Am 26. November finden in Aarau, Buchs und Lenzburg Einwohnerratswahlen statt. Es kandidieren insgesamt 379 Frauen und Männer. Die Redaktion wählt davon 100 aus und lässt sie in der Zeitung und auf AZ-Online zu Wort kommen. Jedem Kandidaten werden zwischen vier und sieben Fragen gestellt.

Die Liste mit befragten Einwohnerratskandidaten und -kandidatinnen wird laufend erweitert bis zu den Wahlen am 26. November.

Adriano Beti, 41, FDP (bisher), dipl. Elektro-Ingenieur FH/EMBA

Adriano Beti (FDP), am 17. März für die zurückgetretene Lea Grossmann, im Einwohnerrat Lenzburg in Pflicht genommen.

Adriano Beti (FDP), am 17. März für die zurückgetretene Lea Grossmann, im Einwohnerrat Lenzburg in Pflicht genommen.

Wie kann Lenzburg verhindern, dass die zwei neuen Stadtteile „Widmi“ und „Im Lenz“ nicht zu Schlafquartieren werden? Ist es überhaupt erstrebenswert, das zu verhindern?

Adriano Beti: Jetzt müssen wir den Bewohnern der neuen Quartiere erst mal Zeit lassen, um richtig anzukommen, ihr Quartier und die Stadt kennen zu lernen. Beide Quartiere weisen einen guten Mix an Bewohnerinnen und Bewohnern aus. Von daher mache ich mir überhaupt keine Sorgen, sondern bin vielmehr gespannt auf die Entwicklungen.

Was fehlt Ihnen am meisten in der Stadt Lenzburg?

Eine belebte und damit attraktive Altstadt, gute Fahrradverbindungen und (längst überfällig!) endlich einen neuen Bahnhof. Wünschenswert wäre etwa eine direkte Verbindung von der Altstadt zum Schloss. Damit könnten wir sowohl die Attraktivität von Stadt und Schloss erhöhen als auch die Altstadt stärken.

Ist es für Lenzburg wichtig, dass die Stadt mit Irène Kälin (Grüne) erstmals seit Ulrich Siegrist (SVP) wieder einen eigenen Nationalrat hat? Weshalb?

Ich wünsche ihr viel Glück in ihrem Amt und hoffe, dass sie sich in Zukunft auch wirklich für Lenzburg einsetzen wird. Der Bahnhof würde sich ja weiterhin anbieten.

Wo würden Sie im städtischen Budget den Sparhebel ansetzen?

Wir dürfen jetzt nicht einfach in blinde Sparwut verfallen. Francis Kuhlen und ich haben deswegen eine Motion lanciert, welche eine strukturierte Analyse der Verwaltung fordert. Nur wenn wir wissen, wo die Potenziale oder Probleme liegen, können wir auch die richtigen Entscheide treffen und Massnahmen ergreifen.

Welche Person in Lenzburg beeindruckt Sie am meisten. Weshalb?

Mit beeindruckt nicht eine, sondern ganz viele Personen. Jede auf seine Art. Allgemein gesagt ist die Bereitschaft, sich für das Gemeinwohl einzusetzen, leider nur noch wenig vorhanden. Es geht zu oft vergessen, dass beispielsweise gerade unsere geliebten Traditionen nur durch diese Bereitschaft entstanden und heute noch leben. Danke allen!

Christina Bachmann-Roth, 34, CVP (neu), Geschäftsführerin

Christina Bachmann-Roth (34) will für die CVP neu in den Lenzburger Einwohnerrat.

Christina Bachmann-Roth (34) will für die CVP neu in den Lenzburger Einwohnerrat.

Wie kann Lenzburg verhindern, dass die zwei neuen Stadtteile „Widmi“ und „Im Lenz“ nicht zu Schlafquartieren werden? Ist es überhaupt erstrebenswert, das zu verhindern?

Christina Bachmann-Roth: Die CVP wird aktiv den Austausch suchen durch die Stadttreffs zum politischen Debattieren in diesen beiden Stadtteilen. Ebenfalls müssen wir Informationen zur Verfügung stellen und die NeuzuzügerInnen an unseren Festen und Ritualen teilhaben lassen. Wenn die neuen Lenzburger erst mal merken, wie spannend die Stadt und ihre BewohnerInnen sind, werden sie automatisch nicht mehr nur hier schlafen wollen. So erging es mir jedenfalls vor 5 Jahren.

Was fehlt Ihnen am meisten in der Stadt Lenzburg?

Ein sicherer Bahnhof und sichere Velowege von der Altstadt bis zum Bahnhof. Hier hat die CVP viel investiert. Ich freue mich, wenn das dann Früchte trägt.

Ist es für Lenzburg wichtig, dass die Stadt mit Irène Kälin (Grüne) erstmals seit Ulrich Siegrist (SVP) wieder einen eigenen Nationalrat hat? Warum?

Frau Kälin wird ihre Sichtweise, die auch geprägt ist von ihrer Herkunft, im Nationalrat vertreten und diese vernetzen mit nationalen oder parteilichen Interessen. Das kann wichtig sein für uns.

Wo würden Sie im städtischen Budget den Sparhebel ansetzen? 

Ausbau bzw. Erneuerung von Strassen für Autos.

Welche Person in Lenzburg beeindruckt Sie am meisten. Weshalb?

Ich bin beeindruckt von den vielen Frauen, die neben ihrer Arbeit in Familie und Beruf noch Zeit investieren für die Betreuung von Kindern und älteren Menschen. Diese Freiwilligenarbeit ist wichtig für unsere Stadt.

Stephan Weber, (40), FDP (bisher), lic.iur. Rechtsanwalt

  

Wie kann Lenzburg verhindern, dass die zwei neuen Stadtteile „Widmi“ und „Im Lenz“ nicht zu Schlafquartieren werden? Ist es überhaupt erstrebenswert, das zu verhindern?

Stephan Weber: Die Bewohner der neuen Quartiere müssen erkennen, dass Lenzburg mehr ist als nur der Ort, an dem sie schlafen. Das breite Angebot an und die vielseitigen Einkaufs-und Freizeitmöglichkeiten helfen ihnen dabei, in Lenzburg Fuss zu fassen und sich dann aktiv in das Leben im Städtchen einzubringen. Sie müssen von diesem Angebot nur Gebrauch machen.

Was fehlt Ihnen am meisten in der Stadt Lenzburg?

Was Lenzburg bereits heute zu bieten hat, ist grossartig und lässt fast keine Wünsche offen. Wünschenswert wäre aber eine baldige Entspannung der Verkehrssituation zwischen der Seonerstrasse und dem Knoten Neuhof.

Ist es für Lenzburg wichtig, dass die Stadt mit Irène Kälin (Grüne) erstmals seit Ulrich Siegrist (SVP) wieder einen eigenen Nationalrat hat? Weshalb?

Der Wohnsitz von Frau Kälin dürfte sich mehr oder weniger zufällig in Lenzburg befinden. Auch fiel sie in der Vergangenheit nicht durch grosse Präsenz in Lenzburg auf. Ihr neues Mandat erscheint mir für Lenzburg daher als unwichtig.

Wo würden Sie im städtischen Budget den Sparhebel ansetzen?

Das Ansetzen des Sparhebels an einem bestimmten Ort erscheint, ohne vertiefte Analysen vorgenommen zu haben, erscheint als nicht sachgerecht und auch nicht als nachhaltig. Die FDP-Motion zur Gesundung des Finanzhaushaltes zielt darauf ab, eine Auslegeordnung vorzunehmen und Optimierungs- resp. Sparpotential aufzuzeigen. Wenn diese Auslegeordnung vorliegt, können wir uns über einzelne Optimierungs- und Sparmassnahmen unterhalten.

Welche Person in Lenzburg beeindruckt Sie am meisten. Weshalb?

Mich beeindrucken die Persönlichkeiten, denen es mit all ihrer Kraft und mit der Inkaufnahme grössten wirtschaftlichen Risikos gelungen ist, das mittelalterliche Lenzburg in das industrielle Zeitalter zu führen und ihm zu einer bis heute erstrahlenden Blüte zu verhelfen. Mich beeindrucken aber auch die Unternehmerpersönlichkeiten, die für den Erhalt bestehender und die Schaffung neuer Arbeitsplätze kämpfen und so Lenzburg auch im 21. Jahrhundert vorwärts bringen.

Ruedi Baumann (60), SVP, bisher, Lastwagenmechaniker

Ruedi Baumann

Ruedi Baumann

Wie kann Lenzburg verhindern, dass die zwei neuen Stadtteile „Widmi“ und „Im Lenz“ nicht zu Schlafquartieren werden? Ist es überhaupt erstrebenswert, das zu verhindern?

Ruedi Baumann: Ich persönlich bin der Meinung, dass die neuen Einwohner von Lenzburg selber den Kontakt zu den verschiedenen Angeboten suchen müssen. Es ist in der heutigen Zeit schwierig, Leute in den Vereinen zu gewinnen, wenn zu festgelegten Zeiten trainiert wird. Die heutige Gesellschaft will unabhängig sein.

Was fehlt Ihnen am meisten in der Stadt Lenzburg?

Eigentlich hat Lenzburg fast alles, was man zum Leben so braucht. Schade ist, dass die verschiedenen Geschäfte nicht zentral gelegen sind, sondern immer separat angefahren werden müssen. Ich würde manchmal noch ein Geschäft im Vorbeigehen besuchen, wenn es am Weg liegen würde.

Ist es für Lenzburg wichtig, dass die Stadt mit Irène Kälin (Grüne) erstmals seit Ulrich Siegrist (SVP) wieder einen eigenen Nationalrat hat? Warum?

Ich habe eigentlich nie einen Vorteil für Lenzburg bemerkt, als Ulrich Siegrist im Nationalrat war, das wird auch bei Irène Kälin so sein. Lenzburg ist zu klein und hat zu wenig Bedeutung in Bundesbern! Ich glaube nicht, dass ein Politiker aus unserer Region für unsere Verkehrsprobleme (Bahn und Strasse) etwas bewegen kann. Für Bundesbern sind schnelle Verbindungen zwischen den grossen Agglomerationen wichtig, Strecken wie Seengen – Asp oder Hunzenschwil – Staffelbach sind nicht populär!

Wo würden Sie im städtischen Budget den Sparhebel ansetzen?

Ich bin in der Meinung, dass bei allen Budgetposten irgendwo noch Geld eingespart werden könnte. Alle Geschäfte müssten so angeschaut werden, wie wenn das Geld mir gehören würde. Ich bin fest davon überzeugt, dass alle Politiker etwas anders handeln würden. Bei der Durchmischung der Politvielfalt könnte dieses System funktionieren.

Welche Person in Lenzburg beeindruckt Sie am meisten. Weshalb?

Für mich gibt es keine speziellen Einzelpersonen, die ich erwähnt möchte. Ich habe aber grosse Achtung vor den Leuten, die mit kleinen Löhnen eine Familie durchs Leben bringen und dabei noch zufrieden sind. 

Sven Ammann (38), FDP, bisher, Gastronom

Sven Ammann

Sven Ammann

Wie kann Lenzburg verhindern, dass die zwei neuen Stadtteile „Widmi“ und „Im Lenz“ nicht zu Schlafquartieren werden? Ist es überhaupt erstrebenswert, das zu verhindern?

Sven Ammann: Bei der „Widmi“ habe ich keine Angst, „Im Lenz“ kenne ich zu wenig. Dennoch glaube ich, dass Lenzburg mit seinem Charme und seinen Traditionen auch die vielen Neuzuzüger „infizieren“ wird.

Was fehlt Ihnen am meisten in der Stadt Lenzburg?

Ich lebe seit 38 Jahren zufrieden hier, etwas wichtiges fehlt mir nicht. Schön wäre ein Lebensmittelgeschäft in der Rathausgasse, eine Gondelbahn von der Altstadt zum Schloss, ein Badeteich bei dem Hornusserplatz und natürlich eine Disco.

Ist es für Lenzburg wichtig, dass die Stadt mit Irène Kälin (Grüne) erstmals seit Ulrich Siegrist (SVP) wieder einen eigenen Nationalrat hat? Warum?

Nein, aber eine schöne Nebenerscheinung. Personen wie Barbara Portmann (GLP) und Daniel Mosimann (SP), welche im Grossrat Lenzburger Interessen vertreten, sind mir wichtiger.

Wo würden Sie im städtischen Budget den Sparhebel ansetzen?

Mit unserer Motion zur Genesung des Finanzhaushaltes wissen wir hoffentlich bald mehr. Sparen könnten wir auch, wenn sich die Nachbardörfer an unseren hohen Kosten der Freizeitanlagen beteiligen würden. Zusammen könnten wir die Qualität dieser für die ganze Region wichtigen Anlagen verbessern.

Welche Person in Lenzburg beeindruckt Sie am meisten. Weshalb?

Ich möchte nicht eine einzige Person hervorheben. Es ist die Vielzahl an Persönlichkeiten, die das Vereinsleben in Lenzburg ermöglichen. Viele leisten seit Jahrzehnten ehrenamtliche Arbeit. Diesen Personen gebührt mein tiefster Respekt.

Monika Kull (33), GLP (neu), IT-Projektleiterin

Monika Kull

Monika Kull

Wie kann Lenzburg verhindern, dass die zwei neuen Stadtteile „Widmi“ und „Im Lenz“ nicht zu Schlafquartieren werden? Ist es überhaupt erstrebenswert, das zu verhindern?

Monika Kull: Die beiden von Ihnen genannten Stadtteile sind nicht organisch gewachsen, damit sie nicht zu Schlafquartieren werden braucht es drei Dinge: Aktive Integration durch kulturelle Veranstaltungen, eine gute soziale Durchmischung und Zeit. Ich selbst bin mit einem neu-zugezogenen Pärchen befreundet, die im Quartier „Im Lenz“ ein neues zu Hause gefunden haben. Gemeinsam besuchen wir Veranstaltungen in der Altstadt oder in ihrem Quartier.

Was fehlt Ihnen am meisten in der Stadt Lenzburg?

Lenzburg fehlt, wie fast allen Städten im Aargau, ein spannendes Nachtleben. Neben ein paar Restaurants, Bar's und dem Baronessa hat Lenzburg leider nicht viel zu bieten. Dass die anderen Ausgehlokale im Wisa Gloria Areal aufgrund fehlenden Parkplätze keine Bewilligung erhielten ist befremdlich, liegt das Areal doch in idealer Gehdistanz zum öffentlichen Verkehr und somit zum Nachtnetz.

Ist es für Lenzburg wichtig, dass die Stadt mit Irène Kälin (Grüne) erstmals seit Ulrich Siegrist (SVP) wieder einen eigenen Nationalrat hat? Warum?

Das wird für Lenzburg wenig ändern. Schon im Grossrat können örtliche Angelegenheiten nur noch bedingt eingebracht werden wie man z.B. bei Umfahrungs- und Temporeduktionsbegehren sieht. Im Gross- wie Nationalrat gilt leider, dass zu viele nicht Betroffene über die Bedürfnisse einiger Direktbetroffenen entscheiden und somit diese lokalen Anliegen meist einen schweren Stand haben.

Wo würden Sie im städtischen Budget den Sparhebel ansetzen?

Bei der Verwaltung hat sich aber in den letzten Jahren wenig getan. Alle anderen Budgetposten sind bereits dem finanziell möglichen angepasst. Wohl wurde neue Software zur Effizienzsteigerung bewilligt und eingeführt, die administrativen Prozesse und Personalbestände sind aber immer noch die selben. Der Einwohnerrat hat mit einem ersten Warnschuss in der letzen Budgetdebatt bereits aufgezeigt, dass er nicht gewillt ist, dem Treiben länger tatenlos zuzuschauen.

Welche Person in Lenzburger beeindruckt Sie am meisten. Weshalb?

Beeindrucken tun mich viele Lenzburger, denen es nicht nur gelingt berufliche Verpflichtungen und Familienleben zu vereinbaren sondern sich darüberhinaus noch Gedanken machen, wie wir ein wohnliches Lenzburg für unsere Kinder schaffen. Es ist die alltägliche Leistung eines jeden, die beeindruckt.

Predi Vukovic-Häfliger (46), SP (neu), Verlags- und Verkaufsleiter

Predi Vukovic- Häfliger

Predi Vukovic- Häfliger

Wie kann Lenzburg verhindern, dass die zwei neuen Stadtteile „Widmi“ und „Im Lenz“ nicht zu Schlafquartieren werden? (Ist es überhaupt erstrebenswert, das zu verhindern?)

Predi Vukovic-Häfliger: Ja. Aus meiner beruflichen Erfahrung kenne ich diese Situation aus den Regionen Dietikon, Schlieren und Olten, wo neue Stadtteile entstanden. Es braucht Zeit und Geduld, neue Stadtteile zu verbinden, mit Aktivitäten und den Fachgeschäften in einer Altstadt. Mit einer aktiven IG in einem Stadtteil, mit Hilfe des lokalen Gewerbevereins und der Stadt, kann dies gelingen. Es braucht Risiko und Mut. Gemeinsam findet man attraktive Lösungen und kann Stadtteile und die Menschen miteinander verbinden. Beispiele wie ein Schlittschuh - Eisfeld in einem Quartier, Fondue Chalets zu Weihnachten, kleine Attraktionen und Märkte, habe ich schon selber erlebt.

Was fehlt Ihnen am meisten in der Stadt Lenzburg?

Ich habe bereits an einigen Standorten in Lenzburg gewohnt, sowie der Altstadt und kenne die Quartiere. Es gibt immer die persönliche Vorstellung was einem fehlt. Was fehlt der Mehrheit sollte man sich die Frage stellen und kann man dieses Manko finanzieren und umsetzen. Wir haben eine sehr gut funktionierende Infrastruktur und viele Möglichkeiten für Sport, Freizeit, Kultur und Gastronomie, für alle Altersschichten. Ich vertrete die Meinung, dass wir unserer Jugend und den Kindern mehr bieten sollten. Genug Spielplätze und trendige Event-Locations bieten den Anreiz in Lenzburg die Freizeit zu verbringen. Somit müssen sie nicht ausweichen, wie wir bereits in den 80-iger Jahren, nach Aarau zum Beispiel. Zudem ein zeitgemässer Bahnhof.

Ist es für Lenzburg wichtig, dass die Stadt mit Irène Kälin (Grüne) erstmals seit Ulrich Siegrist (SVP) wieder einen eigenen Nationalrat hat? (Warum?)

Ja, finde ich persönlich. Nationalräte werden regelmässig zitiert in den Medien, und mit dem Namen Irène Kälin aus Lenzburg, wird unsere Stadt miterwähnt. Somit ist es indirekt immer eine Werbung für uns und die Stadt. Ausserdem kann man stolz sein, über jeden Mensch oder Persönlichkeit aus Lenzburg, die es erfolgreich geschafft hat mit seiner persönlichen Leistung, in irgendeiner Form, seine Bekanntheit national oder sogar international zu steigern.

Wo würden Sie im städtischen Budget den Sparhebel ansetzen?

Beim Budget 2018 wurde der Sparhebel bereits angesetzt. Investitionen darf man tägigen, nur wenn das Geld zur Verfügung steht.Wichtig ist, dass wir die Kosten im Griff haben, das gilt für eine Gemeinde, wie auch für ein KMU. Wenn man Prozesse optimieren kann, um gewisse Aufgaben zu zentralisieren, dann sollte man diese Budgetposten unter die Lupe nehmen. Ich kenne die Budgetdetails noch zu wenig. Unseren langjährigen Finanzexperten kann ich vertrauen.

Welche Person in Lenzburg beeindruckt Sie am meisten. Weshalb?

Hanspeter Schatzmann, der in der 3.Generation mit seiner Frau Vreni das Hotel und Restaurant Ochsen ab 1970 führte. Er ist ein liebenswerter Mann, mit klaren Prinzipien und Disziplin. Er hat sich stets für seine Mitarbeiter eingesetzt und war stets zur Hilfe. Zudem tritt er heute noch bodenständig auf, und ist stets freundlich und zuvorkommend. Ausserdem konnte er sehr erfolgreich sein Werk, seinem Sohn Chris übertragen.

Murat Balci (40), SVP (bisher), Bankangestellter

Murat Balci

Murat Balci

Wie kann Lenzburg verhindern, dass die zwei neuen Stadtteile „Widmi“ und „Im Lenz“ nicht zu Schlafquartieren werden? Ist es überhaupt erstrebenswert, das zu verhindern?

Murat Balci: Die beiden Quartiere sind unterschiedlich zu betrachten. Im Widmiquartier haben die Bewohner andere Ansprüche als diejenigen Leute, die „Im Lenz“ wohnen. Aus diesem Grund müssen wir bei der Planung auf die unterschiedlichen Bedürfnisse Rücksicht nehmen.

Was fehlt Ihnen am meisten in der Stadt Lenzburg?

Durch die unkontrollierte Bautätigkeit leidet aktuell der Strassenverkehr. Aus diesem Grund sollten wir uns in den kommenden Jahren auf eine nachhaltige Planung konzentrieren, sodass unsere Stadt auch für Familien, Kinder sowie Unternehmer attraktiv bleibt.

Ist es für Lenzburg wichtig, dass die Stadt mit Irène Kälin (Grüne) erstmals seit Ulrich Siegrist (SVP) wieder einen eigenen Nationalrat hat? Warum?

Ich freue mich, dass wieder eine Persönlichkeit aus Lenzburg im Bundeshaus vertreten ist. Obwohl unsere Politiker mit den lokalen Themen bestens vertraut sind, wird ihre Agenda auf nationaler Ebene aus Interessensgründen anders bestimmt.

Wo würden Sie im städtischen Budget den Sparhebel ansetzen?

Grundsätzlich stellt sich die Frage, ob wir eine zyklische oder antizyklische Finanzhaushaltpolitik führen. Wollen wir in schlechten Zeiten investieren oder sparen? Danach sollten die entsprechenden Bereiche die Komfortzone verlassen.

Der Einwohnerrat hat es abgelehnt neue Stellen zu schaffen für den Aufbau der familien- und schulergänzenden Kinderbetreuung sowie für die Betreuung und Integration von Asylsuchenden. Was sagen Sie dazu?

Wie in jedem modernen Unternehmen können wir uns bei negativen Zahlen nicht leisten Stellen aufzustocken. Dafür sollten die internen Abläufe im Stadtrat rationalisiert werden, um bei einem solchen wirtschaftlichen Umfeld ohne Aufstockung funktionieren zu können. Dabei ist eine rechtzeitige strategische Planung essenziell.

Sandra Vombach (40), GLP (neu), Betreuerin stat. Suchttherapie

Wie kann Lenzburg verhindern, dass die zwei neuen Stadtteile Widmi und im Lenz nicht zu Schlafquartieren werden ?

Ich glaube nicht, dass sich die beiden neuen Stadtteile Richtung Schlafquartier entwickeln. Gerade „Im Lenz „ wird bereits einiges unternommen um den Stadtteil attraktiv zu machen. Sicher ist noch Potenzial vorhanden um die neuen Stadtteile zu beleben.

Was fehlt Ihnen am meisten in der Stadt Lenzburg?

Grünflächen zum Verweilen und erholen und eine etwas lebendigere Altstadt wäre schön. Jedoch möchte ich betonen, dass die Stadt viel bietet und wir hier eine gute Lebensqualität und Infrastruktur haben. Potenzial nach oben gibt es jedoch immer.

Ist es für Lenzburg wichtig, dass die Stadt mit Irene Kälin (Grüne) erstmals seit Ulrich Siegrist ( SVP ) wieder einen eigenen Nationalrat hat?

Es ist natürlich schön und ich mag es Irene Kälin gönnen.

Wo würden Sie im städtischen Budget den Sparhebel ansetzen?

Durch eine Optimierung der Prozesse und den konsequenten Einsatz der bereits durch den Einwohnerrat gebilligten Softwarelösungen, lassen sich die Kosten beim Personalaufwand der Verwaltung ohne direkten Leistungsabbau weiter optimieren.

Welche Person in Lenzburg beeindruckt Sie am meisten? Weshalb?

Speziell eine bestimmte Person fällt mir nicht ein. Mich beeindruckt jede Person welche sich mit viel Herzblut für Lenzburg und die Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt einsetzen, sei es kulturell oder auch humanitär.

Dennys Mayer (30), FDP (bisher), Verkehrspilot

Wie kann Lenzburg verhindern, dass die zwei neuen Stadtteile „Widmi“ und „Im Lenz“ nicht zu Schlafquartieren werden? 

Die neuen Mitbürger in den beiden Quartieren sollen animiert werden, am öffentlichen Leben teilzunehmen. Mein Beitrag ist, dass ich, als selbst zugezogener, inzwischen selbst in der Widmi wohne und den Kontakt zu den Neuzuzügern suche und sie motiviere, bei uns nicht nur zu wohnen, sondern zu leben.

Was fehlt Ihnen am meisten in der Stadt Lenzburg?

Mir fehlt ein rasch umsetzbares Konzept einer Ko-Existenz der verschiedenen Verkehrsträger und einer optimalen Nutzung der jeweiligen Ressourcen. Der Bahnhof und dessen Zubringer  sowie die Verkehrsachsen des MIV auf die Autobahn müssen den Anforderungen einer 10000+-Einwohner-Stadt genügen.

Ist es für Lenzburg wichtig, dass die Stadt mit Irène Kälin (Grüne) erstmals seit Ulrich Siegrist (SVP) wieder einen eigenen Nationalrat hat? 

Über die personelle Besetzung kann man geteilter Meinung sein. Meine politische Positionierung lässt erahnen, dass ich eine bürgerliche Vertretung durch eine Person, die auch auf der Stufe ER verankert ist und die konkreten Herausforderungen unserer Stadt und Region kennt, in Bern bevorzugen würde.

Wo würden Sie im städtischen Budget den Sparhebel ansetzen?

Diese Frage an einem Budgetposten für 2019 festzumachen, wäre zu punktuell und zu wenig nachhaltig. Mit der von der FDP eingereichten Motion zur Gesundung des Finanzhaushalts hat der Stadtrat nun die Aufgabe gefasst, Massnahmen zur nachhaltigen Optimierung des städtischen Haushalts zu präsentieren.

Welcher Person in Lenzburg beeindruckt Sie am meisten. Weshalb?

Ich bin von jeder einzelnen Person beeindruckt, die sich im öffentlichen Leben exponiert und für eine lebenswerte Stadt einsteht. Viele Stunden freiwilliger, engagierter Arbeit und eine intensive Auseinandersetzung mit den Einwohnerrats-Themen sind in unserer schnelllebigen Zeit nicht selbstverständlich.

Sie haben die BDP verlassen und stehen nun auf der Liste der FDP? Im Einwohnerrat hat die BDP jedoch meistens mit der SVP zusammengeschlossen.

Es war für mich der Abschluss eines längeren persönlichen Prozesses der politischen Orientierung, der zur Entscheidung geführt hat, der FDP beizutreten. Ich sehe im Freisinn die grösste Kongruenz mit meiner politischen Einstellung. Ich schätze die Zusammenarbeit mit der SVP sehr und hoffe, auch künftig bei bestimmten Themen, gemeinsam bürgerlich politisieren zu können.

Urs Hunziker, (49), GLP, neu,  dipl. Bauführer SBA, Leiter Facility Management

Urs Hunziker

Urs Hunziker

Wie kann Lenzburg verhindern, dass die zwei neuen Stadtteile „Widmi“ und „Im Lenz“ nicht zu Schlafquartieren werden? Ist es überhaupt erstrebenswert, das zu verhindern?

Urs Hunziker: Ein gutes Quartiergefüge mit Wohnraum und Flächen für Quartierläden wurde erstellt. Auch die Anbindung an den öffentlichen Verkehr ist ein wichtiges Bindeglied, diese steigert die Standort- Attraktivität. Viele dieser Voraussetzungen sind gegeben. Nun ist auch an den Bewohnern, es vor Ort zu leben.

Was fehlt Ihnen am meisten in der Stadt Lenzburg?

Lenzburg muss für Familien und Unternehmen attraktiv bleiben. Nebst guten Bildungs- und Tagesstrukturen sind genügend Grünzonen, wie der Ziegelacker, zu fördern und keine „Asphalt-Wüste“ wie der Hypiplatz. Für KMU sind funktionierende Verkehrserschliessungen mit dem öffentlichen Verkehr auszubauen.

Ist es für Lenzburg wichtig, dass die Stadt mit Irène Kälin (Grüne) erstmals seit Ulrich Siegrist (SVP) wieder einen eigenen Nationalrat hat? (Warum?)

Ich freue mich für Irène Kälin und wünsche ihr viel Erfolg im „Haifischbecken“ des Nationalrats.

Wo würden Sie im städtischen Budget den Sparhebel ansetzen?

Ich sehe es als Problem für unsere Nachkommen eine weitere Verschuldung zu akzeptieren. Es ist eine Analyse der Dienstleistungen und deren Prozesse in der Stadtverwaltung zu erstellen, daraus sollen Sparpakete geschnürt werden. Der Stellenplan ist einzufrieren und die externen Mandate zu begrenzen.

Der Einwohnerrat hat es abgelehnt, neue Stellen zu schaffen für den Aufbau der familien- und schulergänzenden Kinderbetreuung sowie für die Betreuung und Integration von Asylsuchenden. Was sagen Sie dazu?

Die zusätzlichen Stellenprozente sind durch interne Optimierungen zu finden und somit im Bereich des Sozialamts intern zu verschieben. Damit sind die wichtigen Aufgaben für die Abwicklung der familien- und schulergänzenden Kinderbetreuung sichergestellt. 

Daniel Blaser, (41), CVP, bisher, Geschäftsführer Immobilienunternehmen

Daniel Blaser

Daniel Blaser

Wie kann Lenzburg verhindern, dass die zwei neuen Stadtteile „Widmi“ und „Im Lenz“ nicht zu Schlafquartieren werden? Ist es überhaupt erstrebenswert, das zu verhindern?

Daniel Blaser: Die Stadt hat durch die Auflagen für Quartiere mit guter Lebensqualität gesorgt. Nun müssen die Bewohner etwas daraus machen. Bei der Grösse von Lenzburg kann aber nicht jedes Quartier ein Eigenleben haben, vielmehr muss ein guter Empfang die Neuzuzüger ins Stadtleben integrieren.

Was fehlt Ihnen am meisten in der Stadt Lenzburg?

Ein Hallenbad, eine direkte Zugverbindung in die Westschweiz und ein Fahrradweg auf der Aarauerstrasse. Auch ein Jugendparlament und ein freies WLan in der Altstadt und auf dem Schloss fände ich gut. Bessere hindernisfreie Zugänge zu den öffentlichen Gebäuden.

Ist es für Lenzburg wichtig, dass die Stadt mit Irène Kälin (Grüne) erstmals seit Ulrich Siegrist (SVP) wieder einen eigenen Nationalrat hat? (Warum?)

Ja, weil Lenzburg dadurch bekannter wird.

Wo würden Sie im städtischen Budget den Sparhebel ansetzen?

Beim Strassenbau und anderen städtischen Bauten.

Der Einwohnerrat hat es abgelehnt, neue Stellen zu schaffen für den Aufbau der familien- und schulergänzenden Kinderbetreuung sowie für die Betreuung und Integration von Asylsuchenden. Was sagen Sie dazu?

Das war ein Fehlentscheid, denn die Stellenprozente fehlen jetzt. Es muss eine externe Betriebsanalyse über die gesamte Verwaltung erstellt werden, damit man sieht, wo es zu viele oder zu wenige Stellen gibt. Sonst bleibt es bei solchem Flickwerk. 

Corinne Horisberger-Buri, (31), FDP, neu, dipl. Wirtschaftsprüferin

Corinne Horisberger-Buri

Corinne Horisberger-Buri

Wie kann Lenzburg verhindern, dass die zwei neuen Stadtteile „Widmi“ und „Im Lenz“ nicht zu Schlafquartieren werden? Ist es überhaupt erstrebenswert, das zu verhindern?

Corinne Horisberger-Buri: „Im Lenz“ ist gemacht für Pendler, Paare und Singles und die „Widmi“ zieht vermehrt Familien an - ein gesunder Mix von Quartieren mit unterschiedlichen Charakteren ist wichtig. Dank vielfältigem Vereinsleben und traditionsreichen Anlässen bietet unsere Stadt hervorragende Möglichkeiten für jeden Neuzuzüger, der sich integrieren will.

Was fehlt Ihnen am meisten in der Stadt Lenzburg?

Meiner jungen Familie gefällt es hier sehr gut. Mit dem starken Wachstum der letzten Jahre fehlt mir eine spürbare Einflussnahme der Stadt auf eine qualitative und nachhaltige Entwicklung. Es braucht eine Langfristplanung, damit Lenzburg für Bewohner wie auch Unternehmen attraktiv bleibt.

Ist es für Lenzburg wichtig, dass die Stadt mit Irène Kälin (Grüne) erstmals seit Ulrich Siegrist (SVP) wieder einen eigenen Nationalrat hat? (Warum?)

Eine Vertretung in Bundesbern wie auch diejenigen auf kantonaler Ebene müssen wir noch aktiver zu unseren Gunsten nützen. Ich würde Frau Kälin gerne an eine Einwohnerratssitzung einladen, da wir nicht nur lokale Brennpunkte haben. Ich denke dabei speziell an unseren Bahnhof, der aus allen Nähten platzt.

Wo würden Sie im städtischen Budget den Sparhebel ansetzen?

Es ist eine Daueraufgabe - wie in der Privatwirtschaft auch - sorgsam mit den Ausgaben umzugehen. Dabei gilt es „Wünschbares vom Notwendigen“ zu trennen! Dazu gehört auch, dass periodisch eine Analyse aller Dienstleistungen und Prozesse sowie der Organisation der Verwaltung gemacht wird, so wie es die FDP kürzlich gefordert hat.

Welche Person in Lenzburg beeindruckt Sie am meisten?

Eine einzelne Person auszuwählen fällt mir schwer. Tief beeindruckt bin ich von all den Menschen in meinem Umfeld, die sich seit Jahren aufgrund eines Schicksalsschlages für die Betreuung und Pflege eines Familienmitgliedes persönlich engagieren.

Anja Voegeli Knapp, (44), SP, bisher, Lehrerin

Anja Voegeli Knapp

Anja Voegeli Knapp

Wie kann Lenzburg verhindern, dass die zwei neuen Stadtteile „Widmi“ und „Im Lenz“ nicht zu Schlafquartieren werden? Ist es überhaupt erstrebenswert, das zu verhindern?

Anja Voegeli Knapp: Die neuen Stadtteile haben wunderschöne Plätze, die nur darauf warten, mit Leben gefüllt zu werden. Ein Anziehungsmagnet wären regelmässig durchgeführte Events für Jung und Alt. Nur wenn sich aber Neuzuzüger aktiv daran beteiligen, sind solche Bestrebungen fruchtbar.

Was fehlt Ihnen am meisten in der Stadt Lenzburg?

In Lenzburg fehlt ein nahtloses und sicheres Velonetz. Damit mehr Lenzburger das Fahrrad gerne benutzen, und der Autoverkehr nicht weiter überhand nimmt, müssen wir in den Langsamverkehr investieren.

Ist es für Lenzburg wichtig, dass die Stadt mit Irène Kälin (Grüne) erstmals seit Ulrich Siegrist (SVP) wieder einen eigenen Nationalrat hat? (Warum?)

Irène Kälin im Nationalrat, das ist für Lenzburg natürlich eine grosse Ehre. Nutzen wir die Chance und suchen das Gespräch zu der jungen Politikerin! Damit haben wir ein Sprachrohr bis nach Bundesbern.

Wo würden Sie im städtischen Budget den Sparhebel ansetzen?

Wir gehen bereits schon sehr haushälterisch mit unserem Budget um. Massvolle Investition in Pflege und Attraktivität der Stadt werden sich besser auszahlen als eine kopflose Sparmassnahme heute.

Welche Person in Lenzburg beeindruckt Sie am meisten. Weshalb?

Werner Christen. Er ist ein brillanter Rhetoriker, bringt tolle Visionen betreffend Velostadt Lenzburg ein, fördert Kunst und Kultur für alle und ist mit Leib und Seele Grossvater. Bravo! 

Lukas Häusler, (35), Grüne, Bio-Landwirt/Agronom

Lukas Häusler

Lukas Häusler

Wie kann Lenzburg verhindern, dass die zwei neuen Stadtteile „Widmi“ und „Im Lenz“ nicht zu Schlafquartieren werden? Ist es überhaupt erstrebenswert, das zu verhindern?

Lukas Häusler: Lebendige Quartiere schaffen Identifikation und damit Bewohner, die sich für ihre Umgebung einsetzen. Quartiere brauchen vielseitige und grüne Aussenräume und Platz für Gewerbe. Das fördert Begegnungen draussen. Zentral für das Gelingen sind sauber durchgeführte Gestaltungsplan-Verfahren, denn nachträgliche Korrekturen sind schwierig.

Was fehlt Ihnen am meisten in der Stadt Lenzburg?

Lenzburg bietet sehr viel und…. ich muss länger überlegen… Ein Fluss oder ein Bach zum Schwimmen im Sommer. Die Bauwut der letzten 10 Jahre beängstigt mich teilweise und mir fehlen jetzt Grün- und Brachflächen im Siedlungsraum. Zudem würde mehr Risikobereitschaft der Lenzburger Mentalität guttun.

Ist es für Lenzburg wichtig, dass die Stadt mit Irène Kälin (Grüne) erstmals seit Ulrich Siegrist (SVP) wieder einen eigenen Nationalrat hat? (Warum?)

Mich freut es für Irène Känlin sehr. Ich hoffe, dass ihr Engagement für eine gesunde Umwelt, eine offene Gesellschaft und lebendige Kleinstädte auch auf nationaler Ebene fruchtet.

Wo würden Sie im städtischen Budget den Sparhebel ansetzen?

Der bisherige Stadt- und Einwohnerrat hatte m.E. einen verantwortungsbewussten Umgang mit seinen Mitteln. Mir sticht eher der Mangel an Gestaltungswille als Geldverschwendung ins Auge. Allerdings empfinde ich die Kadenz der Strassensanierung als hoch. Hier müssen wir mit dem der SWL Energie AG nach Lösungen suchen.

Der Einwohnerrat hat es abgelehnt, neue Stellen zu schaffen für den Aufbau der familien- und schulergänzenden Kinderbetreuung sowie für die Betreuung und Integration von Asylsuchenden. Was sagen Sie dazu?

Das ist kurzsichtig und dumm. Mich verwundert nicht, dass das Wachstum der Steuereinnahmen nicht Schritt hält mit dem Bevölkerungswachstum, sondern hinterherhinkt. Beim Personal in überlasteten Verwaltungseinheiten zu sparen, verursacht nur Überstunden und Unmut und droht zur Retourkutsche zu werden.

Tabea Wöhrle-Jakob, (37), EVP, dipl. Pflegefachfrau

Tabea Wöhrle-Jakob

Tabea Wöhrle-Jakob

Wie kann Lenzburg verhindern, dass die zwei neuen Stadtteile „Widmi“ und „Im Lenz“ nicht zu Schlafquartieren werden? Ist es überhaupt erstrebenswert, das zu verhindern?

Tabea Wöhrle-Jakob: Wer mit Menschen aus Lenzburg Zeit verbringt, fühlt sich bald heimisch und verbringt die Freizeit aktiv in dieser tollen Stadt. Neuzuzüger sollen wissen,  welche Freizeitmöglichkeiten es gibt, um dann mit Eigeninitiative Kontakte und Beziehungen zu knüpfen und das Leben hier mitzugestalten.

Was fehlt Ihnen am meisten in der Stadt Lenzburg?

Ich liebe Lenzburg mit den vielseitigen kulturellen Angeboten und Freizeitmöglichkeiten. Mir fehlt der sichere zusammenhängende Veloweg quer durch die Stadt, damit ich meine Kinder sorglos durch Lenzburg fahren lassen kann. Und ein grosser, zentral gelegener Park war schon immer mein Traum!

Ist es für Lenzburg wichtig, dass die Stadt mit Irène Kälin (Grüne) erstmals seit Ulrich Siegrist (SVP) wieder einen eigenen Nationalrat hat? (Warum?)

Der Wohnort ist für dieses Amt meiner Meinung nach weniger wichtig als die Qualifikation dafür. Trotzdem bin ich stolz darauf, dass eine Lenzburgerin in Bern vertreten ist!

Wo würden Sie im städtischen Budget den Sparhebel ansetzen?

Die Lebensqualität in der Schweiz ist enorm hoch, verglichen mit dem grössten Teil der Welt. Darum gäbe es bestimmt überall noch etwas „Luxus“, der beim Sparen wegfallen könnte. Ich sehe jedoch zu wenig in den Bereich der Finanzen hinein, darum vertraue ich hier auf die Experten.

Welche Person in Lenzburg beeindruckt Sie am meisten. Weshalb?

Lenzburg lebt von „Alltagshelden“! Ich erlebe tolle Nachbarschaft, motivierte Lehrpersonen, die meine Kinder fordern und fördern, hilfsbereites Personal in unterschiedlichsten Geschäften, aufgestellte Bedienungen in Kaffees und Restaurants. Viele Lenzburger sind beeindruckende Persönlichkeiten!

Daniel Zeller, (32), SVP, Teamleiter Softwareproduktion

Daniel Zeller

Daniel Zeller

Wo würden Sie im städtischen Budget den Sparhebel ansetzen?

Daniel Zeller: Allgemein gilt es die Aufgabengebiete der Verwaltung nicht unbegrenzt wachsen zu lassen. Es gäbe unendlich viele denkbare Betätigungsfelder. Nur diejenigen mit der höchsten Priorität und einem echten, am besten messbaren Nutzen sollen auch wirklich in die Aufgabenliste der Stadt Eingang finden.

Der Einwohnerrat hat es abgelehnt neue Stellen zu schaffen für den Aufbau der familien- und schulergänzenden Kinderbetreuung sowie für die Betreuung und Integration von Asylsuchenden. Was sagen Sie dazu?

Die Stadt soll ihre Ressourcen selbst den Prioritäten entsprechend einsetzen. Eine Begrenzung scheint notwendig, denn beispielsweise eine fast schon giesskannenmässige Ausrichtung von Kleinstbeiträgen zwecks Kinderbetreuung an soweit ordentlich Verdienende ist aus Administrations- und Ausgabensicht unsinnig.

Kaspar Schoch (37), FDP (neu), lic. phil. Politologe

Kaspar Schoch (37, FDP), Einwohnerrat Kandidat FDP-Einwohnerratskandidat Kaspar Schoch

FDP-Einwohnerratskandidat Kaspar Schoch

Kaspar Schoch (37, FDP), Einwohnerrat Kandidat FDP-Einwohnerratskandidat Kaspar Schoch

Wie kann Lenzburg verhindern, dass die zwei neuen Stadtteile „Widmi“ und „Im Lenz“ nicht zu Schlafquartieren werden?

Kaspar Schoch: Es liegt vor allem in der Verantwortung der Bewohnerinnen und Bewohner, was sie aus ihren Quartieren machen. Dann gibt es hochkarätige Anlässe, die viel zum Lenzburger Wir-Gefühl beitragen; zum Beispiel Metschgplatsch, Gauklerfestival, musikalische Begegnungen, Jugendfest. Die Veranstalter müssten Neuzugezogene mit gezielten Kampagnen an ihre Events locken.

Was fehlt Ihnen am meisten in der Stadt Lenzburg?

Ein Bahnhof, der den massiv gestiegenen Passagierzahlen gerecht wird.

Ist es für Lenzburg wichtig, dass die Stadt mit Irène Kälin (Grüne) erstmals seit Ulrich Siegrist (SVP) wieder einen eigenen Nationalrat hat?

Das Ganze wird überschattet von der Art und Weise, wie es dazu kam: Jonas Fricker war ein engagierter Parlamentarier, der über eine unbedarfte Aussage stolperte. Obwohl er sich sofort entschuldigte, wurde er von gewissen Medien auf das Primitivste verunglimpft. Dass die Nachrutschende mit einem prominenten Vertreter ebendieser Medien liiert ist, hat einen schalen Beigeschmack.

Wo würden sie im städtischen Budget den Sparhebel ansetzen?

Lenzburg darf nicht in blinde Sparwut verfallen. Stattdessen braucht es eine strukturierte Auslegeordnung aller Dienstleistungen und Prozesse sowie der Organisation der Einwohnergemeinde. Genau das hat die freisinnige Fraktion im Einwohnerrat vor Kurzem gefordert.

Welche Person macht Ihnen in Lenzburg am meisten Eindruck?

Zum Beispiel Captain J-C: Lenzburger Stadtoriginal, Lebenskünstler und mit allen Wassern gewaschener Seefahrer. Seine abenteuerlichen Motorboottouren und Rheinfahrten auf dem selbstgebauten 30-Quadratmeter-Floss sind legendär!

Myrtha Dössegger (57), SVP (bisher), Bäuerin

Myrtha Dössegger (57, SVP, Einwohnerrat Kandidatin

Myrtha Dössegger

Myrtha Dössegger (57, SVP, Einwohnerrat Kandidatin

Wie kann Lenzburg verhindern, dass die zwei neuen Stadtteile „Widmi“ und „Im Lenz“ nicht zu Schlafquartieren werden?

Myrtha Dössegger: Die Stadt und die Vereine von Lenzburg bieten den Neu-Zuzügern sehr viel. Wie die Neu-Zuzüger alles wahrnehmen ist individuell. Zuerst müssen die Leute in den Quartiere sich untereinander finden damit gute Quartier-Ideen entstehen können.

Was fehlt Ihnen am meisten in der Stadt Lenzburg?

Eine attraktive Altstadt. Junge dynamische Personen versuchen mit neuen Ideen die Altstadt zu beleben, das finde ich sehr gut. Solange es jedoch Geschäfte gibt, die lieber wiederkehrenden Ausverkauf machen oder die Läden stilllegen, ist dies nur ein Nachteil für die Belebung der Altstadt.

Ist es für Lenzburg wichtig, dass die Stadt mit Irène Kälin (Grüne) erstmals seit Ulrich Siegrist (SVP) wieder einen eigenen Nationalrat hat?

Für mich nicht relevant, da ich Frau Kälin nicht kenne und somit nicht weiss, ob sie für Lenzburg und Umgebung etwas bewirken kann und will.

Wo würden sie im städtischen Budget den Sparhebel ansetzen?

Wir haben den Sparhebel bereits angesetzt, indem keine zusätzlichen Stellen bewilligt wurden. Schön wäre es, wenn mit den wachsenden Einwohnerzahlen auch die Steuereinnahmen im gleichen Ausmass steigen würden. Das Budget 2018 ist bereits straff angesetzt.

Der Einwohnerrat hat es abgelehnt, neue Stellen zu schaffen für den Aufbau der familien- und schulergänzenden Kinderbetreuung sowie für die Betreuung und Integration von Asylsuchenden. Was sagen Sie dazu?

Die Stellenprozente der familien- und schulergänzenden Kinderbetreuung wurden nicht korrekt beantragt. Im Antrag war die Arbeitsüberlastung der Sozialen Dienste mit einbezogen. Die Stelle für die Integration von Asylsuchenden fiel der Stellenplafonierung zum Opfer. Der neue Leiter Stadtverwaltung hat die Aufgabe Synergien innerhalb der Stadt-Verwaltung zu finden.

Sonia Dahl (46), CVP (neu), Primarlehrerin

Sonia Dahl, 46, CVP, Primarlehrerin, kandidert im November 2017 für den Einwohnerrat Lenzburg.

Sonia Dahl kandidert für den Einwohnerrat Lenzburg

Sonia Dahl, 46, CVP, Primarlehrerin, kandidert im November 2017 für den Einwohnerrat Lenzburg.

Wie kann Lenzburg verhindern, dass die zwei neuen Stadtteile „Widmi“ und „Im Lenz“ nicht zu Schlafquartieren werden?

Sonia Dahl: Lenzburg ist sehr attraktiv und bietet viele Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung. Letztendlich kann man niemand vorschreiben, wie er seine Freizeit nützen soll. Um aber der Angst vor Verstädterung zu begegnen, startet die CVP ab November einen Stadttreff, eine gute Gelegenheit für Begegnungen.

Was fehlt Ihnen am meisten in der Stadt Lenzburg?

Wir brauchen ein Verkehrskonzept, das Fussgänger und Velofahrer besser schützt, denn es gibt zu viele gefährliche Orte. Und von einer guten Fee würde ich mir ein beheiztes Schwimmbad wünschen. Dann könnte der Schwimmunterricht von Mai bis September durchgeführt werden.

Ist es für Lenzburg wichtig, dass die Stadt mit Irène Kälin (Grüne) erstmals seit Ulrich Siegrist (SVP) wieder einen eigenen Nationalrat hat?

Für mich als Lenzburgerin spielt das keine Rolle.

Wo würden sie im städtischen Budget den Sparhebel ansetzen?

Ich sehe keinen gewichtigen Grund, weitere Einsparungen vorzunehmen. Zwar hat die Stadt grosse Investitionen zu tätigen, aber dem gegenüber steht ja dann auch ein Wert. Die Stadt geht sehr haushälterisch mit den vorhandenen Mitteln um.

Corin Ballhaus (52), SVP (neu), Kommunikationsberaterin

Corin Ballhaus (52, SVP), Kandidatin Einwohnerrat

Corin Ballhaus

Corin Ballhaus (52, SVP), Kandidatin Einwohnerrat

Wie kann Lenzburg verhindern, dass die zwei neuen Stadtteile „Widmi“ und „Im Lenz“ nicht zu Schlafquartieren werden?

Corin Ballhaus: Um Schlafquartiere generell zu verhindern, bräuchte es ein Zusammenrücken von Wohnen und Arbeit. Das wird aber heute und morgen nicht passieren. Lassen wir also den Neuzugezogenen derweil einfach mal die Zeit, die Vorzüge und das vielfältige Angebot von Lenzburg zu entdecken.

Was fehlt Ihnen am meisten in der Stadt Lenzburg?

Mir fehlt hier nichts. Wichtig erscheint mir, dass wir uns immer wieder vor Augen führen, was uns als Stadt so besonders macht. Ebenso sollten wir uns bewusst machen, dass wir die hohe Lebensqualität, die wir alle schätzen, nicht bloss konsumieren können, sondern auch unser persönliches Engagement nötig ist, wenn wir sie erhalten wollen.

Ist es für Lenzburg wichtig, dass die Stadt mit Irène Kälin (Grüne) erstmals seit Ulrich Siegrist (SVP) wieder einen eigenen Nationalrat hat?

Sachpolitisch gesehen spielt es für Lenzburg eine untergeordnete Rolle. Schön wäre es aber, wenn Parlamentarierinnen und Parlamentarier für ihre Wohngemeinde Vorbildwirkung haben und sich wieder vermehrt Mitbürgerinnen und -bürger für politische Arbeit begeistern lassen.

Wo würden sie im städtischen Budget den Sparhebel ansetzen?

Wenn die Mittel beschränkt sind, würde ich in erster Linie klare Prioritäten setzen. Dann muss Wünschbares auch mal hintenan stehen. Prüfen würde ich ebenso, wo sich Prozesse vereinfachen und damit Zeit und Geld sparen lassen, ohne dass die Qualität darunter leiden muss.

Der Einwohnerrat hat es abgelehnt, neue Stellen zu schaffen für den Aufbau der familien- und schulergänzenden Kinderbetreuung sowie für die Betreuung und Integration von Asylsuchenden. Was sagen Sie dazu?

Das Leitbild von Lenzburg sagt es: Der Bereich "Familie und Leben" wird im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten gefördert. Nun sind die Möglichkeiten aktuell beschränkt und ein personeller Ausbau also wenig opportun. Bezogen auf den bestehenden Gesamtstellenetat sollte sich da aber meines Erachtens eine Lösung finden lassen.

Thomas Schär (39), SP (bisher), Typograf/Medien-Designer

Thomas Schär (39, SP), Einwohnerrat Kandidat

Thomas Schär

Thomas Schär (39, SP), Einwohnerrat Kandidat

Wie kann Lenzburg verhindern, dass die zwei neuen Stadtteile „Widmi“ und „Im Lenz“ nicht zu Schlafquartieren werden?

Thomas Schär: Die Möglichkeiten des „politischen“ Lenzburgs sind hier beschränkt. Grundsätzlich liegt es an den EinwohnerInnen der neuen Quartiere, wie sie ihre Wohn- und Lebenssituation gestalten möchten. Ich finde es wichtig, dass die Stadt, die Politik, gute Bedingungen ermöglicht, bzw. Initiativen unterstützt.

Was fehlt Ihnen am meisten in der Stadt Lenzburg?

Ganz offensichtlich: eine angemessene Lösung der Bahnhofssituation und der Angebotsmix in der Altstadt. Tolle Geschäfte haben leider aus diversen Gründen geschlossen, erst wenige sind wieder neu in der Altstadt angekommen. Wichtig wären ansprechende, nützliche Läden, die zur Belebung der Altstadt beitragen.

Ist es für Lenzburg wichtig, dass die Stadt mit Irène Kälin (Grüne) erstmals seit Ulrich Siegrist (SVP) wieder einen eigenen Nationalrat hat?

Wichtig weniger, jedoch sehr erfreulich. Irène Kälin weiss um die spezifische Situation in Lenzburg und wird sich wohl auch für Kleinstädte der selben Grösse einsetzen. Relevanter ist meiner Meinung nach jedoch die Vertretung Lenzburgs durch Daniel Mosimann im Grossrat. Die Situation des Kantons betrifft Lenzburg viel direkter.

Wo würden sie im städtischen Budget den Sparhebel ansetzen?

Ich habe nicht den Eindruck, dass ein Sparhebel nötig ist. Die finanziellen Probleme liegen beim Kanton, diese wirken sich nun auch auf die Gemeinden aus. Da muss der bürgerliche Grossrat dringendst über die Bücher! Lenzburg wirtschaftet gut, gerade angesichts der aktuellen Situation – Wachstum der Stadt, Situation der Verwaltung.

Der Einwohnerrat hat es abgelehnt, neue Stellen zu schaffen für den Aufbau der familien- und schulergänzenden Kinderbetreuung sowie für die Betreuung und Integration von Asylsuchenden. Was sagen Sie dazu?

Das ist beschämend. Wenn der bürgerliche Einwohnerrat ohne Konzept den Rotstift ansetzt, ist das den BürgerInnen gegenüber nicht ehrlich. Wenn schon, muss klar ausgesprochen werden, welche Stellen und eben auch Dienstleistungen gestrichen werden sollen. Ob Lenzburgs EinwohnerInnen und das Gewerbe dann wirklich dahinter stehen? Auch in den Medien hätte ich hierzu mehr Transparenz und Tiefe erwartet...

Gianna Büchli (22), EVP (neu), Lehrerin

Gianna Büchli (22, EVP) Kandidatin Einwohnerrat

Gianna Büchli

Gianna Büchli (22, EVP) Kandidatin Einwohnerrat

Wie kann Lenzburg verhindern, dass die zwei neuen Stadtteile „Widmi“ und „Im Lenz“ nicht zu Schlafquartieren werden?

Gianna Büchli: Ich finde es in Ordnung, wenn Quartiere eigene Charakter und Geschichten haben. Trotzdem wünsche ich mir ein Lenzburg, das einig ist und wo wir wohnen möchten. Warum nicht typische Bräuche in andere Stadtteile verlegen? Kulturelle und traditionelle Anlässe von Quartier zu Quartier wandern lassen?

Was fehlt Ihnen am meisten in der Stadt Lenzburg?

Wir haben wunderbare Angebote für Randstunden, Nachmittags- und Hausaufgabenbetreuung für unsere Primarschülerinnen und –schüler. Ich wünsche mir mehr Unterstützung solcher Angebote und mehr davon, für die Kinder und für deren Familien, auch ausserhalb und unabhängig von der Schule.

Ist es für Lenzburg wichtig, dass die Stadt mit Irène Kälin (Grüne) erstmals seit Ulrich Siegrist (SVP) wieder einen eigenen Nationalrat hat?

Ich glaube, wir dürfen stolz darauf sein, uns gewissermassen im Nationalrat vertreten zu sehen und das kann uns als Stadt guttun (obwohl ich finde, wir haben auch sonst sehr viel Grund uns über Lenzburg zu freuen). Ansonsten ändert sich für mich nichts in Bezug zu uns als Stadt.

Wo würden sie im städtischen Budget den Sparhebel ansetzen?

Ganz sicher nicht dort, wo es um Bildung und um Vernetzung geht, sei das innerhalb von Lenzburg, national oder international. Das bedeutet Anschluss und Gemeinschaft. Besonders wichtig ist mir die nächste Generation, unsere Zukunft. Da würde ich zuletzt sparen.

Welche Person macht Ihnen in Lenzburg am meisten Eindruck?

Eindeutig mein Grossvater. Er weiss so viel, ist lustig, hilfsbereit und beeindruckt einen immer wieder. Besonders mit seiner Affinität zur Mathematik. Es ist wunderbar zu hören was er erlebt und entdeckt hat. Ich bewundere seinen Wissensdurst, seine Begeisterung und die Geduld für seine Enkelkinder!

Michael Häusermann (46), SVP (bisher), Grenzwächter

Wie kann Lenzburg verhindern, dass die zwei neuen Stadtteile „Widmi“ und „im Lenz“ nicht zu Schlafquartieren werden? Ist es überhaupt erstrebenswert, das zu verhindern?

Michael Häusermann: Die beiden genannten Stadtteile sind wie alle anderen Teile oder Quartiere so lebhaft, wie sie die Bewohnerinnen und Bewohner selbst „gestalten“. Sollte jedoch ein Grossteil der Bewohner frühmorgens das Haus verlassen und erst spät am Abend heimkehren, so kann dies „die Stadt“ auch nicht ändern.

Was fehlt Ihnen am meisten in der Stadt Lenzburg?

Etwas Lebensnotwendiges fehlt mir nicht in unserer Stadt. Ich vermisse jedoch seit Jahren ein Café mit Konditorei, in der Qualität wie es früher die Konditorei Gurini war. Dies ist natürlich leichter gesagt als getan, aber vielleicht geht dieser Wunsch doch einmal in Erfüllung.

Ist es für Lenzburg wichtig, dass die Stadt mit Irène Kälin (Grüne) erstmals seit Ulrich Siegrist (SVP) wieder einen eigenen Nationalrat hat? (Warum?)

Nein. Die Damen und Herren Nationalräte befassen sich nicht mit Lokalpolitik. Viel zu oft werden sie zu reinen Interessensvertretern. Ich sehe vergleichsweise (leider) auch keinen erwähnenswerten Gewinn für den Aargau, obwohl wir mit Doris Leuthard seit 11 Jahren eine Vertretung im Bundesrat haben.

Wo würden Sie im städtischen Budget den Sparhebel ansetzen?

Vermutlich mit Ausnahme des Gesundheitsbereiches könnte man über alle Abteilungen hinweg immer wieder ein paar Tausend Franken einsparen, ohne dass es der Bürger wirklich spüren würde. Die oftmals grosszügigen pauschalen Planungskosten sind mir immer wieder ein Dorn im Auge.

Der Einwohnerrat hat es abgelehnt, neue Stellen zu schaffen für den Aufbau der familien- und schulergänzenden Kinderbetreuung sowie für die Betreuung und Integration von Asylsuchenden. Was sagen Sie dazu?

Der Einwohnerrat hat eine generelle Stellenaufstockung abgelehnt. Es wäre durchaus möglich, für die genannten Bereiche Stellen zu schaffen. Aber dazu müsste der Stadtrat über die Bücher betreffend der Struktur unserer Verwaltung. In diesem Punkt zeigt er sich nicht sehr kreativ.

Chantal Toker-Bieri (44), GLP (bisher), Technical Designer

Wie kann Lenzburg verhindern, dass die zwei neuen Stadtteile „Widmi“ und „Im Lenz“ nicht zu Schlafquartieren werden? Ist es überhaupt erstrebenswert, das zu verhindern?

Chantal Toker-Bieri: Da mach ich mir keine Sorgen. Die beiden Quartiere weisen einen interessanten kulturellen Mix auf. Und es gibt in Lenzburg durchaus auch noch Raum für neues Gedankengut. Ein sehr gelungenes Projekt ist Transformator “Kunst im Quartier” der Kulturkommission, welches die neuen Quartiere den Lenzburgern etwas näher bringt.

Was fehlt Ihnen am meisten in der Stadt Lenzburg?

Wenn mir etwas fehlt, setze ich mich in den Zug, oder auf`s Fahrrad… Aber ja: Ein schöner Lebensmittelladen in der Altstadt, ein Bistro am Aabach mit live-Musik, ein Stadtpark im Erlengut, ein ausgebautes Velo-Netz…das wär schon nett. Ideen hab ich noch viele.

Ist es für Lenzburg wichtig, dass die Stadt mit Irène Kälin (Grüne) erstmals seit Ulrich Siegrist (SVP) wieder einen eigenen Nationalrat hat? (Warum?)

Mir persönlich gefällt`s, und mit Irène Kälin kommt erst noch eine junge Frau!

Wo würden Sie im städtischen Budget den Sparhebel ansetzen?

Ich gehöre sicher nicht zu den “sparwütigen”, aber die Rechnung muss am Ende des Jahres aufgehen. Und sonst, wie jetzt im Fall Lenzburg, muss man entweder mehr Einnahmen generieren oder weniger ausgeben. Ich denke, dass wir im digitalen Zeitalter durchaus noch Potenzial haben, die Effizient in der Verwaltung zu erhöhen. Das ist ein relativ schmerzfreier und effektiver Weg Geld einzusparen.

Der Einwohnerrat hat es abgelehnt, neue Stellen zu schaffen für den Aufbau der familien- und schulergänzenden Kinderbetreuung sowie für die Betreuung und Integration von Asylsuchenden. Was sagen Sie dazu?

Ich setze mich seit Jahren in diversen Projekten ehrenamtlich für Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein, und bin sehr froh darüber, dass Lenzburg nun ein Kinderbetreuungsreglement hat. Aus meiner Sicht ist es effiziente,r wenn die Projektleitung von jemandem übernommen wird der die Abläufe und Schnittstellen unserer Verwaltung bereits kennt.

Die zusätzliche Stelle im Bereich Sozialamt war unbestritten, der Stadtrat ist nun aufgefordert, die Stellenprozente intern zu verschieben.

Remo Keller (30), SP (bisher), Dipl. Steuerexperte

Wie kann Lenzburg verhindern, dass die zwei neuen Stadtteile „Widmi“ und „Im Lenz“ nicht zu Schlafquartieren werden? Ist es überhaupt erstrebenswert, das zu verhindern?

Remo Keller: Aus meiner Sicht ist es erstrebenswert, die Neuzuzüger in Lenzburg zu integrieren. Mit unserem vielfältigen Vereinsleben und unseren gelebten Traditionen passiert dies fast automatisch. Wichtig sind aber auch bauliche Verbesserungen (beispielsweise die optimierte Verbindung im Lenz über die Marktmatten in die Altstadt).

Was fehlt Ihnen am meisten in der Stadt Lenzburg?

Unsere liebenswerte Kleinstadt bietet ein reichhaltiges Angebot in den Bereichen Bildung, Kultur, Gastronomie und Kleingewerbe (inkl. vielfältiger Schweizer Handwerkskunst). Die Traditionen und Bräuche werden überdurchschnittlich gelebt und gepflegt.

Ist es für Lenzburg wichtig, dass die Stadt mit Irène Kälin (Grüne) erstmals seit Ulrich Siegrist (SVP) wieder einen eigenen Nationalrat hat? (Warum?)

Ja, es ist sehr erfreulich, dass Lenzburg wieder im Nationalrat vertreten ist. Einerseits bietet dies eine weitere Plattform, um Lenzburg zu präsentieren und andererseits schafft dies ein Gegengewicht zur gefühlten Übervertretung des Raumes Baden/Wettingen im nationalen Parlament.

Wo würden Sie im städtischen Budget den Sparhebel ansetzen?

Es beunruhigt mich sehr, wie der Kanton spart. Viele Bürger wollen einen guten Service Public, zukunftsweisende Bildungsangebote, ein gutes Angebot an familienergänzender Betreuung und ein tragfähiges soziales Netz. Dafür zahlt der Bürger in Lenzburg auch gerne etwas.

Der Einwohnerrat hat es abgelehnt, neue Stellen zu schaffen für den Aufbau der familien- und schulergänzenden Kinderbetreuung sowie für die Betreuung und Integration von Asylsuchenden. Was sagen Sie dazu?

Eine optimale Betreuung und Integration der Asylsuchenden ist unabdingbar. Aus meiner Sicht ist dieser Entscheid unausgereift und falsch. Wir müssen diese Menschen sobald als möglich integrieren, damit sie auf eigenen Beinen stehen und somit unser Sozialsystem entlasten und nicht belasten.

Phoebe Cueni (20), FDP (neu), Studentin Tourismus

Wie kann Lenzburg verhindern, dass die zwei neuen Stadtteile „Widmi“ und „Im Lenz“ nicht zu Schlafquartieren werden? Ist es überhaupt erstrebenswert, das zu verhindern?

Phoebe Cueni: Es geht nicht nur darum, die Bewohner dieser neuen bewohnten Lebensräume in andere Stadtteile, Geschäfte oder an Lenzburger Anlässe zu bringen, sondern auch umgekehrt: Lenzburger und deren Kultur in den neuen Quartieren zu präsentieren. Die Quartiere „Widmi“ und „Im Lenz“ sollen attraktive Orte zum Verweilen für jedermann sein.

Was fehlt Ihnen am meisten in der Stadt Lenzburg?

Als junge Frau stelle ich fest, dass es in Lenzburg als Regionalzentrum für die Jungen an Ausgangsmöglichkeiten mangelt. Ich finde es schade, dass die Jugendlichen deshalb die Abende am Wochenende häufig nicht in Lenzburg, sondern auswärts verbringen.

Ist es für Lenzburg wichtig, dass die Stadt mit Irène Kälin (Grüne) erstmals seit Ulrich Siegrist (SVP) wieder einen eigenen Nationalrat hat? (Warum?)

Es ist für Lenzburg eine Ehre, wenn eine ihrer Einwohnerinnen im Nationalrat vertreten ist. Grundsätzlich sollte eine Nationalrätin dem Kanton verpflichtet sein, soll sich aber bei wichtigen lokalen Fragen und Themen durchaus dafür in Bern stark machen.

Wo würden Sie im städtischen Budget den Sparhebel ansetzen?

Als politische Neueinsteigerin kann ich nicht mit ausgereiften Ideen kommen. Für mich ist jedoch wichtig, dass ein sinnvolles und ganzheitliches Durchleuchten der gesamten Verwaltung, nicht nur mit dem Blick aufs Sparen, sondern auch auf deren Effizienz und auf die Kombination von beidem vorausgeht.

Der Einwohnerrat hat es abgelehnt, neue Stellen zu schaffen für den Aufbau der familien- und schulergänzenden Kinderbetreuung sowie für die Betreuung und Integration von Asylsuchenden. Was sagen Sie dazu?

Bei neuen Projekten müssen nicht immer zwingend neue Stellen geschaffen werden. Es soll auch einmal versucht werden, bestehendes Potenzial zu nutzen, bevor man Stellen schafft, die möglicherweise gar nicht vollständig ausgelastet werden.

Urs Willener (49), FDP (bisher), Landschaftsgärtner

Wie kann Lenzburg verhindern, dass die zwei neuen Stadtteile „Widmi“ und „Im Lenz“ nicht zu Schlafquartieren werden? Ist es überhaupt erstrebenswert, das zu verhindern?

Urs Willener: Lenzburg muss eine Zentrumsgemeinde bleiben. Dazu gehört eine entsprechende Infrastruktur mit Dienstleistungsbetrieben wie beispielsweise der Berufsschule, der Staatsanwaltschaft, Kantonspolizei, Ärzte etc.. Mit einem guten Standortmarketing kann dies unterstützt werden. So haben auch grössere Wohnquartiere in Lenzburg Platz.

Was fehlt Ihnen am meisten in der Stadt Lenzburg?

Ich bin hier aufgewachsen. Mein Arbeitsplatz ist seit 30 Jahren hier in Lenzburg und ich fühle mich privat und mit meinem Gartenbaugeschäft in Lenzburg gut aufgehoben. Spontan habe ich keine Wünsche.

Ist es für Lenzburg wichtig, dass die Stadt mit Irène Kälin (Grüne) erstmals seit Ulrich Siegrist (SVP) wieder einen eigenen Nationalrat hat? Warum?

Ich denke nicht. Für Lenzburg ist es wichtiger, dass wir in Aarau unsere Volksvertreter in der Regierung stellen können, damit sie sich für die Anliegen der Stadt Lenzburg einsetzen. Das Bundeshaus ist für kommunale Themen zu weit weg.

Wo würden Sie im städtischen Budget den Sparhebel ansetzen?

Die FDP hat eine Motion zur Gesundung des Finanzhaushaltes eingereicht. Dadurch sollen die strukturellen Abläufe der Stadt durchleuchtet und ein Massnahmenpaket erarbeitet werden, um dem Defizit und der weiteren Verschuldung entgegenzuwirken.

Der Einwohnerrat hat es abgelehnt, neue Stellen zu schaffen für den Aufbau der familien- und schulergänzenden Kinderbetreuung sowie für die Betreuung und Integration von Asylsuchenden. Was sagen Sie dazu?

Wenn man vom Chef Soziale Dienste hört: ‹Es hat sich intern niemand für diese Aufgaben und Herausforderungen aufgedrängt›, denke ich, liegt es am Einwohnerrat, Sozialamtsvorsteher und Stadtrat mitzuteilen, dass hier keine Wunschzettel verteilt werden und die Aufgaben mit den vorhandenen Stellenressourcen zu erledigen sind.

Raphael Rudolf (33), BDP (neu), dipl. Betriebstechniker HF

Wie kann Lenzburg verhindern, dass die zwei neuen Stadtteile „Widmi“ und „Im Lenz“ nicht zu Schlafquartieren werden? Ist es überhaupt erstrebenswert, das zu verhindern?

Raphael Rudolf: Ob neue oder alte Stadtteile, spielt grundsätzlich keine Rolle. Wichtig wäre ein zentraler Bereich in jedem Quartier, der eine Durchmischung von Jung und Alt, Familien und Einzelpersonen ermöglicht. Ein Park, ein Spielplatz oder ein Grillplatz, einfach ein Ort der lebt.

Was fehlt Ihnen am meisten in der Stadt Lenzburg?

Mir fehlt Leben in der Altstadt. Lenzburg ist modern und entwickelt sich weiter, das finde ich gut. Dennoch finde ich es bedauerlich, dass die wunderschöne Altstadt an Stellenwert verliert und viele Lokale mehrere Jahre nicht besetzt werden können.

Ist es für Lenzburg wichtig, dass die Stadt mit Irène Kälin (Grüne) erstmals seit Ulrich Siegrist (SVP) wieder einen eigenen Nationalrat hat? (Warum?)

Unabhängig davon, wer oder was mit Lenzburg in Verbindung gebracht wird, leistet damit einen wertvollen Beitrag zum Bekanntheitsgrad der Stadt.

Wo würden Sie im städtischen Budget den Sparhebel ansetzen?

Lenzburg wächst und da gibt es einfach auch Sachzwänge, die nicht beeinflusst werden können. Des Weiteren muss es ein Ziel bleiben, die Verwaltungsprozesse möglichst schlank und effizient zu gestalten. Grundsätzlich ist immer wieder eine Überprüfung und Wertung vorzunehmen bezüglich Umsetzungsvorhaben.

Der Einwohnerrat hat es abgelehnt, neue Stellen zu schaffen für den Aufbau der familien- und schulergänzenden Kinderbetreuung sowie für die Betreuung und Integration von Asylsuchenden. Was sagen Sie dazu?

Die Neuschaffung von Stellen muss grundsätzlich kritisch hinterfragt werden. Dennoch braucht es neue Ideen und Ansätze, um die familien- und schulergänzende Kinderbetreuung sowie die Betreuung und Integration von Asylsuchenden zukünftig ausbauen zu können. Denn das wird die Zukunft sein.

Annette Sikyr 42, (SP), Gerichtsschreiberin

Wie kann Lenzburg verhindern, dass die zwei neuen Stadtteile „Widmi“ und „Im Lenz“ nicht zu Schlafquartieren werden? Ist es überhaupt erstrebenswert, das zu verhindern?

Annette Sikyr: Quartiere, in denen es lebt, sind eine Bereicherung für Lenzburg. Die Stadt kann die nötigen Rahmenbedingungen zur Verfügung stellen für neue Läden, Restaurants und Orte, wo man sich trifft. Ein Projekt wie “Transformator“ der Kulturkommission beispielsweise bezweckt, dass Alteingesessene und Neuzuzüger miteinander ins Gespräch kommen.

Was fehlt Ihnen am meisten in der Stadt Lenzburg?

Ich schätze die hohe Lebensqualität von Lenzburg mit seinem breiten kulturellen Angebot, den verschiedenen Restaurants, der guten Verkehrsanbindung und dem vielen Grün. Was fehlt, ist eine elegante Lösung für den motorisierten Durchgangsverkehr.

Ist es für Lenzburg wichtig, dass die Stadt mit Irène Kälin (Grüne) erstmals seit Ulrich Siegrist (SVP) wieder einen eigenen Nationalrat hat? (Warum?)

Ja. Über zentrale politische Themen wie Verkehr, Soziales oder Asylwesen wird in Bern entschieden, umgesetzt werden diese Themen jedoch von den Gemeinden. Um als Stadt auf Bundesebene Einfluss nehmen zu können, ist es wichtig, dass Lenzburg in Bern mit einer eigenen Nationalrätin eine Stimme erhält.

Wo würden Sie im städtischen Budget den Sparhebel ansetzen?

Angesichts der steigenden Einwohnerzahlen ist es wohl schwierig, im städtischen Budget den Sparhebel anzusetzen. Grundsätzlich verfügt Lenzburg über eine solide Finanzpolitik.

Der Einwohnerrat hat es abgelehnt, neue Stellen zu schaffen für den Aufbau der familien- und schulergänzenden Kinderbetreuung sowie für die Betreuung und Integration von Asylsuchenden. Was sagen Sie dazu?

Für die wichtige familien- und schulergänzende Kinderbetreuung wird ein neues Subventionierungssystem eingeführt. Wenn für eine kompetente und effiziente Einführung des neuen Systems eine befristete Projektstelle die optimale Lösung darstellt, ist es bedauerlich, dass diese abgelehnt wurde.

Marcel Spörri (58), EVP (bisher), Bankkundenberater

Wie kann Lenzburg verhindern, dass die zwei neuen Stadtteile „Widmi“ und „Im Lenz“ nicht zu Schlafquartieren werden? (Ist es überhaupt erstrebenswert, das zu verhindern?)

Marcel Spörri: Reine Schlafquartiere sind für eine Stadt nie gut. Ein aktiver Quartierverein ist das beste Mittel, das zu verhindern. Von Seiten der Stadt sind gute Langsamverbindungen (Fuss, Velo, Kickboard) in der ganzen Stadt, aber vor allem von und zu den Quartieren zu erstellen und bekannt zu machen. Es braucht nicht neue Strassen, wie z.B. Spange Süd, sondern direkte und sichere Fuss- und Veloverbindungswege.

Was fehlt Ihnen am meisten in der Stadt Lenzburg?

Die Lebensqualität in Lenzburg ist bereits sehr hoch. Am meisten vermisse ich ein Konzept für ein sicheres und direktes Fuss- und Veloverbindungsnetz sowie dessen Umsetzung.

Ist es für Lenzburg wichtig, dass die Stadt mit Irène Kälin (Grüne) erstmals seit Ulrich Siegrist (SVP) wieder einen eigenen Nationalrat hat? (Warum?)

Es ist zuerst einmal eine Ehre. Ob es wichtig sein wird, hängt vom Einsatz von Irène Kälin für die Bedürfnisse von Lenzburg ab. Ich denke hier in erster Linie an die leidige Bahnhofsgeschichte. Daran werde ich sie messen.

Wo würden Sie im städtischen Budget den Sparhebel ansetzen?

Im aktuellen Budget wurde mit der Plafonierung der Stellen ein Zeichen gesetzt. Für Weiteres warte ich die Resultate der FDP Motion ab, die die notwendigen Grundlagen für eine seriöse Diskussion liefern wird. Im Übrigen entsteht die Lebensqualität nicht mit Sparen um jeden Preis, sondern mit Visionen, die selbstverständlich in den finanziellen Rahmen passen müssen. Aber daraus entstehende vorübergehende Verschuldungen sind deshalb nicht per se schlecht.

Der Einwohnerrat hat es abgelehnt, neue Stellen zu schaffen für den Aufbau der familien- und schulergänzenden Kinderbetreuung sowie für die Betreuung und Integration von Asylsuchenden. Was sagen Sie dazu?

Mit der Ablehnung der befristeten 60 Prozent-Projektstelle für den Aufbau der familien- und schulergänzenden Kinderbetreuung hat der Stadtrat eine Knacknuss zu lösen. Ich bin gespannt, wie er das lösen wird. Als viel schwerwiegender sehe ich aber die Ablehnung der 50-Prozent-Stelle für die Betreuung und Integration von Asylsuchenden. Diese Stelle hätte die Stadt Lenzburg finanziell praktisch nicht belastet, wäre also aus Spargründen kein Ablehnungsgrund gewesen. In spätestens sieben Jahren hingegen werden, wie in der Debatte erwähnt, höhere Kosten auf die Stadt zukommen. Schade finde ich es vor allem deshalb, weil der Stadtrat jetzt nicht verpflichtet ist, diese 50-Prozent-Stelle zu schaffen, im Gegensatz zur 60-Prozent-Projektstelle.

Christoph Nyfeler (34) FDP, Unternehmer

Christoph Nyfeler

Christoph Nyfeler

Wie kann Lenzburg verhindern, dass die zwei neuen Stadtteile «Widmi» und «Im Lenz» nicht zu Schlafquartieren werden? Ist es überhaupt erstrebenswert, das zu verhindern?

«Wir müssen Schlafquartiere verhindern. Lenzburg braucht einen attraktiven Mix aus innovativem Gewerbe, Kultur, Events, Gastronomie und Leben in der Altstadt.»

Was fehlt Ihnen am meisten in der Stadt Lenzburg?

«Lenzburg braucht eine Vision, wieso Lenzburg lebenswert ist und bleibt – was Lenzburg repräsentiert. Und es braucht klare Massnahmen zur Umsetzung.»

Ist es für Lenzburg wichtig, dass die Stadt mit Irène Kälin (Grüne) erstmals seit Ulrich Siegrist (SVP) wieder einen eigenen Nationalrat hat?

«Ich erachte die Aufgabe eines National- oder Ständerates mehr überregional. Die Qualifikation der Person steht dabei im Zentrum, nicht ihre aktuell örtliche Herkunft.»

Wo würden Sie im städtischen Budget den Sparhebel ansetzen?

«Ich glaube die Stadt Lenzburg verfügt über ein effizientes und straffes Budget. Zusätzliche Einnahmen und Budgetüberschuss würde ich für Bildung und Kinderbetreuung, sowie Infrastruktur einsetzen.»

Der Einwohnerrat hat es abgelehnt neue Stellen zu schaffen für den Aufbau der familien- und schulergänzenden Kinderbetreuung sowie für die Betreuung und Integration von Asylsuchenden. Was sagen Sie dazu?

«Die ganzheitliche Betreuungsmöglichkeit für Kinder erachte ich als absolute Priorität und ein MUST für die Weiterentwicklung einer familienfreundlichen Stadt. Jedoch muss Geld für die Betreuung selber zur Verfügung stehen und nicht für unnötige und teure Projektleiterstellen.»

Brigitte Vogel (48) SVP, Gartenbau-Ingenieurin

Brigitte Vogel

Brigitte Vogel

Wie kann Lenzburg verhindern, dass die zwei neuen Stadtteile «Widmi» und «Im Lenz» nicht zu Schlafquartieren werden? Ist es überhaupt erstrebenswert, das zu verhindern?

«Es braucht Zeit für eine Entwicklung und man darf nicht in Aktionitis verfallen. Gewisse Veranstaltungen in diese Quartiere verlegen ist sicher ok. ‹Im Lenz› mit der Nähe zum Bahnhof ist stärker betroffen als die ‹Widmi›. Manchmal wird genau diese Ruhe auch gewünscht.»

Was fehlt Ihnen am meisten in der Stadt Lenzburg?

«Materiell eigentlich gar nichts – wir jammern gerne auf einem hohen Niveau. Das Engagement von uns allen in Kultur, Sport und Politik garantiert ein spannendes Leben in Lenzburg – da haben wir noch Potenzial für mehr Lebensqualität.»

Ist es für Lenzburg wichtig, dass die Stadt mit Irène Kälin (Grüne) erstmals seit Ulrich Siegrist (SVP) wieder einen eigenen Nationalrat hat?

«Bundesbern ist ja sooooooo weit weg, auch wenn das Berner Wappen am Schloss prangt. Für Lenzburg ist es wichtiger, dass sich die Grossratsmitglieder in Aarau für unsere Belange als Kleinstadt mit Zentrumsfunktion einbringen.»

Wo würden Sie im städtischen Budget den Sparhebel ansetzen?

«Alle Leistungen müssen überprüft werden und gewisse Abstriche sind unausweichlich. Jeder von uns ist betroffen und die Selbstverantwortung muss wieder verstärkt gelebt werden; mit der Gefahr, die Komfortzone leicht zu schmälern.»

Der Einwohnerrat hat es abgelehnt neue Stellen zu schaffen für den Aufbau der familien- und schulergänzenden Kinderbetreuung sowie für die Betreuung und Integration von Asylsuchenden. Was sagen Sie dazu?

«Der Stellenplan wurde auf dem Stand 2017 ‹eingefroren› und der Auftrag erteilt, mit den aktuellen Personalressourcen die Projekte zu starten. Das Budget zwingt uns manchmal auch zu unbeliebten Massnahmen. Die Steuern entwickeln sich, entgegen dem Wunsch vieler, trotz Neuzuzüge nicht so optimal.»

Tobias Ammann, (38), FDP, Kommunikationsfachmann

Tobias Ammann, aktueller GPFK-Präsident, (38), FDP, will wieder in den Einwohnerrat. Wahlen 2017

Tobias Ammann, aktueller GPFK-Präsident, (38), FDP, will wieder in den Einwohnerrat. Wahlen 2017

Wie kann Lenzburg verhindern, dass die zwei neuen Stadtteile „Widmi“ und „Im Lenz“ nicht zu Schlafquartieren werden? Ist es überhaupt erstrebenswert, das zu verhindern?

Tobias Ammann: Die Stadt hat nur einen beschränkten Einfluss darauf, wo ihre Bevölkerung deren Lebensmittelpunkt definiert. Ein ansprechendes Freizeitangebot sowie das Vorhandensein von attraktiven Arbeitsplätzen können es aber zu Gunsten von Lenzburg positiv beeinflussen.

Was fehlt Ihnen am meisten in der Stadt Lenzburg?

Lenzburg ist eine lebenswerte Stadt, sodass mir eigentlich nichts wirklich fehlt. Innovative Ideen, die das bestehende Angebot weiter bereichern, sind natürlich herzlich willkommen. Diese müssen wir zulassen und mit bestmöglichen Rahmenbedingungen fördern.

Ist es für Lenzburg wichtig, dass die Stadt mit Irène Kälin (Grüne) erstmals seit Ulrich Siegrist (SVP) wieder einen eigenen Nationalrat hat? Warum?

Es ist für die Stadt Lenzburg sicher eine Ehre, wieder einmal eine Nationalrätin aus ihren Reihen stellen zu dürfen.

Wo würden sie im städtischen Budget den Sparhebel ansetzen?

Die FDP-Fraktion hat im Einwohnerrat kürzlich eine Motion eingereicht, welche auch Grundlagedaten für diesbezügliche Überlegungen fordert. Den Sparhebel willkürlich, ohne eine fundierte Auslegeordnung anzusetzen, finde ich leichtfertig und führt zu unkoordinierten Einzelmassnahmen.

Der Einwohnerrat hat es abgelehnt neue Stellen zu schaffen für den Aufbau der familien- und schulergänzenden Kinderbetreuung sowie für die Betreuung und Integration von Asylsuchenden. Was sagen Sie dazu?

Der Aufbau der familien- und schulergänzenden Kinderbetreuung muss mit den bestehenden Ressourcen in den dafür zuständigen Abteilungen bewältigt werden können. Zur besseren Integration von Asylsuchenden wäre die vorgesehene, beinahe kostenneutrale Stelle nach verschiedenen Gesichtspunkten dienlich gewesen.

Silja Kleiner (24), SP, Kauffrau

    

Wie kann Lenzburg verhindern, dass die zwei neuen Stadtteile „Widmi“ und „Im Lenz“ nicht zu Schlafquartieren werden? Ist es überhaupt erstrebenswert, das zu verhindern?

Silja Kleiner: Es ist sicher, dass die neuen „Stadtteile“ ins aktive Leben von Lenzburg einbezogen bzw. Lenzburg auch in die neuen „Stadtteile“ rausgeht. Stadtführungen könnten beispielsweise in die neuen Stadtteile führen oder man bindet diese aktiv in die Neuzuzügeranlässe ein. Allerdings ist diese Art von Integration immer auch davon abhängig, ob es von den BewohnerInnen tatsächlich gewünscht wird.

Was fehlt Ihnen am meisten in der Stadt Lenzburg?

Wir alle lieben unser Lenzburg, so wie es ist. Jedoch fehlt es an Ausgangsmöglichkeiten für Junge. Es dürfte mehr Bars wie zum Beispiel das "Leopold" in der Altstadt geben. Orte, wo man sich trifft und im Sommer abends lange draussen sitzen kann. Somit könnte auch der Grundstein dafür gelegt werden, dass sich wieder mehr Leute in der Altstadt aufhalten und somit die Umsätze in den Geschäften gesteigert werden.

Ist es für Lenzburg wichtig, dass die Stadt mit Irène Kälin (Grüne) erstmals seit Ulrich Siegrist (SVP) wieder einen eigenen Nationalrat hat? Warum?

Das ist mit Sicherheit sehr wertvoll für die Stadt Lenzburg und wir können stolz darauf sein, dass Irène Kälin Lenzburg im Nationalrat vertritt und es nach Ulrich Siegrist auch eine Frau geschafft hat - und dann noch eine Linkgesinnte. :-) Es ist wichtig für Lenzburg, da wir so politische Zeichen setzen können.

Wo würden sie im städtischen Budget den Sparhebel ansetzen?

Es gibt Investitionen, die sind für eine Stadt wie Lenzburg zwingend und wichtig, um die gewünschte Attraktivität zu erhalten. Dabei denke ich aktuell an den Bahnhofplatz und die ganze Umgebung. Der Einwohnerrat hat die Möglichkeit, bei einzelnen Investitionen ihre Notwendigkeit zu prüfen und zu intervenieren. Ich denke, da gibt es allenfalls ein Potenzial. Im Grossen und Ganzen denke ich aber, die Stadt geht – so weit beeinflussbar - haushälterisch mit ihren finanziellen Möglichkeiten um. 

Alexandre Mai (28), CVP, Student

     

Wie kann Lenzburg verhindern, dass die zwei neuen Stadtteile „Widmi“ und „Im Lenz“ nicht zu Schlafquartieren werden? Ist es überhaupt erstrebenswert, das zu verhindern?

Alexandre Mai: Das Naherholungsgebiet in und um Lenzburg ist sehr vielfältig. Deshalb ist es wichtig, diesen zu erhalten oder gar auszubauen. Für Zuzügerinnen und Zuzüger muss Lenzburg nicht Liebe auf den ersten Blick sein. Man muss es ihnen nur «gluschtig» machen, die Stadt näher kennenzulernen.

Was fehlt Ihnen am meisten in der Stadt Lenzburg?

Nur wenige Quartiere in Lenzburg sind an schnelles Glasfasernetz angeschlossen, also symmetrische Gigabit-Leitungen. Zwar ist die Nachfrage momentan eher gering, aber der Bedarf wird in den kommenden Jahren aufgrund der Streaming-Angebote in stets höherer Qualität sicherlich steigen.

Ist es für Lenzburg wichtig, dass die Stadt mit Irène Kälin (Grüne) erstmals seit Ulrich Siegrist (SVP) wieder einen eigenen Nationalrat hat? Warum?

Das ist davon abhängig, wie sehr diese Personen mit Lenzburg verwurzelt sind. Ich nehme an, dass diejenigen, die hier aufgewachsen oder lange gelebt haben, dann durchaus das Wohlergehen von mittelgrossen Städten wie Lenzburg am Herzen liegt und solche Anliegen auf Bundesebene miteinfliessen lassen.

Wo würden sie im städtischen Budget den Sparhebel ansetzen?

Beim Ferienhaus Samedan. Leider lässt es sich nicht mehr rentabel betreiben, und das weiss man schon seit Jahren. Wir müssen endlich ernsthaft darüber diskutieren und nach Lösungen suchen, und der Verkauf darf kein Tabuthema sein.

Welche Person macht Ihnen in Lenzburg am meisten Eindruck?

Ich möchte da nicht eine bestimmte Person rühmen, sondern bin von allen beeindruckt, die sich mit Herzblut für das Wohlergehen der Einwohnerinnen und Einwohner von Lenzburg einsetzen und eingesetzt haben.

Martin Geissmann (46), GLP, Leiter Recruting / Betriebsökonom FH

Wie kann Lenzburg verhindern, dass die zwei neuen Stadtteile „Widmi“ und „Im Lenz“ nicht zu Schlafquartieren werden?

Diese Quartiere sind zentral gelegen und ich bin sicher, dass sich deren Bewohner aktiv einbringen werden. Eine gute Anbindung an die Stadt mit ÖV, dem Velo oder zu Fuss ist eine wichtige Voraussetzung dafür. Wohnen, Gewerbe, Grünraum, Kultur und Gastronomie für verschiedene Generationen sollen in den neuen Quartieren aktiv erlebt und gelebt werden.

Was fehlt Ihnen am meisten in der Stadt Lenzburg?

Es fehlt in den letzten Jahren an der richtigen Prioritätensetzung durch die Politik. Lenzburg muss für die Bevölkerung und für Firmen ein attraktiver Wohn- und Arbeitsort bleiben. Die Infrastruktur (bsp. Bildung, genügend Plätze in der Tagesstruktur, Velowege, Grünraum, Spielplätze) muss der Treiber für Wachstum sein und nicht ‚wie bringe ich 12‘000 Menschen unter und wo baue ich neue Strassen.

Ist es für Lenzburg wichtig, dass die Stadt mit Irène Kälin (Grüne) erstmals seit Ulrich Siegrist (SVP) wieder einen eigenen Nationalrat hat?

Nein. In Bern geht es um Bundespolitik und da zählen andere Werte, Kompetenzen und Inhalte. Ich wünsche Ihr aber viel Erfolg für ihre neue Aufgabe als Nationalrätin.

Wo würden sie im städtischen Budget den Sparhebel ansetzen?

Es braucht eine funktionierende Infrastruktur aber die Steuergelder sollten mehr für Menschen (Bildung, Tagesstrukturen, Soziale Dienste, Schulwegsicherheit) und für die Natur und weniger für neue Strassen und zum Teil nicht notwendige Sanierungen ausgegeben werden. Auch in der Verwaltung sehe ich Einsparungspotenzial durch Effizienzsteigerung und Digitalisierung.

Der Einwohnerrat hat es abgelehnt neue Stellen zu schaffen für den Aufbau der familien- und schulergänzenden Kinderbetreuung sowie für die Betreuung und Integration von Asylsuchenden. Was sagen Sie dazu?

Der SR hat dem ER ein Budget mit einem Verlust aus der betrieblichen Tätigkeit von fast 1,5 Mio. Franken vorgelegt. Der ER hat in der Debatte klar darauf hingewiesen, dass die Kinderbetreuung und auch das Asylwesen unbedingt genügend Ressourcen erhalten sollen. Mit Blick auf die steigenden Schulden jedoch ohne Ausbau. Der SR hat jetzt die Chance, den Stellenplan zu optimieren.

Philippe Minnig (28, FDP), Master of Law

Wie kann Lenzburg verhindern, dass die zwei neuen Stadtteile „Widmi“ und „Im Lenz“ nicht zu Schlafquartieren werden?

Es ist sehr erstrebenswert, die Entstehung von reinen Schlafquartieren proaktiv zu verhindern; dies trägt dazu bei, die Lebensqualität in der „Widmi“ und im „Im Lenz“ nachhaltig zu steigern und so beide Quartiere für alle Lenzburger attraktiver zu gestalten.

Was fehlt Ihnen am meisten in der Stadt Lenzburg?

Wir „beklagen“ uns zum Glück auf einem hohen Niveau, da es der Stadt Lenzburg nicht an Existentiellem fehlt. Hätte ich drei Wünsche offen, würde ich mir mehr Leben in der Altstadt, eine Entschärfung der angespannten Verkehrssituation und einen schnelleren Ausbau des Bahnhofs wünschen.

Ist es für Lenzburg wichtig, dass die Stadt mit Irène Kälin (Grüne) erstmals seit Ulrich Siegrist (SVP) wieder einen eigenen Nationalrat hat?

Eine Vertretung in der Legislative auf Bundesebene zu erhalten, ist für die Stadt Lenzburg sicher erfreulich, unabhängig davon, welcher Partei Frau Kälin angehört. Ich wünsche ihr viel Erfolg mit dem neuen Mandat!

Wo würden sie im städtischen Budget den Sparhebel ansetzen?

Am 28. September hat die FDP die Motion „Gesundung des Finanzhaushaltes der Stadt Lenzburg“ eingereicht. Die strukturellen Probleme in der Stadtverwaltung müssen dringend gelöst werden, deswegen fordern wir eine strukturierte Analyse aller Dienstleistungen, Prozesse und der Organisation.

Welche Person macht Ihnen in Lenzburg am meisten Eindruck?

Theo Kromer. Er verkörpert meines Erachtens das Bild des Vollblut-Unternehmers. Er ist erfolgreicher Patron in einer schwierigen Branche, hat den Wandel der letzten Jahre mit Bravour bewältigt und bietet dank seinem zukunftsgerichteten Denken weiterhin über 100 Personen ein Einkommen. 

Julia Mosimann (20), SP, Studentin

Wie kann Lenzburg verhindern, dass die zwei neuen Stadtteile „Widmi“ und „Im Lenz“ nicht zu Schlafquartieren werden?

Ich finde es wichtig, dass die beiden neuen Stadtteile gut integriert werden. Quartieranlässe sind eine gute Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen. Wichtig ist auch, dass die Neuzuzüger über das kulturelle Angebot von Lenzburg informiert sind. Sicherlich ist aber auch der Wille der Bewohner in den jeweiligen Quartieren nötig, etwas dazu beizutragen.

Was fehlt Ihnen am meisten in der Stadt Lenzburg?

Mir fehlt das Himmelrych in der Lenzburger Altstadt. Das war ein toller Laden mit einem breiten Angebot für Geschenke und kleine Mitbringsel.

Ist es für Lenzburg wichtig, dass die Stadt mit Irène Kälin (Grüne) erstmals seit Ulrich Siegrist (SVP) wieder einen eigenen Nationalrat hat?

Für das Image von Lenzburg ist es sicher nicht schlecht, mit einer jungen Frau im Nationalrat vertreten zu sein.

Wo würden sie im städtischen Budget den Sparhebel ansetzen?

Es wird jetzt schon sorgfältig mit den Finanzen umgegangen. Wichtig finde ich, dass man bei der Bildung keine massiven Einsparungen macht.

Welche Person macht Ihnen in Lenzburg am meisten Eindruck?

Ich finde es toll, was Stefanie Gehrig alias Fräulein Rosarot auf die Beine gestellt hat. Sie ist eine junge und innovative Frau, welche sich mit ihrem eigenen Geschäft in der Rathausgasse bestens platziert hat und originelle Produkte anbietet.

Beatrice Taubert (47), SP, Innenarchitektin

Wie kann Lenzburg verhindern, dass die zwei neuen Stadtteile „Widmi“ und „Im Lenz“ nicht zu Schlafquartieren werden?

Mit den neuen Parks ist bereits der erste Schritt getan. Lenzburger nutzen sie genauso wie NeuzuzügerInnen. Weiter gilt es, die neuen Stadtbewohner von unserem vielfältigen Kultur- und Sportangebot zu begeistern. Wertvoll sind auch die laufenden Vernetzungsanlässe alter und neuer Quartiere.

Was fehlt Ihnen am meisten in der Stadt Lenzburg?

In Lenzburg finde ich sehr viel, um glücklich zu sein. Als Schwimmerin und Naturverbundene fehlt mir der See! Und weitere innovative Lädeli-Ideen für die Altstadt, doch sie werden kommen...

Ist es für Lenzburg wichtig, dass die Stadt mit Irène Kälin (Grüne) erstmals seit Ulrich Siegrist (SVP) wieder einen eigenen Nationalrat hat?

Unbedingt! Die Gemeinden sind in ihrer Handlungsfähigkeit auf eidgenössische und kantonale Entscheide angewiesen, umso wichtiger ist es, als Stadt oder Region in kantonalen und nationalen Gremien vertreten zu sein.

Wo würden sie im städtischen Budget den Sparhebel ansetzen?

Lenzburg geht haushälterisch mit finanziellen Ressourcen um und musste noch nie auf Sparprogramme zurückgreifen. Ich bin gegen die „Totsparmentalität“, schliesslich bekommt Lenzburg für die meisten Ausgaben Lebensqualität zurück.

Der Einwohnerrat hat es abgelehnt neue Stellen zu schaffen für den Aufbau der familien- und schulergänzenden Kinderbetreuung sowie für die Betreuung und Integration von Asylsuchenden. Was sagen Sie dazu?

Ein Desaster! Auf Vorrat zu sparen und erst noch bei Bildung und Sozialem, das geht gar nicht. In den letzten Jahren ist in diesen Bereichen in Lenzburg viel aufgebaut worden, u. a. mit vielen Freiwilligen mit Herzblut. Ein Jammer, wenn es nun zu einem Leistungsabbau kommt.