Schaffisheim
«Für uns ist dies ein Freudentag»

Coop schafft in Schaffisheim rund 1000 zusätzliche Arbeitsplätz. Gemeindeammann Adolf Egli nimmt das mit grosser Freude zur Kenntnis. Fürs Dorf wird das nicht ganz ohne Probleme abgehen.

Fritz Thut
Merken
Drucken
Teilen
Adolf Egli

Adolf Egli

Zur Verfügung gestellt

«Für uns ist dies ein Freudentag», kommentierte Adolf Egli gestern die offizielle Pressemitteilung von Coop über die Umstrukturierung des Detailhandelsriesen, die Schafisheim in den nächsten Jahren rund 1000 neue Arbeitsplätze beschert.

Der Gemeindeammann von Schafisheim kann sich über die Absicht von Coop, hier unter anderem ein neues Verteilzentrum zu bauen, noch mehr freuen, weil das Dorfzentrum von den Neubauplänen nur am Rande betroffen ist: «Wir haben den Vorteil, dass wir die Arbeitszone an der nördlichen Peripherie haben.»

Schon Sitzungen mit dem Kanton

«Ganz ohne Probleme geht das Ganze aber nicht ab», macht sich Egli keine Illusionen. Die verkehrsmässige Erschliessung wird man diskutieren müssen. Für die nahe Autobahn1, die den Standortentscheid ja mitbestimmt hat, sind die geplanten Neubauten eine zusätzliche Belastung. «Vor allem, wenn man bedenkt, dass die Ausfahrt Aarau Ost heute schon am Limit ist», erwähnt Egli ein Beispiel.

Die gestrige Ankündigung von Coop kam für den «Schofiser» Ammann nicht überraschend. Am 22. März fand eine erste Orientierung durch den Grossverteiler statt. Am 11. Mai fand schon eine erste Sitzung mit den zuständigen Vertretern des Kantons statt. Und an der nächsten Sommergemeindeversammlung hat der Souverän bereits über einen Kanalisationsausbau im Gebiet zu entscheiden.

Die 1000 neuen Arbeitsplätze dürften sich auch sonst positiv auf die Gemeinde auswirken, ist Egli überzeugt. In Schafisheim verfügt man über Baulandreserven; man könnte die Einwohnerzahl ohne weitere Einzonungen von heute 2700 auf 3500 erhöhen. Neben zusätzlichen Steuereinnahmen profitiert die Gemeinde dereinst mit mehr Arbeitsplätzen auch von einem höheren Finanzausgleich.