Wildegg
Es dauert noch lange, bis Wildegg seine eigene, neue Orgel bekommt

Die römisch-katholische Kirche St. Antonius in Wildegg ist 43 Jahre jung. Die Architektur ist modern, die Innenausstattung auf das Notwendige beschränkt. Und die Pfarrei besitzt keine eigene Orgel. Jetzt lässt sie sich eine bauen.

barbara vogt
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Organistin Franziska Huser spielt auf der Orgel. Die neue kommt an den gleichen Ort, neben den Altar (rechts), zu stehen. annika bütschi

Organistin Franziska Huser spielt auf der Orgel. Die neue kommt an den gleichen Ort, neben den Altar (rechts), zu stehen. annika bütschi

Die römisch-katholische Kirche St. Antonius in Wildegg ist 43 Jahre jung. Die Architektur ist modern, die Innenausstattung auf das Notwendige beschränkt.

Lange hatte die Kirche auch keine Orgel. Bewusst, sagt Kirchenpflegerin und Präsidentin der Orgelkommission, Brigitte Eyholzer Hämmerli. «Das Wort war wichtig, Liturgie und Musik standen im Hintergrund.» Ein Musikinstrument brauche es nicht, fand man damals. Das Volk soll singen.

Gemietete Orgel ist zu teuer

Irgend einmal aber begann die Kirche St.Antonius die musikalische Begleitung zu vermissen. Sie mietete sich eine Orgel und stellte sie neben den Altar. Heute noch spielen die Organisten auf der gemieteten Orgel.

Das sei kostspielig, so Brigitte Eyholzer Hämmerli. 9000 Franken im Jahr. «Wir rechneten und entschlossen uns, eine Orgel anzuschaffen.» Ein neues Instrument werte die Kirche auf. Es soll keine überdimensionierte, sondern dem Raum angepasste Orgel sein.

Die Orgelkommission rechnet mit einem Kostendach von 600000 Franken. Im Herbst beschliesst die Römisch-katholische Kirchgemeinde Lenzburg, der die Pfarrei Wildegg angehört, über den Kredit.

Eine neue Orgel wird gebaut

Zurzeit läuft das Submissionsverfahren, das heisst die öffentliche Ausschreibung für die Projektierung und den Bau der neuen Orgel. Bis zum 27.April haben Orgelbauer aus der Schweiz Zeit und Möglichkeit, ihre Unterlagen einzureichen. Ein begehrtes Projekt, meint Eyholzer. «Eine neue Orgel wird nicht jeden Tag ausgeschrieben.»

Die neue Orgel, so wünschen es sich die Verantwortlichen, soll mit 24 klingenden Registern disponiert werden. Der Organist bestimmt die jeweilige Klangfarbe für die gespielten Werke.

Das Instrument erhält einen prominenten Platz in der Kirche: neben dem Altar. Von dort aus können die Kirchengänger es gut sehen. Was aber noch eine Weile dauert: Frühestens 2014 wird die Orgel montiert. «Dafür hält sie die nächsten 100 Jahre», sagt Brigitte Eyholzer Hämmerli lachend.