Für die Hauptfigur Vatto hatte das Landschaftstheater auf dem Staufberg ein Happy End. Happy ist nach der Theatersaison auch die Produktionsleitung – obwohl finanziell nicht alles rund lief: Denn «Vatto» ist nur dank der Mithilfe aller Beteiligten sowie einer Defizitgarantie des Kantons nicht in die roten Zahlen gerutscht. «Die Rechnung schliesst mit einer schwarzen Null», sagt Produktionsleiter Markus Moser. «Wir sind mit einem blauen Auge davon gekommen.»

Das Leben schwer gemacht hatte dem «Vatto»-Team vor allem das Wetter, der grösste und gefährlichste Unsicherheitsfaktor jeder Freilichtproduktion. Der kalt-nasse Frühling weckte bis kurz vor der Premiere wenig Lust, Tickets für das Staufner Landschaftstheater zu bestellen. Der Vorverkauf lief entsprechend schleppend.

Schlussendlich stieg mit 3300 Besuchern doch eine stattliche Zahl Theaterfans auf den Staufberg und besuchte eine der zwölf Vorstellungen. Das hoch gesteckte Ziel, mit «Vatto» das Landschaftstheater 2009 über den bekannten Gaunerkönig Bernhart Matter zu überbieten, wurde damit aber nicht erreicht. «Matter» hatte rund 4000 Besucher auf den Staufberg gelockt.

Organisatoren standen auf Bremse

Die Produktionsleitung hatte bereits früh auf den schleppenden Vorverkauf reagiert und noch vor der Premiere den Rotstift angesetzt. «Geld, das für die Produktion nicht zwingend nötig war, wurde zurückbehalten», sagt Markus Moser.

Diese Budgetdisziplin hat ein finanzielles Fiasko für den Verein verhindert. Zu verdanken ist dies auch zusätzlichen Sponsoren sowie dem finanziellen Polster vom «Matter»-Freilichtspiel. Solidarisch zeigt sich auch das «Vatto»-Team: Das Abschlussfest soll trotz angespannter Finanzen bald stattfinden – auch wenn jeder seine Kosten selber berappen müsste.

Markus Moser, der selbst als keltischer Führer auf der Bühne stand, zieht trotz finanzieller Knacknüsse ein positives Fazit: «Dem Publikum und unserem Team ist ‹Vatto› unter die Haut gegangen.» Das Landschaftstheater werde noch lange in Erinnerung bleiben. «Vor allem die schönen Bilder und Abendstimmungen auf dem Staufberg sind unvergesslich.»