Lenzburg

Fleischberge auf und neben dem Sägemehl

Die Aufbauarbeiten für das 110. Aargauer Kantonalschwingfest 2016 auf der Lenzburger Schützenmatte sind voll im Gang. (zVg)

Die Aufbauarbeiten für das 110. Aargauer Kantonalschwingfest 2016 auf der Lenzburger Schützenmatte sind voll im Gang. (zVg)

Ob bei Schwingern oder Fans: Fleisch ist am 110. Aargauer Kantonalschwingfest Trumpf. So gibt es auf der Schützenmatte neben den üblichen Grilladen sogar ein Schinkenzelt.

120 Schwinger und rund 3000 bis 4000 Besucher werden am 110. Aargauer Kantonalschwingfest in Lenzburg kommendes Wochenende erwartet. Es gilt also viele hungrige Mäuler zu stopfen.

Die Schwinger verzehren vor dem Kampf über ein halbes Kilo Fleisch mit Beilagen. Für das leibliche Wohl der Festbesucher haben sich die Organisatoren etwas Spezielles einfallen lassen: Neben den üblichen Grilladen gibt es ein Schinkenzelt und zum ersten Mal ein Turmzelt, wo sich die Besucher verköstigen lassen und die Kämpfe im Sägemehl verfolgen können.

Verantwortlich für Essen und Trinken am Kantonalschwingfest ist Urs Aebi. Er setzt ganz auf frische Waren aus der Region: «Die Verpflegung stammt ausschliesslich von Aargauer Lieferanten.» Der grösste Teil davon sei Fleisch, das von der Traitafina geliefert wird. «Die Schwinger wie auch die Festbesucher bevorzugen erfahrungsgemäss urchige und kräftige Kost», erzählt Aebi.

Der Bärenhunger der Schwinger

Für die Schwinger gibt es Fleischbällchen mit Teigwaren – also viel Eiweiss und Kohlenhydrate. «Ein Schwinger isst vor dem Kampf gut und gerne 300 Gramm Fleisch mit einer Beilage von nochmals mindestens 300 Gramm», so Aebi. Eine solch enorme Menge werden die meisten Festbesucher wohl nicht verspeisen, doch auch für sie steht ein umfassendes – vornehmlich fleischlastiges – Verpflegungsangebot bereit.

Im Innenraum der Schwingarena, in den man nur mit Ticket kommt, gibt es neben einer Grill-Arena und Bierzelten am diesjährigen Kantonalschwingfest ein Novum: «Es wird ein Turmzelt aufgestellt mit einer Bar auf dem Dach für 80 Personen, von wo aus man die Kämpfe in der Arena verfolgen kann», erzählt Aebi. Doch auch die Schwingfans ohne Ticket kommen auf ihre Kosten: Auf dem Festgelände ausserhalb der Arena gibt es ein Festzelt für 1000 Personen mit zwei Küchen. Dort werden die Besucher mit Cervelats, Bratwürsten, Steaks und Schnitzel versorgt.

Wem dieses Fleischangebot noch nicht ausreicht, für den gibt es das Schinkenzelt mit Platz für 300 Personen. Hier gibt es einen speziellen Schwingerschinken mit Kartoffelsalat. An einem Schwingfest darf neben dem Fleisch natürlich auch das Bier nicht fehlen: 4500 Liter Bier werden für die Besucher bereitstehen. «Wir sind gut vorbereitet», so Aebi. «Es wird bestimmt niemand zu kurz kommen.» Sollten aber tatsächlich die Getränke ausgehen, gibt es ein Notfallszenario: «Bei Bedarf wird innerhalb von 15 Minuten für Getränkenachschub gesorgt werden.»

Das «Fussballpausen-Syndrom»

Die grösste Herausforderung für das Verpflegungspersonal ist laut Aebi das «Fussballpausen-Syndrom», wie er es nennt. Ähnlich wie in der Halbzeitpause im Fussballstadion werde während der zweistündigen Mittagspause am Schwingfest mit Abstand am meisten verkauft. «Wir rechnen damit, dass in der Mittagspause rund 3000 Fleischwaren über die Theke gehen werden», sagt Aebi.

Insgesamt werden über 400 freiwillige Helfer am Kantonalschwingfest für einen reibungslosen Ablauf sorgen. Allein für den Aufbau des Festgeländes stehen 40 Helfer die ganze Woche permanent im Einsatz. Bei einem Augenschein vor Ort am Montagnachmittag waren bereits Sägemehl-Haufen auf der Schützenmatt-Wiese zu sehen und Zilvilschutz-Angehörige hatten soeben mit der Montage des Turmzelts begonnen.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1