Am Montag wurde die Baustelle, die Lenzburg in den nächsten dreieinhalb Jahren beschäftigen wird, eröffnet. Für 75 Millionen Franken baut der Kanton die Zufahrt zur Autobahn A1 um. Hauptelemente sind ein Tunnel vom Zubringer in Richtung Bünztal und eine Spange über das Hornerfeld.

Sie bringen Entlastung für den staugeplagten Knoten Neuhof: In Zukunft fliesst der Autobahnverkehr vom und ins Bünztal durch den Tunnel. Mit der Spange wird zusätzlich ein Unfallschwerpunkt vermieden: Autofahrer nach Othmarsingen müssen heute von der Autobahn herkommend auf dem Zubringer links abbiegen. Mit der Spange Hornerfeld wird das gefährliche Links-Abbiegen vermieden und zugleich das Industriequartier auf dem Hornerfeld besser erschlossen.

Die erste Bauphase für das Mega-Projekt beginnt am 5. April. Doch schon am Montag sind die ersten Maschinen aufgefahren. Ein Trax hievt Betonröhren von der Ladefläche eines Lastwagens. «Ich hoffe, es beginnt nicht zu regnen», sagt der Chauffeur. Minuten später strätzt es. Bis zum offiziellen Baustart werden Vorarbeiten ausgeführt, unter anderem Installationen für die Bauarbeiten im Hornerfeld und erste Werkleitungen.

«Behinderungen für den Verkehr wird es im Moment wenn überhaupt nur kleinere geben», sagt Armin Rauchenstein. Er ist beim kantonalen Departement Bau, Verkehr und Umwelt Projektleiter für die Baustelle. Auch Rauchenstein hofft auf trockeneres Wetter. Noch ist der Boden auf den Feldern so aufgeweicht, dass die schweren Maschinen ihn beschädigen würden. Deshalb werden sie auf einem Feldweg zwischengelagert.

Auch in der ersten Bauphase ab April werden für den Verkehr noch keine grossen Einschränkungen entstehen. «In dieser Phase werden alle Vorarbeiten für den Tunnelbau ausgeführt», sagt Armin Rauchenstein. Dann wird es eng. Für den Tunnel wird ein 14 Meter tiefes Loch gegraben.

Zwischen dem Hero-Gebäude und dem Parkhaus der Berufsschule ist für den Verkehr kein Durchkommen mehr, deshalb wird die Hendschikerstrasse auf diesem Abschnitt gesperrt. Der Verkehr vom und ins Bünztal wird über die Spange Hornerfeld, den Gexi-Badenerstrasse-Knoten auf dem Lindfeld umgeleitet. Diese Umstellung wird voraussichtlich im August 2018 erfolgen. Die Autofahrer müssen sich an einen neuen Weg gewöhnen.

«Doch die Reisezeit wird im Vergleich zur heutigen Situation nicht länger», sagt Rauchenstein. Die zweite Bauphase für den Tunnelbau dauert bis Ende 2020. Im Dezember 2020 gehen die Arbeiten in die dritte Phase über, diese dauert ein Jahr und beinhaltet neben den restlichen Strassenbauarbeiten hauptsächlich Arbeiten am Autobahnzubringer nördlich der Eisenbahnbrücke, der zum Perimeter des Bundesamts für Strassen gehört. 2021 soll das Projekt, das nach dem Schulhausplatz in Baden die grösste Baustelle im Kanton ist, abgeschlossen sein.