Lenzburg
Ertrag aus Weinernte knapp unter dem Mittel: «Mit blauem Burgunderauge davongekommen»

Frühe Traubenernte am Schlossberg nach einem Jahr mit Frostnächten und Hagel.

Markus Christen
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Reblese am Schlossberg in Lenzburg
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Impressionen der Rebberg Leset in Lenzburg.
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Impressionen der Rebberg Leset in Lenzburg.
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Reblese am Schlossberg in Lenzburg

Albrecht André

Ein warmer Winter, zwei unerbittliche Frostnächte im April, Hagel in den Sommermonaten, ein kühler und verregneter September. Die Rebstöcke am Südhang des Lenzburger Schlossberges erlebten kein einfaches Jahr.

Um weiteren Schäden vorzubeugen, insbesondere um einem Faulen der Trauben zuvorzukommen, wurde deshalb die Leset am Rebberg der Lenzburger Ortsbürger um einige Wochen vorgezogen. Über 40 freiwillige Helfer beteiligten sich am Samstag an der Traubenernte, die von der Ortsbürger Rebbauern-Vereinigung und den «Räblüs» organisiert wurde. Und die Helfer mussten bei ihrer Arbeit ganz genau hinschauen. Wespenfrass hatte bereits vielen Trauben zugesetzt. Diese galt es in Handarbeit auszusortieren. «Es war eine strenge Leset», sagt Werner Volkmar, der seit diesem Jahr als Obmann der «Räblüs» amtet. Die Untergruppe der Rebbauern-Vereinigung betreut den Rebberg während des gesamten Jahres.

Oechsle-Wert von 93°

Am Samstagabend konnten rund 2,8 Tonnen Blauburgundertrauben mit einem Oechsle-Wert von 93° in der Trotte der Kellerei ck-Weine in Schinznach-Dorf abgegeben werden. Sie werden jetzt zu einem spritzigen Blanc de noir (Federweisser), zu einem klassischen Pinot noir und zu einem Barba Rossa verarbeitet. Mit dem Ertrag ist Volkmar zufrieden. «Das Jahr erwies sich als regelrechte Achterbahnfahrt und die Ertragsmenge befindet sich knapp unter dem Durchschnitt. So gesehen sind wir mit einem blauen Burgunderauge davongekommen.»

Es geht auch nicht bloss um den Ertrag. Die Mitglieder der «Räblüs», welche die Reben während des Jahres schneiden, auslauben und kappen, schätzen besonders das gesellschaftliche Miteinander in der Gruppe. Hansruedi Weber (83) und André Brunner (79) sind am Samstag die beiden ältesten Helfer an der Leset. Sie betreuen die Reben am Schlossberg seit rund 20 Jahren und sagen, dass es bei der Arbeit ständig etwas dazuzulernen gebe. «Der grösste Gewinn für mich ist aber, dass ich an der Leset den Kontakt zu vielen guten Kollegen pflegen kann», so Hansruedi Weber. «In der Rebbauern-Vereinigung und bei den Räblüs engagieren sich wirklich viele interessante Menschen.»

Rebberg-Ausbau bleibt das Ziel

Geplant hat die Rebbauern-Vereinigung, den Rebberg am Schlossberg noch weiter auszubauen. Die Fläche soll von 40 auf 80 Aren verdoppelt werden. Im Moment allerdings herrscht beim Thema Erweiterung Stillstand. Der Kanton zögert mit seiner Zusage. Unterschiedliche Auslegungen der Bau- und Zonenordnung sind der Grund dafür. Die Rebbauern-Vereinigung hält an ihren Plänen fest. «Unser Ziel bleibt die Vergrösserung des Rebberges», sagt Werner Volkmar.