Dürrenäsch
Fast eine Million für die Sanierung des Bürgerheims

Während andernorts Bürgerheime geschlossen oder umgenutzt werden, ist diese Institution in Dürrenäsch immer noch in Betrieb und soll nun für 940000 Franken saniert werden.

Fritz Thut
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Das Bürgerheim Dürrenäsch kann für fast eine Million Franken saniert werden.

Das Bürgerheim Dürrenäsch kann für fast eine Million Franken saniert werden.

Pascal Meier

Früher gehörten Bürgerheime als Hort mittelloser Mitbürger fast zu jeder Gemeinde. Die meisten «Spittel» sind inzwischen verschwunden, doch in Dürrenäsch gibt es diese Einrichtung noch. Bis zu 20 hilfsbedürftige Männer und Frauen aus dem ganzen Kanton haben hier ein Zuhause.

Nun, 40 Jahre nach der letzten Grosssanierung, entspricht das ausserhalb des Dorfes stehende Haus nicht mehr den Anforderungen. Die aktuelle Bewilligung des Kantons wurde nur auf Probe erteilt. Aus diesem Grund soll der Heimteil nun für 720 000 Franken saniert werden.

Zusammen mit dem separat verpachteten Landwirtschaftsbetrieb der für 220 000 Franken wieder à jour gebracht werden soll, haben die Dürrenäscher Stimmbürger an der Gemeindeversammlung von diesem Freitag fast eine Millionen Franken für den Weiterbetrieb der Institution zu sprechen.

Im Agrarteil werden die Stallungen für die Rindtierhaltung ausgelegt. Sie entsprechen nachher auch der heute geltenden Tier- und Umweltschutzgesetzen. Der bestehende Pferdecontainer aus den 90er-Jahren widerspricht diesen Richtlinien und wird abgerissen und entsorgt.

Weniger Doppelzimmer

Zur umfassenden Sanierung des Heimbetriebes gehören neben dem Ersatz der Heizungsanlage (Luft-Wasser-Wärmepumpe ergänzt mit einer Ölheizung für Bedarfsspitzen), einem neuen Fassadenanstrich und dem kompletten Ersatz der Dacheindeckung im Innern auch Anpassungen an der Grundrissstruktur.

Den Bedürfnissen entsprechend gibt es künftig nur noch drei Doppelzimmer. Bisherige, kleine Zweierzimmer werden zu Einerzimmern, weshalb die Kapazität von 20 auf maximal 17 Bewohnern sinkt. Wie der Gemeinderat in seiner Versammlungsvorlage festhält, führt dies jetzt und nach dem Umbau zu keinen Fremdplatzierungen.

Im Erdgeschoss entsteht ein neuer grosser Gemeinschaftsraum; die Pächterwohnung wird von hier ins Dachgeschoss verlegt. Künftig gibt es durchgehend geschlechtergetrennte Toiletten. Wird der Antrag vom Souverän gutgeheissen, beginnen die Sanierungsarbeiten noch in diesem Herbst.

Neben dem Bürgerheim stehen zwei weitere Kreditbegehren auf der Traktandenliste. Rund 300 000 Franken beträgt der Gemeindeanteil an die Sanierung der Hallwilerstrasse und 115 000 Franken der Neubau einer Meteorleitung unter der Sedelstrasse.