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«Freizeitverführer» macht das Seetal allen Seetalern bekannt

Das Seetal ist schön, und selbst viele Einheimische kennen nicht alle Vorzüge. Aus diesem Grund lanciert Seetaltourismus neu einen «Freizeitverführer», der sich explizit an die Einheimischen richtet.

Fritz Thut
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Zielpublikum sind in erster Linie Gemeinden und Firmen, die die Broschüre samt den 30 Aktionsbons an Neuzuzüger, Jungbürger, Mitarbeiter oder Kunden abgeben können. Der «Freizeitverführer» kann jedoch auch direkt bei den Büros von Seetaltourismus in Lenzburg oder von «aarau info» in Aarau bezogen werden. Der Einzelpreis beträgt 10 Franken; der Wert der zeitlich nicht befristeten Vergünstigungen ein Mehrfaches.

Gästekarte erhält eine Schwester

Die Einführung einer Gästekarte, die Touristen im Seetal eine Fülle von Vergünstigungen bietet, ist das augenfälligste Ergebnis der ersten Periode der Unterstützung von Seetaltourismus durch Gelder der Neuen Regionalpolitik (NRP). Mit diesen projektbezogenen Beiträgen von Bund und Kantonen konnte die Tourismusorganisation in den letzten vier Jahren einen veritablen Sprung nach vorne machen und die Gäste animieren, länger in der Region zu verweilen, wie Seetaltourismus-Präsident René Bossard gestern an einer Medienorientierung im Arbeiterstrandbad Tennwil ausführte.

Gästekarte erhält eine Schwester

Bei der Auswertung des NRP-Zeitraums 2008–11 erhielten die drei Projekte von Seetaltourismus durch die Prüfer des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) sehr gute Noten. Die Gästekarte, in deren Lancierung vor allem Fabienne Vollenweider als Leiterin des neu etablierten Tourismusbüros Lenzburg-Seetal am Lenzburger Kronenplatz viel Energie und Herzblut steckte, erfuhr in diesem Frühjahr einen Quantensprung, als man das Wirkungsgebiet auf die Region Aarau ausdehnen konnte und damit den Seetaler Touristen beispielsweise einen günstigeren Eintritt ins Kunsthaus Aarau ermöglicht.

Nun bekommt die Gästekarte eine Zwillingsschwester. Die leicht modifizierte Broschüre «richtet sich bewusst an die einheimische Bevölkerung», so Bossard. Man ermögliche so den Einwohnern, «ihre Region besser kennenzulernen».

«Wir wollen», so der Seetaltourismus-Präsident, «das Seetal allen Seetalern bekannt machen.» Entsprechender Nachholbedarf wird über die Kantonsgrenze hinaus geortet, denn während für die Touristiker nicht zuletzt dank dem NRP-Projekt keine Unterschiede zwischen Aargauer und Luzerner Anbietern mehr bestehen, gäbe es viele Luzerner Seetaler, die beispielsweise noch nie auf Schloss Lenzburg waren und umgekehrt viele Aargauer das Schloss Heidegg kaum kennen.

Mit der Abgabe von entsprechenden Broschüren wolle man Neuzuzüger «auf das kaum bekannte Freizeitangebot vor der Haustüre aufmerksam machen», führte Ruth Spielhofer, Gemeindepräsidentin im luzernischen Römerswil, aus.

Erste Gemeinden machen mit

Und auch die Gemeinde Meisterschwanden hat bereits einen Posten «Freizeitverführer» für die zahlreichen Zuzüger bestellt: «In den ersten Monaten hier sind viele Leute unsicher und wissen gar nicht, was in der Region alles geboten wird», so Gemeindeschreiber Michael Grauwiler.