Dass der Zweijahresrhythmus des als «Fledermäuse» bekannten Aargauer Operettenensembles in der Wirtschaft Niesenberg unterbrochen wird, hat seinen guten Grund: Aus Anlass des 30-Jahr-Jubiläums der idyllisch gelegenen Gaststätte hat Hanna Matti schon dieses Jahr die Operettencollage «Galavorstellung im Musenstall» gestaltet. Es handelt sich um eine Restaurant- und Hotelgeschichte, die zwar an die erfolgreiche Collage «Hotel Belcanto» erinnert, aber eine völlig neue, der Umgebung angepasste Geschichte erzählt.

«Das neue Stück ist etwas schräg, enthält aber viel Selbstironie», fasst Hanna Matti den «Musenstall» zusammen. Sozusagen massgeschneidert für das Jubiläum des Niesenberg. «Zum Glück nehmen sich auch die Sängerinnen und Sänger nicht todernst», schmunzelt sie.

Bei der neuesten Produktion sind dies die Sopranistinnen Jeanne Pascale und Barbara Suter, die Tenöre Niklaus Rüegg und Alois Suter sowie Hanna Matti, Mezzosopran. Begleitet werden sie vom Salonorchester La Jalousie unter der Leitung von Sabine Bachmann.

Galavorstellung im Musenstall

Die neueste Collage weist etliche Parallelen zum Niesenberg auf: Der Waldgasthof «Zum Musenstall» bereitet sich auf die Premiere der Jubiläums-Sommerfestspiele vor. Allerdings ist die neue Wirtin (Barbara Suter) noch ziemlich unerfahren, auch im Umgang mit der Operetten-Diva Lisa Callasco (Jeanne Pascale) und dem berühmten Tenor Alfons von Geckenstein (Niklaus Rüegg).

Zum Glück behält der Concierge Leopold Weinheber (Alois Suter) den Überblick, auch als Frau Oberstudienrätin Plischinski (Hanna Matti) trotz ausverkaufter Vorstellung unbedingt noch eine Karte ergattern will.

Das alles wird dem Publikum in Form von bekannten Operetten und witzigen Übergängen präsentiert – eine angenehme Möglichkeit, sich für ein paar Stunden in eine andere Welt entführen zu lassen.

Für Hanna Matti ist das seit 1995, seit der Gründung der «Fledermäuse», die 15. Produktion. Gerne erinnert man sich an die Millenniumsgala «Ballotria», an «Die Tantenjahre eines Teufelskerls» oder «Auf dem falschen Dampfer», in denen Hanna Matti nicht nur ihre Vertrautheit mit der Welt der Operette, sondern auch ihre Fantasie unter Beweis stellte.

Kein Zweifel, dass es ihr auch mit der «Galavorstellung im Musenstall» gelingen wird, das Publikum in ihren Bann zu ziehen. Und im Gegensatz zum «Musenstall» wird der Abend im Niesenberg mit Sicherheit problemlos und zur vollen Zufriedenheit der Gäste verlaufen.