85000 Franken hätte Fahrwangen für den Betrieb eines Bancomaten berappen müssen. Die Stimmbürger sind nicht gewillt dazu. An der gestrigen Gemeindeversammlung (von 1296 Stimmberechtigten waren 84 anwesend) haben sie die Installation eines Bancomaten der Hypothekbank Lenzburg nach langer Debatte mit 43 Nein zu 32 Ja verworfen. Die übrigen Traktanden wurden angenommen.

Der Betrieb eines Bancomaten war aus den folgenden Gründen in Erwägung gezogen und an der gestrigen Gmeind behandelt worden: Als die Aargauische Kantonalbank (AKB) 2015 ihre Filiale am Fahrwanger Bärenplatz nach Seengen zügelte, verlor die Gemeinde ihre letzte Bank. Heute gibt es auch keinen Bancomaten mehr. Für Bargeld müssen die Fahrwanger nach Sarmenstorf oder Meisterschwanden. Immer wieder wird deshalb der Ruf laut nach einem neuen Bancomaten – zuletzt befeuert durch die Pläne der Post, die ihre Filiale am Bärenplatz aufheben will. Wird die Filiale zur Postagentur, kann nur noch begrenzt Bargeld abgehoben werden.
Die Hypothekarbank Lenzburg (HBL) wäre bereit gewesen, in Fahrwangen einen Bancomaten einzurichten – allerdings nur mit Beteiligung der Gemeinde. Der Gemeinderat legte deshalb der Einwohner-Gemeindeversammlung folgenden Vorschlag vor: Fahrwangen zahlt der Hypothekarbank 30 000 Franken für die Installation des Automaten und beteiligt sich in den ersten fünf Jahren mit jährlich 7000 Franken an den Unterhaltskosten; dies im Sinne einer Anstossfinanzierung. Rentiert der Automat am ehemaligen Standort der Valiant Bank an der Sarmenstorferstrasse bis dann nicht, würde dieser zurückgebaut. In diesem Fall hätte sich Fahrwangen mit weiteren 20 000 Franken beteiligen müssen. Der Gemeinderat beantragte der Gemeindeversammlung deshalb einen Verpflichtungskredit von 85 000 Franken, welchen die Fahrwanger jedoch abgelehnt haben.