Lenzburg
Gauklerfestival: Aarauer Jongleur begeisterte die Zuschauer

Am 24. Kleinkunstfestival in Lenzburg gewann Kaspar Tribelhorn aus Aarau den Publikumspreis. Mit seiner Comedy-Jonglage reiste der Künstler bereits durch ganz Europa.

Merken
Drucken
Teilen
Kaspar Tribelhorn
6 Bilder
Beim Jongleur Kaspar Tribelhorn fliegen Bälle, Keulen, Ringe und sogar Kettensägen durch die Luft
Wenn Kaspar Tribelhorn mit seiner Kettensäge jongliert, bleibt so manchem der Atem stocken
‹Starjongleur› Kaspar Tribelhorn verwandelt die Strasse in eine Showarena
‹Starjongleur› Kaspar Tribelhorn verwandelt die Strasse in eine Showarena
In luftiger Höhe jongliert Kaspar Tribelhorn und entzündet eine Tischbombe auf seinem Kopf

Kaspar Tribelhorn

Zur Verfügung gestellt

Eigentlich ist Tribelhorn gelernter Elektroingenieur, lebt aber seit fast fünf Jahren von der Strassenkunst. "Klar gibt es einfachere Möglichkeiten, Geld zu verdienen", sagt er. "Doch mein Job ist vielseitig und abwechslungsreich und ich würde ihn nicht wieder eintauschen wollen."

Am Wochenende fand in Lenzburg das Gauklerfestival statt. Auf sechs Bühnen zeigten die Artisten ihre Darbietungen - meist spektakulär mit Feuer und halsbrecherischen Kunststücken.

Kaspar Tribelhorns Auftritte waren ebenso eindrücklich: Er jonglierte mit Bällen, Keulen, Fackeln und sogar einer Kettensäge. Dazu mischte er seine Stücke mit Humor: "Die Kunststücke sind gar nicht so wichtig. Die Interaktion mit dem Publikum und die Ausstrahlung zählt", sagt der Aarauer. Wenn der Jongleur nicht gerade in der Fussgängerzone oder bei Festivals auftritt, verdient er seine Gage bei Firmen-und Privatanlässen.

Kaspar Tribelhorn (rechts) gewann in Lenzburg den Publikumspreis

Kaspar Tribelhorn (rechts) gewann in Lenzburg den Publikumspreis

Zur Verfügung gestellt

Ein Problem bei Tribelhorns Job seien die Bewilligungen. Oft bewege sich die Strassenkunst in einer Grauzone zwischen legal und illegal. "In der Schweiz ist es besonders kompliziert, eine Genehmigung zu bekommen", erzählt der Künstler. "In Winterthur muss man beispielsweise vor der Gewerbepolizei auftreten und 20 Franken Gebühren bezahlen." (ngü)