Nach dem jetzigen Ermittlungsstand hat der Vierfachmörder von Rupperswil auch Kinderpornografie besessen. Bis zur Tat im Dezember 2015 verhielt sich der damals 33-jährige Thomas N. nie auffällig.  

«Er hatte sich über lange Jahre in Griff», sagt Ex-Kriminalkommissar Markus Melzl gegenüber Tele M1. «Er hat die Taten möglicherweise in seiner Fantasie durchgespielt. Und wie in einem Dampfkochtopf ist der Druck in ihm immer grösser geworden. Er hatte kein Ventil und ist explodiert - was dann zu so einem schweren Verbrechen geführt hat.» 

«Indem er den jüngeren Sohn bedrohte, zwang er Frau Schauer, den älteren Sohn und dessen Freundin zu fesseln und zu knebeln»

«Indem er den jüngeren Sohn bedrohte, zwang er Frau Schauer, den älteren Sohn und dessen Freundin zu fesseln und zu knebeln»

Markus Gisin, Chef der Kriminalpolizei Aargau, schildert an der Medienkonferenz am 13. Mai 2016, wie der Täter im Vierfachmord von Rupperswil vorgegangen ist.

«Die Tötung aller Anwesenden war von Anfang an geplant – ebenso, das Haus in Brand zu stecken»

«Die Tötung aller Anwesenden war von Anfang an geplant – ebenso, das Haus in Brand zu stecken»

Barbara Loppacher, Leitende Staatsanwältin der Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau, zum Täter im Vierfachmord von Rupperswil und seinem Motiv. (Medienkonferenz vom 13.5.2016)

Auch sei das Verhalten nach der Tat auffällig. Thomas N. wickelte das Küchenmesser, mit dem er die vier Personen umbrachte, in Geschenkpapier und entsorgte es in einem Aarauer Mülleimer. «Es ist gut möglich, dass er ganz genau wusste, wie er sich am Tatort und auch nach der Tat verhalten musste.»

Melzl wird nun die Veröffentlichung der psychiatrischen Gutachten abwarten, um zu sehen, «was für eine Person Thomas N. wirklich ist».