Eigentlich ist Tribelhorn gelernter Elektroingenieur, lebt aber seit fast fünf Jahren von der Strassenkunst. "Klar gibt es einfachere Möglichkeiten, Geld zu verdienen", sagt er. "Doch mein Job ist vielseitig und abwechslungsreich und ich würde ihn nicht wieder eintauschen wollen." 

Am Wochenende fand in Lenzburg das Gauklerfestival statt. Auf sechs Bühnen zeigten die Artisten ihre Darbietungen - meist spektakulär mit Feuer und halsbrecherischen Kunststücken.

Kaspar Tribelhorns Auftritte waren ebenso eindrücklich: Er jonglierte mit Bällen, Keulen, Fackeln und sogar einer Kettensäge. Dazu mischte er seine Stücke mit Humor: "Die Kunststücke sind gar nicht so wichtig. Die Interaktion mit dem Publikum und die Ausstrahlung zählt", sagt der Aarauer.  Wenn der Jongleur nicht gerade in der Fussgängerzone oder bei Festivals auftritt, verdient er seine Gage bei Firmen-und Privatanlässen. 

Kaspar Tribelhorn (rechts) gewann in Lenzburg den Publikumspreis

Kaspar Tribelhorn (rechts) gewann in Lenzburg den Publikumspreis

Ein Problem bei Tribelhorns Job seien die Bewilligungen. Oft bewege sich die Strassenkunst in einer Grauzone zwischen legal und illegal. "In der Schweiz ist es besonders kompliziert, eine Genehmigung zu bekommen", erzählt der Künstler. "In Winterthur muss man beispielsweise vor der Gewerbepolizei auftreten und 20 Franken Gebühren bezahlen." (ngü)