Beinwil am See

Es hat noch Platz in der Operette «Weisses Rössl» – Ticketverkauf läuft nicht wie erhofft

Die heitere Operette «Im Weissen Rössl» zählt zu den beliebtesten im deutschsprachigen Raum – sie wird bereits zum vierten Mal im Seetal gespielt.

Die heitere Operette «Im Weissen Rössl» zählt zu den beliebtesten im deutschsprachigen Raum – sie wird bereits zum vierten Mal im Seetal gespielt.

Trotz überwiegend guter Kritiken muss das aktuelle Stück der Theatergesellschaft noch zulegen bei den Zuschauerzahlen.

Seit dem 20. Januar führt die Theatergesellschaft Beinwil am See das populäre Stück «Weisses Rössl» auf. Am vergangenen Sonntag war Halbzeit, die zwölfte von insgesamt 24 Vorstellungen war beinahe ausverkauft. «Das war bis jetzt die beste Vorstellung, die wir hatten», sagt Vereinspräsident Hansruedi Bürgi.

Trotzdem läuft der Ticketverkauf nicht ganz wie erhofft. «Wir hatten mehr Anmeldungen erwartet und wohl den Umstand unterschätzt, dass das Theater genau in die Zeit fiel, in der gleichzeitig Fasnacht und Sportferien sind», erklärt Bürgi.

Etwas mehr erhofft habe er sich zudem von der Mundpropaganda: «Jede Vorstellung brachte viel Lob und teilweise gewaltigen Beifall. Da müssten doch mehr kommen», sagt er.

Die Auslastung der 460 Sitze im Saal lag bei durchschnittlich 60 Prozent. Damit die Produktion kostendeckend abschliesst, ist jedoch eine Auslastung von 75 Prozent nötig. Doch Sorgen macht sich Bürgi deshalb keine.

«Bis zum Ende der Vorstellungsreihe werden wir das locker erreichen», sagt Bürgi. «75 Prozent sind das erklärte Ziel, alles darüber ein willkommener finanzieller Zustupf für die nächste Produktion.»

Doch selbst wenn es nach den Sportferien weiter so gut laufen sollte wie vergangenen Sonntag, Zusatzvorstellungen wird es keine geben: «Das ist heute gar nicht mehr möglich. Dazu müssten mit dem gesamten Ensemble einzeln die Verträge verlängert werden, doch viele Musiker und Schauspieler dürften nach ihrem Engagement bei uns wohl bereits zum nächsten weiterziehen müssen», sagt Bürgi.

Die heitere Operette zählt zu den beliebtesten im deutschsprachigen Raum: Im Hotel «Weisses Rössl», gelegen am schönen Wolfgangsee in Österreich, ist Hochkonjunktur. Der Kellner Leopold macht seiner Chefin Avancen.

Doch diese hat nur Augen für Stammgast Rechtsanwalt Dr. Siedler, der gleich am ersten Nachmittag eincheckt. Sehr zum Unglück von Unternehmer Wilhelm Giesecke, der sich von seiner Tochter zu dem seiner Meinung nach überflüssigen Aufenthalt überreden liess.

Dass jetzt auch noch Dr. Siedler auftaucht, ist gar ungünstig, denn der Anwalt arbeitet für Gieseckes Erzfeind und mit dem steht ein Gerichtsprozess bevor. Verstrickungen, die auch dem unglücklich verliebten Leopold auffallen.

Keinen Einfluss auf das Bühnenstück hatte die Kritik in der AZ vom 22. Januar. «Die Kritik etwa am Orchester und Schauspieler Daniel Zihlmann stiess bei uns und dem Publikum auf grosses Unverständnis. Die Reaktionen zeigten uns, dass es da nichts zu ändern gibt.»

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