Fahrwangen
«Verantwortung nicht einer Person alleine aufbürden»: Es bleiben fünf Personen für die Primarschule zuständig

Der Gemeinderat hat für die Leitung der Fahrwanger Primarschule nach der Auflösung der fünfköpfigen Schulpflege ein ebenfalls fünfköpfiges Schulgremium, jedoch mit neuen Personen, gebildet.

Valérie Jost
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Esther Kaufmann (Schulsekretariat), Katharina Bryner (Schulleitung), Christine Gottermann (Verwaltungsleitung), Simone Diem Kabiri (Gemeinderätin und Präsidium Schulgremium) und Patrick Fischer (Gemeindeammann, von links).

Esther Kaufmann (Schulsekretariat), Katharina Bryner (Schulleitung), Christine Gottermann (Verwaltungsleitung), Simone Diem Kabiri (Gemeinderätin und Präsidium Schulgremium) und Patrick Fischer (Gemeindeammann, von links).

zvg

Das Stimmvolk hat entschieden: Per Ende Jahr werden im Kanton Aargau die Schulpflegen aufgelöst. Deren bisherige Aufgaben gehen an die Gemeinderäte – die diese Verantwortung aber auch weiterdelegieren dürfen.

In Fahrwangen wird für die Primarschule gemäss einer Medienmitteilung ein fünfköpfiges Schulgremium eingesetzt. Dieses wird von Gemeinderätin Simone Diem Kabiri (parteilos) präsidiert. Einsitz haben Gemeindeammann Patrick Fischer (GLP), Schulleiterin Katharina Bryner und Verwaltungsleiterin Christine Gottermann. Das Schulsekretariat (unter Leitung von Esther Kaufmann) sei durch die Protokollführung ebenfalls eingebunden. «Mit dieser Zusammensetzung kann der enge Austausch zwischen Schule, Gemeindeverwaltung und Gemeinderat sichergestellt werden», heisst es in der Mitteilung.

Gremium zuständig für Strategisches, Schulleitung für Operatives

Das Modell wurde von einer Arbeitsgruppe, bestehend aus Vertretern des Gemeinderates, der Schulpflege sowie der Schulleitung, erarbeitet. Die Gruppe habe «während des ganzen Jahres intensiv an den verschiedenen Fragestellungen gearbeitet und dem Gemeinderat Lösungen vorgeschlagen».

Schon recht bald sei festgestanden, dass man «diese verantwortungsvolle und zeitintensive Aufgabe» nicht einer Person alleine (etwa, wer das Bildungsressort innehat, bisher war das Simone Diem Kabiri) aufbürden wollte. Stattdessen sollte es dafür ein Gremium geben. Das neue Schulgremium werde strategische Entscheide treffen, operative Themen würden an die Schulleitung delegiert.

Lenzburg geht einen anderen Weg

Die Gemeinden handhaben den anstehenden Führungswechsel unterschiedlich. In Lenzburg etwa verzichtet man auf eine ständige Schulkommission (im Unterschied zur Schulpflege wäre diese nicht vom Stimmvolk, sondern vom Stadtrat gewählt). Aber es soll bei Bedarf projektbezogene Kommissionen geben.

Der Stadtrat wolle «eine möglichst schlanke Führung der Schule aus einer Hand ermöglichen», so eine Mitteilung (AZ vom 8. Juli). Auf Empfehlung der noch bestehenden Schulpflege wird weiterhin die Schulleitungskonferenz operative Entscheide fällen. Der Stadtrat wird politisches Führungsorgan.

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