Möriken-Wildegg
Feuer und Farben zur neuen Badi-Saison

Am Samstag wurde die Badi-Saison eröffnet – mit viel Kunst und enthusiastischen Sprüngen ins kühlende Nass.

Markus Christen (Text und Fotos)
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Noel Fehlmann zeigt sein Können im Feuerspucken.

Noel Fehlmann zeigt sein Können im Feuerspucken.

Markus Christen

Zum ersten Mal, seit das grosse Schwimmbecken im Schwimmbad Möriken-Wildegg beheizt wird, betrug die Wassertemperatur gleich zur Saisoneröffnung über 23 Grad. Knappe 25 Grad, um genau zu sein. Die Gelegenheit, einen herrlichen Samstag durch einen Sprung ins erfrischende Nass zu bereichern, nahmen viele Gäste wahr.

«Ich rechne mit rund 500 Besuchern, die an diesem ersten Badi-Tag hier sind», sagte Badmeister Peter Dietiker. «Damit wurden unsere Erwartungen mehr als erfüllt.» Er amtete an diesem Tag nicht nur als Badmeister, sondern präsentierte den Eröffnungsgästen auch seine Holzschnitzkunst, die er in seiner Freizeit anfertigt.

Zur Saisoneröffnung präsentierten sechs Künstlerinnen und Künstler, die in Möriken-Wildegg wohnhaft sind oder deren Wurzeln im Dorf liegen, ihr Können. Unter ihnen auch Noel Fehlmann, der vor fünf Jahren bei verschiedenen Festivals seine Liebe zur Jonglage und zur Feuerkunst entdeckte. Natürlich seien seine Feuernummern bei Dunkelheit noch etwas eindrücklicher, meinte Fehlmann, doch auch bei strahlendem Sonnenschein konnte der Feuerschlucker die jungen Badegäste begeistern.

Bodypainter Fredi Schmid bei der Arbeit.

Bodypainter Fredi Schmid bei der Arbeit.

Markus Christen

Viel Geduld brauchte derweil das Modell von Fredi Schmid. Der Coiffeur, Visagist und Maskenbildner aus Möriken widmet sich seit den frühen 80er-Jahren leidenschaftlich dem Bodypainting. An der Badi-Eröffnung verwandelte er eine junge Frau in drei Stunden in ein lebendiges, farbenprächtiges Kunstwerk. «Was mich vor allem fasziniert beim Bodypainting, ist, dass ich es gewissermassen nicht mit einer ebenen Leinwand zu tun habe und dass kein Körper wie der andere ist», erklärte Schmid.

Werke der bildenden Kunst stellten in der Badi Francine Schwab, die ihre Begeisterung für die Acrylmalerei in der Freizeitwerkstätte Möriken-Wildegg entdeckte, und Michelle Lorenzo Vidal-Dietiker aus. Letztere konnte ihre Bilder und Skulpturen auch schon in Mailand zeigen.