Lenzburg

Felix Bertram investierte eine Million in sein neues Labor «Skinpath»

Felix Bertram (r.), Chefarzt und Inhaber Skinmed, mit Sebastian Leibl, Winfried Förderer, Dominik Walter (v.l.).

Felix Bertram (r.), Chefarzt und Inhaber Skinmed, mit Sebastian Leibl, Winfried Förderer, Dominik Walter (v.l.).

Die Klinik Skinmed in Lenzburg hat jetzt ein in dieser Konstellation einzigartiges Histopathologie-Labor.

Es ist erst ein gutes Jahr her, seit Doktor und AZ-Kolumnist Felix Bertram auf dem «Im Lenz»-Areal seine 3,5 Millionen Franken teure Klinik mit Spitalbewilligung eröffnete. Jetzt hat er dort bereits eine weitere Million investiert. In ein Histopathologie-Labor genannt «Skinpath».

«Es ist in dieser Konstellation und Form etwas Einzigartiges», erklärt Felix Bertram. Seine Skinmed-Gruppe mit Standorten in Aarau und Lenzburg beschäftigt zwischenzeitlich knapp über 50 Personen. Davon gegen 30 in Lenzburg. Das Unternehmen ist auf Dermatologie und plastische Chirurgie spezialisiert.

«Bis anhin haben wir, wie die allermeisten Praxen und Spitäler des Landes, unsere Haut- und Gewebestücke an ein externes Labor in der Ostschweiz geschickt», sagt Bertram. «Nun haben wir unser eigenes Labor und können unsere Gewebeschnitte selbst untersuchen und beurteilen.» Das spare viel Zeit.

Drei ausgewiesen Experten arbeiten für «Skinpath»

Gewebeproben würden nicht nur bei Tumoren entnommen, sondern auch bei vielen anderen Hautveränderungen, bei denen das Stellen einer Diagnose durch blosses Hinschauen nicht möglich sei. Im Speziallabor untersucht werden auch entfernte Hautanhängsel oder Alterswarzen, sofern ein klinischer Verdacht oder eine diagnostische Unsicherheit besteht. «Da man nie mit letzter Sicherheit ausschliessen kann, ob es sich um eine bösartige oder halbbösartige Veränderung handelt», so Bertram.

Bei der Einrichtung eines derartigen Labors ist die Finanzierung in der Regel nicht die grösste Herausforderung. Der begrenzende Faktor ist das Personal. Skinmed ist es gelungen, drei ausgewiesene Experten für «Skinpath» zu gewinnen: PD Dr Sebastian Leibl, der lange Oberarzt in der pathologischen Abteilung des Uni-Spitals Zürich war und sich dort auf das Thema Haut spezialisiert hat.

Laborleiter und biomedizinischer Analytiker ist Winfried Förderer, der zuletzt ebenfalls am Uni-Spital arbeitete. «Er gehört zu den wenigen Spezialisten, die spezielle Färbelösungen und Antikörperverdünnungen selber anmischen können», sagt Felix Bertram. Zum Team gehört weiter der biomedizinische Analytiker Thomas Mucha (ex Triemli-Spital Zürich). (uhg)

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