Rupperswil
Ganzes Bett vor laufender Kamera illegal entsorgt

Die Gemeinde Rupperswil hat genug von Abfallsündern und Vandalismus: Mehrere öffentliche Plätze und der Entsorgungsplatz werden neu mit Videokameras überwacht. Die ersten Abfallsünder sind bereits aufgeflogen.

Pascal Meier
Drucken
Teilen

Es ist jeden Morgen dasselbe. Mitarbeiter des Rupperswiler Gemeindewerks fahren mit Handschuhen und Besen beim Entsorgungsplatz vor, säubern diesen eine Viertelstunde lang von illegal deponiertem Müll und trennen falsch entsorgten Abfall.

Mit diesem täglichen Ärgernis soll nun Schluss sein: Nach einer Testphase wird das Areal seit kurzem mit Videokameras überwacht. Erste Abfallsünder hat die Regionalpolizei bereits auf frischer Tat ertappt. «Diese wurden gebüsst und mussten den Abfall wieder abholen», sagt Claudio Gygax, Posten-Chef der Regionalpolizei Suret.

Auf den Videoaufnahmen bekommt Claudio Gygax so manches zu sehen. «Abfallsünder fahren unauffällig vor, prüfen, ob jemand zuschaut, und werfen dann kurzerhand ganze Betten mit Matraze und Rost in die Metallmulde.» Dann gebe es auch jene, die in aller Öffentlichkeit Stühle, Farbkübel und Fernseher in den Container werfen würden - ohne sich einer Schuld bewusst zu sein. «Vielfach ist es ist Faulheit, den Abfall auseinanderzunehmen und richtig zu entsorgen», sagt Gygax.

Nur der Polizei-Chef darf Aufnahmen sichten

Die Regionalpolizei überwacht nebst dem Entsorgungsplatz weitere Plätze und die Schulanlagen. Bald wird auch eine Kamera auf dem Bahnhofplatz definitiv in Betrieb genommen. Aktiviert werden diese durch Bewegung vor der Linse. «Auf den Plätzen sind in erster Linie Vandalismus und achtlos weggeworfene Abfälle ein Problem, vor allem von Jugendlichen», sagt Claudio Gygax.

Damit sind in Rupperswil neun fest installierte Kameras in Betrieb. Diese ersetzt die Überwachung mit mobilen Kameras, die nicht den gewünschten Erfolge gebracht hat. Die Überwachung läuft nach Videoreglement, das von der Gemeindeversammlung und dem Kanton genehmigt wurde. Überwachte Orte sind mit Schildern gekennzeichnet und die Daten werden ausschliesslich durch Claudio Gygax ausgewertet. Dies geschieht meist aufgrund von Hinweisen; etwa, wenn Gemeindearbeiter oder Abwarte auf Abfall und Sprayereien stossen.

Aktuelle Nachrichten