Schloss Hallwyl
Es herrscht Vorfreude auf die «Zauberflöte» im Zauberschloss

Knapp drei Monate vor der Premiere präsentierten Regisseurin und Dirigent an Ort und Stelle ihre Ideen zur Freilicht-Oper «Die Zauberflöte».

Fritz Thut
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Regisseurin Regina Heer und Dirigent Douglas Bostock im Hof von Schloss Hallwyl.

Regisseurin Regina Heer und Dirigent Douglas Bostock im Hof von Schloss Hallwyl.

Fritz Thut

Seit zehn Jahren ist sie dabei; zum zweiten Mal führt sie Regie: Regina Heer ist das Schloss Hallwyl als Schauplatz von Open-Air-Produktionen «sehr ans Herz gewachsen». Seit dem Kantonsjubiläum 2003 verwandelt sich der Hof der Wasserschlosses alle drei Jahre in eine Opernbühne. Diesmal gibt es zwischen dem 24. Juli und dem 22. August 21 Vorstellungen von «Die Zauberflöte» von Wolfgang Amadeus Mozart.

Bei diesem «Werk der Werke» ist von der Regisseurin eine werkgetreue Inszenierung zu erwarten. Der Schauplatz verbiete Ausflüge Richtung Experimentalregie. Heer: «Ich will die Geschichte so erzählen, dass sie das Publikum mitreisst».

Die argovia philharmonic spielen

Die Begrenzung durch die Geometrie des Schloss-Innenhofs findet sie «eine tolle Herausforderung». In der Bühnenbildnerin Andrea Hölzl hat Heer eine Partnerin gefunden, die ihre Ideen aufnimmt. Zwei offene Türme links und rechts der Orchestergalerie dienen als Plattformen für die zwei Welten, die im Stück aufeinanderprallen.

Douglas Bostock als Musikalischer Leiter und Chefdirigent der argovia philharmonic hat «Die Zauberflöte» vor 20 Jahren letztmals integral dirigiert. «Mit einer gewissen Ehrfurcht und Abenteuerlust» packt er die Aufgabe hier an. Er empfinde aktuell «eine grosse Vorfreude auf die ‹Zauberflöte› im Zauberschloss».

Diesmal spielt sich das Geschehen zentral hinter Bostocks Rücken ab; die Tribüne ist direkt aufs Orchester ausgerichtet. Bereits sind 3800 Karten, rund ein Drittel der Kapazität, abgesetzt.