erlengut-Areals vorgesehen. Laut Ernst Suter von der Landeigentümerin Doninelli AG dauert es aber noch mindestens fünf Jahre, bis es so weit ist. Auch er hatte von der Existenz des Brunnens bisher keine Kenntnis. Ist es möglich, dass dieser freigelegt wird? Das dürfte nicht ganz einfach sein. Dazu sagt Suter: «Wenn ein Brunnen in einer Strassenführung mit Wegrecht liegt, so ist es ein relativ schwieriges Unterfangen, etwas zu machen.» Und das tut dieser Sodbrunnen: Die Bewohner des Erlenguts und die Parkplatzbesucher dürfen den schmalen Zufahrtsweg benutzen.

Vorerst wurde nun das Brunnenloch mit Kies aufgefüllt, um die gut erhaltenen Steinwände zu stützen. (str)

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