Lenzburg
Fahnenabgabe: 1000 Mann leisteten drei Wochen ihren Dienst

Gemäss der während der Rekrutenschule vermittelten bis eingebläuten Haltung, dass eine Minute vor der Zeit des Soldaten Pünktlichkeit ist, begann die traditionelle Fahnenabgabe des Pontonierbataillons 26 vorgestern Mittwoch exakt um 19.29 Uhr.

Markus Christen
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Das Pontonierbataillon 26 während der Fahnenabgabe auf der Lenzburger Schützenmatten vor dem beleuchteten Schloss. Markus Christen

Das Pontonierbataillon 26 während der Fahnenabgabe auf der Lenzburger Schützenmatten vor dem beleuchteten Schloss. Markus Christen

Vor der beleuchteten Schlosskulisse lobte Oberstleutnant Ronny Eggenberger in seiner Ansprache die Arbeit der rund 1000 eingerückten Armeeangehörigen, die in den vergangenen drei Wochen ihren WK-Dienst zu leisten hatten.

Stationiert waren die Stabskompanie und die vier Pontonierkompanien in den Gemeinden Auw, Bremgarten, Dintikon, Lenzburg und Wohlen, der Bataillonsstab in Mellingen.

Keine Unfälle

«Die von mir gesteckten Ziele konnten erreicht werden», führte Oberstleutnant Eggenberger aus, nachdem die Nationalhymne, vorgetragen vom Militärspiel, verklungen war. Brigadier Jacques Frédéric Rüdin stellte fest, die Bataillonsarbeit habe sich im Vergleich zum Vorjahr nochmals verbessert.

Positiv vermerkt wurde weiter, dass es während des gesamten Wiederholungskurses keine Unfälle zu beklagen gab.

Als Gastredner an die Fahnenabgabe geladen wurde Grossrat und Historiker Titus Meier, der in einem pointierten, spannenden Vortrag die Geschichte des Kantons Aargau rekapitulierte.

Chef der Armee besuchte Truppe

Ein Höhepunkt der zurückliegenden Dienstzeit war der überraschende Besuch des Chefs der Armee in der zweiten WK-Woche. Anlässlich der Einführung des Führungsinformationssystems Heer kam Korpskommandant André Blattmann per Helikopter nach Bremgarten, um einen Einblick ins Truppenwirken zu nehmen.

Die dritte Woche des Wiederholungskurses war geprägt von einer Volltruppenübung im Verbund mit dem Aufklärungsbataillon 31 und Teilen des Führungsunterstützungsbataillons 20.

Die Übung beinhaltete zahlreiche Verschiebungen bis in den Kanton Solothurn. In zwei Tagen erstellte das Pontonierbataillon 26 acht Flussübergänge über Reuss und Aare.

Heute Freitag erfolgt für die Soldaten und Offiziere des Bataillons die Rückkehr ins zivile Leben.