Lenzburg

Feuerwehr soll bei Brand auf Schloss Lenzburg schneller eingreifen können

Der Wendeplatz soll im Bereich der Halteverbot-Tafel (im Bild rechts) in Richtung Schlossmauern vergrössert und zusätzlich verbreitert werden.

Der Wendeplatz soll im Bereich der Halteverbot-Tafel (im Bild rechts) in Richtung Schlossmauern vergrössert und zusätzlich verbreitert werden.

Der Wendeplatz hinter dem Schloss Lenzburg wird vergrössert, damit die Feuerwehr mit ihrer Autodrehleiter die Bastion besser erreichen kann. «Wir können so im Ernstfall schneller intervenieren», sagt Kommandant Roger Strebel.

Feuer auf Schloss Lenzburg. Diese Vorstellung dürfte manchem Schlossbesucher ein mulmiges Gefühl in die Magengrube treiben. Denn das historische Bauwerk ist nur über zwei Zugänge erreichbar: Den Haupteingang mit der Zugbrücke und den Alternativeingang von der Rückseite des Schlosses direkt in den Innenhof. Zwar gibt es Konzepte, wie bei Ernstfällen vorzugehen ist und wie Besucher evakuiert werden. Trotzdem wären Rettungskräfte gefordert.

Der Zugang zum Schloss bei Ernstfall-Einsätzen soll deshalb verbessert werden. Auf Initiative der Regio Feuerwehr Lenzburg ist geplant, den Wendeplatz hinter dem Schloss zu vergrössern, damit hier die Autodrehleiter mehr Platz hat. Der Rosengarten der Bastion mit Schlosscafé soll damit per Autodrehleiter einfacher erreicht werden können.

Heute ist das nur mit Schwierigkeiten möglich: Die Autodrehleiter kann nicht nahe genug an die Schlossmauer herangefahren, nur mühsam positioniert und nicht gewendet werden. Zudem bleibt neben der Autodrehleiter kaum Platz für weitere Einsatzfahrzeuge und die Mannschaft. «Die Platzverhältnisse sind viel zu knapp», sagt Feuerwehrkommandant Roger Strebel. «Die Vergrösserung des Wendeplatzes ist für uns eine grosse Erleichterung, um im Ernstfall schneller intervenieren zu können.» Bei einer Evakuierung des Schlosses, zum Beispiel.

Treppe wird verschoben

Konkret wird der Wendeplatz in Richtung Schlossmauern um rund 3,5 Meter erweitert sowie in der Breite auf 5,2 Meter vergrössert. Damit der Chauffeur der Autodrehleiter sein Fahrzeug optimal positionieren kann, sind am Boden vier Bundsteinreihen als Positionshilfen vorgesehen.

Insgesamt wird der Wendeplatz, wo der Rundweg ums Schloss vorbeiführt, um rund 40 Quadratmeter vergrössert. Das hat Konsequenzen: Zum einen ist wegen der zusätzlichen Fläche eine weitere Entwässerungsrinne nötig. Zudem tangiert die Erweiterung des Wendeplatzes bestehende Infrastruktur: Die mit alten Eisenbahnschwellen konstruierte Treppe, die zu Feuerstelle und Fussweg führt, wird verschoben und durch eine umweltgerechtere Konstruktion ersetzt.

Am Projekt sind nebst der Regio Feuerwehr die Stiftung Schloss Lenzburg und die Denkmalpflege beteiligt. Die Kosten der Wendeplatz-Erweiterung, deren Baugesuch seit gestern bei der Lenzburger Bauverwaltung öffentlich aufliegt, belaufen sich auf voraussichtlich rund 50 000 Franken. Läuft alles nach Plan, sollen die Baumaschinen bereits im Spätherbst dieses Jahres auffahren.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1