Lenzburg
Es ist entschieden — der Schleichweg für die Seetaler ist Geschichte

Die Wilstrasse beim Zentralgefängnis wird definitiv mit einem Fahrverbot belegt — Anwohner, Tennisclub und Angestellte der Justizvollzugsanstalt hatten sich im Sommer 2014 noch gegen das Vorhaben gewehrt.

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Darf nicht mehr befahren werden: die Wilstrasse in Lenzburg.

Darf nicht mehr befahren werden: die Wilstrasse in Lenzburg.

Ruth Steiner

Ein jahrelanges Lenzburger Politikum ist vom Tisch. Die Wilstrasse zwischen dem Waldeingang (Parkplatz Vita-Parcours) und der Aabachbrücke im Wyl kann definitiv nicht mehr als Schleichweg benutzt werden. Davon profitierten bisher insbesondere die Angestellten der Justizvollzugsanstalt (JVA), die von ihrem Arbeitsplatz in Richtung Seetal (Seonerstrasse) unterwegs waren.

Im Sommer 2014 hatten sich neben 92 JVA-Angestellten auch Anwohner und der Tennisclub gegen das Fahrverbot gewehrt. Jetzt ist der juristische Streit beendet: Wie der Stadtrat Lenzburg gestern mitteilte, ist das kantonale Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) in zweiter Instanz nicht auf eine Beschwerde eingetreten.

«Weiter hielt es fest, dass die Beschwerde sich als unbegründet erweist», schreibt der Stadtrat. «Dieser Entscheid ist rechtskräftig, und der Stadtrat hat nun das Fahrverbot signalisiert.» Ausgenommen sind einzig Fahrzeuge der Land- und Forstwirtschaft sowie des Bundes.

Dieser Entscheid dürfte ganz im Sinn der Lenzburger sein, die seinerzeit den Ausbau der Wilstrasse, eigentlich einer Waldstrasse, in einer Referendumsabstimmung abgelehnt hatten. Es wurde befürchtet, die Strassenverbreiterung würde das Naherholungsgebiet Wil mit zusätzlichem Verkehr belasten. (uhg)