In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Kindergartenschüler starken Schwankungen unterlegen. Vor drei Jahren erst hat der Kanton der Gemeinde Holderbank eine zweite Kindergartenabteilung bewilligt. Bereits zwei Jahre später, auf das Schuljahr 2017/18, strich er diese jedoch wieder. Dies aufgrund eines Rückgangs der Kindergartenkinder von 29 auf 19.

Ab dem kommenden Schuljahr steige die Zahl wieder auf 28 Kinder, schreibt der Gemeinderat in der Vorlage. Damit wäre eine zweite Kindergartenabteilung nun wieder gerechtfertigt. Vorderhand wird aber darauf verzichtet. Zuerst will Holderbank nämlich den geplanten zweiten Kindergarten realisieren. Für dessen Bau beantragt der Gemeinderat bei der Gemeindeversammlung vom kommenden Mittwoch, 6. Juni, einen Kredit von 990 000 Franken.

Bezug zu bestehendem Chindsgi

Der Neubau soll als Modulbaute anstelle des bisherigen alten Kindergartengebäudes im Schachen zu stehen kommen. Dieses ist vor 51 Jahren als Provisorium erstellt worden und mittlerweile nicht mehr in Betrieb. Die Kindergärtler werden im direkt danebenstehenden Kindergarten im Schachen unterrichtet. Er war im Februar 2016 bezogen worden, geplant und realisiert vom Architekturbüro Poletti Spuler Architekten AG, Ennetbaden.

Die Ennetbadener Spezialisten sind auch im aktuellen Geschäft involviert. Sie sind mit der Projektierung des neuen Kindergartens bereits beauftragt worden. Der Souverän hat dafür an der vergangenen Wintergmeind 35 000 Franken bewilligt.

In der Raumaufteilung lehnt der Ersatzbau stark an den nun seit zwei Jahre bestehenden Kindergarten an. Laut Vorlage sieht das Raumprogramm eine «Kindergartenstube» in der Grösse von ungefähr 90 Quadratmetern vor. Hinzu kommt ein Lagerraum. Im Kellergeschoss werden Technik und Nasszellen eingebaut sowie «befahrbarer Lagerraum für Schule und Gemeinde».

Gemäss den Plänen des Gemeinderates soll der Schulbetrieb im neuen Kindergarten auf das Schuljahr 2019/20 aufgenommen werden.

Zusätzliches Geld für BNO

Als weiteres Kreditbegehren steht ein Zusatzkredit von 55 000 Franken für die Gesamtrevision der Nutzungsplanung Siedlung und Kulturland auf der Traktandenliste. Im November 2014 hatte die Gemeindeversammlung für die BNO-Revision bereits einen Kredit von 160 000 Franken gesprochen.

In seiner Botschaft hält der Gemeinderat fest, man habe im Nachhinein beschlossen, entlang der Kantonsstrasse eine Konzeptplanung zu erarbeiten. Gemäss kantonalem Richtplan sind die Gemeinden nämlich verpflichtet, Strassenabschnitte mit planerischen und baulichen Massnahmen aufzuwerten – sofern diese in Zonen mit Wohnanteilen im Siedlungsgebiet liegen und täglich von mehr als 15 000 Fahrzeugen frequentiert werden.