Niederlenz
Freizeitanlage kostet Niederlenz wenig

Der Gemeinderat hat zwei Geschäfte, die er am 24. Februar zur Abstimmung bringt: der Verkauf von Gemeindeland im Gebiet oberer Steinler und der Beitritt zum Verein Hammerpark Lenzburg/Niederlenz.

barbara Vogt (Text und fotos)
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Für den «Hammerpark» gibts eine Infotafel mit den Freizeitaktivitäten.

Für den «Hammerpark» gibts eine Infotafel mit den Freizeitaktivitäten.

Die Einwohnergemeinde besitzt an der Mörikerstrasse und am Zwingsteinweg eine über 4000 Quadratmeter grosse Baulandparzelle. In den letzten Jahren kam die Veräusserung dieser Parzelle immer wieder zur Sprache. Jetzt will die Behörde das Gebiet überbauen lassen. Gemeindeammann Maurice Humard ist sich zwar bewusst, dass Land bald einmal Mangelware wird. Er weiss aber auch, dass es in seiner Wohngemeinde nur wenige Mietwohnungen gibt. «Verkaufen wir das Land, schaffen wir mehr Wohnraum.»

Bauland bringt über eine Million

Zwei Käufer haben Interesse an der erschlossenen Parzelle: die HIG Immobilien Anlage Stiftung aus Olten sowie das Baugeschäft J. Realini aus Schinznach-Dorf. Beide Unternehmen sind bereit, 250 Franken pro Quadratmeter zu bezahlen. Der Landverkauf würde der Gemeinde also 1,167 Millionen Franken in die Kasse spülen. Für Humard ein schönes Sümmchen. «Neue Steuerzahler sind uns ebenso wichtig.»

Der Gemeinderat will, dass die Gemeindeversammlung einen Grundsatzentscheid fällt, ob das Bauland überhaupt verkauft werden soll oder nicht. Wenn ja, entscheidet sie auch darüber, welches der interessierten Unternehmer den Zuschlag erhält. Ausserdem sollen die Stimmberechtigten dem Gemeinderat den Auftrag für die Ausarbeitung eines Kaufvertrags erteilen.

Neben der Kletterhalle Kraftreaktor entsteht der «Hammerpark, eine Freizeitanlage mit einer Skateboard-Bahn, Bike- und Bouldering-Anlage. Der Park, teilweise unter der Autobahn gelegen, führt auch ein Bistro.

Mitte Dezember gegründet

Der Bau und Betrieb des «Hammerparks» soll durch den Verein Hammerpark Lenzburg/Niederlenz geregelt werden. Die Gründung erfolgte Mitte Dezember 2011. Die Gemeindeversammlung Niederlenz stimmt am 24. Februar über Vereinsbeitritt und Statuten ab. Das Land, auf welchem die Anlage zu stehen käme, gehört zu einem Drittel Niederlenz. Die Gemeinde würde die Parzelle unentgeltlich zur Verfügung stellen. «Heute haben wir das Land an Parkplatzbenützer vermietet. Weil es unter der Autobahn liegt, dürfen wir es gar nicht überbauen», sagt Maurice Humard.

Eine Freizeitanlage wünscht sich Niederlenz seit langem. «So günstig wie jetzt kommen wir nicht mehr dazu», so der Gemeindeammann. Firmen aus der Region beteiligen sich am «Hammerpark», der rund eine halbe Million Franken kostet. Für Niederlenz würden sich die Betriebs- und Unterhaltskosten von maximal 15000 Franken niedrig halten. Die Anlage soll ab diesem Herbst Jugendlichen zugänglich sein.