Rupperswil
«Feuerteufel von Rupperswil» steht heute vor Obergericht

Vor gut drei Jahren machte der «Feuerteufel von Rupperswil» von sich reden. Heute steht der 23-Jährige, der in erster Instanz zu 2,5 Jahren Gefängnis verurteilt wurde, wegen den Brandstiftungen vor Obergericht in Aarau.

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Brand des Schützenhaus Rupperswil. Der Täter steht heute vor Gericht.

Brand des Schützenhaus Rupperswil. Der Täter steht heute vor Gericht.

a-z.ch News

Der Mann hatte 2009 in Rupperswil mehrere Brände gelegt. Den ersten Brand legte der Beschuldigte im Juni 2009 in der Mehrzweckhalle von Rupperswil. Er habe nur die frisch gestrichenen Wände schwärzen wollen, gab er Anfang Jahr vor dem Bezirksgericht in Lenzburg zu Protokoll. Das Ganze geriet ausser Kontrolle. Es entstand ein Schaden von über 110'000 Franken.

Schützenhaus in Rupperswil brannte lichterloh
9 Bilder
Brand Schützenhaus Rupperswil 1 Bild: Mobile Reporter Rolf Wildi, Rupperswil
Brand Schützenhaus Rupperswil 2 Bild: Mobile Reporter Rolf Wildi, Rupperswil
Brand Schützenhaus Rupperswil 3 Bild: Mobile Reporter Rolf Wildi, Rupperswil
Brand Schützenhaus Rupperswil 4 Bild: Mobile Reporter Rolf Wildi, Rupperswil
Brand Schützenhaus Rupperswil 5 Bild: Mobile Reporter Rolf Wildi, Rupperswil
Brand Schützenhaus Rupperswil 6 Bild: Mobile Reporter Rolf Wildi, Rupperswil
Brand Schützenhaus Rupperswil 7 Bild: Mobile Reporter Rolf Wildi, Rupperswil
Brand Schützenhaus Rupperswil 8 Bild: Mobile Reporter Rolf Wildi, Rupperswil

Schützenhaus in Rupperswil brannte lichterloh

Zur Verfügung gestellt

Zwei Monate später setzte er das Schützenhaus in Brand, im Suff, wie er sagte. Auch den ersten Brand will er unter starkem Alkoholeinfluss verübt haben. Sein Alkoholproblem habe er inzwischen im Griff, versicherte der junge Mann beim erstinstanzlichen Verfahren.

Abgrundtierfer Hass gegen Gemeinde

Als Motiv für seine gelegten Brände gab er einen abgrundtiefen Hass gegenüber der Gemeinde Rupperswil an. Als Zuzüger fühlte er sich häufig missverstanden und sah sich als nicht akzeptiert an. Hinzu kamen weitere persönliche Tiefschläge.

Der geständige und reuige Täter wurde im Januar zu 2,5 Jahren Gefängnis. Davon muss der 23-Jährige sechs Monate unbedingt ins Gefängnis. Der Rest der Strafe wurde auf Probe von drei Jahren aufgeschoben. Zudem muss der Schweizer über eine halbe Million Franken an Zivilklagen zurückzahlen. Der Staatsanwaltschaft hatte 3,5 Jahre Haft gefordert. (rsn)