Lenzburg
Früher wurden Hochstammbäume bekämpft, heute werden sie gefördert

In der Stadt Lenzburg ist die Anzahl der Feldobstbäume innert 50 Jahren um 97 Prozent zurückgegangen. Waren es 1951 noch über 15000, so waren es bei der letzten Erhebung im Jahr 2001 noch 469 Bäume.

Dominic Kobelt
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Auf der Exkusrion wurden neben der Hochstamm-Förderung auch Themen wie Naturschutz im Wald diskutiert

Auf der Exkusrion wurden neben der Hochstamm-Förderung auch Themen wie Naturschutz im Wald diskutiert

Dominic Kobelt

Diesen Trend möchte die Natur- und Heimatschutzkommission der Stadt Lenzburg umkehren: Sie hat ein Förderprogramm für Hochstammbäume ins Leben gerufen.

Die Landschaftskommission der Repla Lenzburg-Seetal hat zur Exkursion eingeladen - Thema war unter anderem das Förderprogramm. Für den starken Rückgang an Hochstammbäumen gebe es drei Gründe, sagte Markus Dietiker vom Forstdienst Lenzia: «Die Feldobstbäume der Hero wurden entfernt, die Landwirtschaft intensiviert, und eine Zeit lang wurde das Ausreissen der Feldobstbäume subventioniert.»

Das Ziel des Förderprogramms: Rund 1000 neue Hochstammbäume in den nächsten 10 Jahren. Auf der Exkursion wurden auch Massnahmen zur Förderung von Amphibien, Naturschutz im Wald oder die Feldhasenförderung diskutiert.