Möriken
Feuer im «Rössli»-Dachstock ++ Bewohner (20) verhaftet ++ Feuerwehrmann schildert Einsatz

Ein Brand im Dachstock des Restaurants "Rössli" in Möriken hat einen Sachschaden von mehreren hunderttausend Franken verursacht. Die Polizei hat einen 20-jährigen Kosovaren wegen des Verdachts der Brandstiftung festgenommen. Er soll den Brand in seinem Gasthof-Zimmer vorsätzlich gelegt haben.

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Im Dachstock des Restaurants "Rössli" brach am Donnerstagnachmittag ein Brand aus.
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Merhere Feuerwehren standen im Einsatz. Der Wirt wollte den Brand noch selbst löschen, musste dann aber mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung vorsorglich ins Spital gebracht werden.
Brand im "Rössli" in Möriken
Der Festgenommene bewohnte ein Zimmer im "Rössli".
Das Rössli liegt mitten im Dorf.
"Der ganze Dachstock stand in Flammen", sagte ein Feuerwehrmann zur az.
Mehrere Feuerwehren waren im Einsatz.
Das Rössli nach dem gelöschten Brand: Der Sachschaden beträgt mehrere hunderttausend Franken.

Im Dachstock des Restaurants "Rössli" brach am Donnerstagnachmittag ein Brand aus.

Kapo AG

Der Brand war am Donnerstag um 16 Uhr ausgebrochen. Als die erste Feuerwehr vor Ort eintraf, hatten sich alle Personen in der Liegenschaft schon selbst in Sicherheit bringen können, wie die Aargauer Kantonspolizei am Freitag mitteilt.

Der 63-jährige Wirt versuchte noch, das Feuer zu löschen. Eine Ambulanz musste ihn wegen Verdachts auf eine Rauchgasvergiftung vorsorglich ins Spital bringen.

Mehrere Feuerwehren waren im Einsatz. Sie konnten den Brand löschen. Dieser hat einen Sachschaden von mehreren hunderttausend Franken verursacht.

Dachstock zu gefährlich für Feuerwehr

Ein Feuerwehrmann schildert den Einsatz gegenüber der az so: „Der ganze Dachstock stand in Flammen. Zum Glück konnten wir das Feuer zügig unter Kontrolle bringen.“ Nachdem der Brand gelöscht war, nahm er einen Augenschein im Innern des Gasthof Rössli. Das Erdgeschoss sei unter Wasser gestanden. „In den oberen Bereich konnten wir nicht, weil es zu gefährlich war.“ Es sei sein bisher grösster Einsatz gewesen. „Eindrücklich war der Brand schon, aber für Angstgefühle hat man gar keine Zeit. Während den Löschungsarbeiten steht man unter Strom.“

Kosovare verhaftet

Die Kantonspolizei Aargau geht von einer vorsätzlichen Brandstiftung in einem Zimmer aus, das ein 20-jähriger Kosovare bewohnt hat. Die Polizei hat den Verdächtigen wenig nach dem Brand im Bezirk Brugg verhaftet.

Die Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau hat eine Strafuntersuchung gegen den Verdächtigen eröffnet. (pz/nim)