«Weni de gross be, werdi einisch säge, bi eus im Schuelhus esch es super gsi», sangen die Schülerinnen und Schüler aus Schafisheim bei der Einweihung ihres neuen Schulhauses. Das «super Schulhaus» hat aber eine längere Entstehungsgeschichte: Das im Jahr 2014 auserwählte Siegerprojekt wurde aus Kostengründen nicht umgesetzt. Erstellt wurden schliesslich ein neuer Holzbau mit acht Räumen, das «Grüne Schulhaus» – auch Pavillon genannt – sowie ein Anbau an das bestehende «Blaue Gebäude». Das grüne Haus konnte nach den letzten Sportferien in Betrieb genommen werden, in den Anbau werden die Schülerinnen und Schüler nach den Herbstferien einziehen.

An der Einweihungsfeier vom Samstag nahm auch Bildungsdirektor und Landammann Alex Hürzeler teil. Er lobte die Aufgabenteilung zwischen Kanton und Gemeinden bezüglich Volksschule, bei welcher die Gemeinden für die Infrastruktur verantwortlich sind. «Dadurch können die Gemeinden selbst entscheiden, welche Synergien sie mit Vereinen oder der schulexternen Betreuung eingehen», erklärte Hürzeler, der sich über das funktionierende Vereins- und Dorfleben in Schafisheim freute.

Dass es bei der Planung der Schulraumerweiterung nicht nur einstimmige Entscheide gegeben hat, verhehlte Adolf Egli, Baukommissionspräsident und Schafisheimer Ammann bis Ende 2017, nicht. Er bedauerte, dass die Aufstockung und Modernisierung des gelben Schulhauses nicht realisiert wurde. «Dieses Gebäude hat von Jahr zu Jahr mehr baulichen Handlungsbedarf und wird später deutlich mehr Kosten auslösen, als jetzt eingespart wurden. Zudem haben wir mit dem Pavillon unersetzbaren Boden verbaut, den wir in der Zukunft nötig gehabt hätten.» Seine grosse Freude am neuen Schulraum drückte der amtierende Gemeindeammann Roland Huggler aus: «Das Herz schlägt höher angesichts der hellen Räume, kleinen Klassen und der modernen Ausrüstung der Zimmer.»

Auch die Schüler kamen bei der Einweihungsfeier zu Wort. Sie befragten einander zu den Erlebnissen während der Bauzeit: «Weil es sehr laut war, musste ich mir manchmal die Ohren zuhalten», oder: «Manchmal schaute ich zu, statt zu rechnen.» Viele bedauern die Verkleinerung des Spielplatzes und vermissen das Spielschiff, freuen sich aber, dass mehrere Bäume stehengelassen wurden.