Schiffneubau

Ersatz für MS «Fortuna»: Der Hallwilersee erhält 2018 ein neues Kursschiff

Die bestehende MS «Fortuna»muss aufs Jahr 2018 ersetzt werden.

Die bestehende MS «Fortuna»muss aufs Jahr 2018 ersetzt werden.

Die Schifffahrtsgesellschaft will für 2,5 Millionen Franken die MS «Fortuna» ersetzen. Drei Varianten stehen zur Auswahl.

Für die neue «Fortuna» braucht es nur noch ein klein wenig Glück: Der Hallwilersee erhält auf die übernächste Saison ein neues Kursschiff. Die Aktionäre der Schifffahrtsgesellschaft Hallwilersee (SGH) ermächtigten an ihrer 128. Generalversammlung den Verwaltungsrat zur «Beschaffung eines Schiffneubaus».

Der Ersatz wird nötig, weil die bisherige MS «Fortuna» das älteste Schiff der Flotte ist und berechtigte Zweifel bestehen, ob die Zulassung bei der nächsten periodischen technischen Kontrolle verlängert wird. So gibt es also acht Jahre nach der Inbetriebnahme der MS «Seetal» wieder ein neues Schiff.

März 2010: Die «Seetal», das bis jetzt neueste Schiff auf dem Hallwilersee, wird unter erschwerten Bedingungen gewassert

März 2010: Die «Seetal», das bis jetzt neueste Schiff auf dem Hallwilersee, wird unter erschwerten Bedingungen gewassert

Verwaltungsratspräsident Jürg Roth schilderte die Bedingungen: Das Schiff wird maximal 6,5 Meter breit und 32 Meter lang sein und soll 200 Personen fassen, davon mindestens 90 im geschlossenen Salon. Gemäss den gesetzlichen Vorgaben muss das Hauptdeck behindertengerecht ausgebaut werden.

Zweieinhalb Millionen

«Die neue MS ‹Fortuna II› wird damit etwas grösser als ihre Vorgängerin», räumte Roth ein und löste damit den Widerspruch einer einzelnen Aktionärin aus: «Wieso brauchen wir auf dem Hallwilersee derart grosse Schiffe?» Dieser Skepsis konnten sich die Aktionäre nicht anschliessen und gaben ohne Gegenstimme grünes Licht für das neue Schiff, das allerdings nicht zwingend wieder «Fortuna» heissen muss.Als Kostenrahmen für den Kauf des Schiffes wurde die Summe von 2,5 Millionen Franken angegeben. 800 000 Franken steuert die SGH aus eigenen Mitteln bei. 700 000 Franken will man mit Spenden auftreiben – dazu braucht es ein wenig Glück.

Die bestehende MS «Fortuna» (Foto) muss aufs Jahr 2018 ersetzt werden. Darunter drei Skizzen von MS «FortunaII» mit variabel abdeckbarem Oberdeck (Variante 1), halb abgedecktem Oberdeck (Variante 2) und ohne (Variante 3). zvg

Die bestehende MS «Fortuna» (Foto) muss aufs Jahr 2018 ersetzt werden. Darunter drei Skizzen von MS «FortunaII» mit variabel abdeckbarem Oberdeck (Variante 1), halb abgedecktem Oberdeck (Variante 2) und ohne (Variante 3). zvg

So verbleibt für die Fremdfinanzierung rund eine Million Franken. Die Hausbank der SGH ist die Hypothekarbank Lenzburg. Und die «Hypi» feiert just im Jahr 2018 ihr 150-Jahr-Jubiläum. Können sich da Synergien auftun? Offiziell ist noch nichts aufgegleist, aber beim an die GV anschliessenden Znacht sass Verwaltungsratspräsident Roth neben «Hypi»-CEO Marianne Wildi ...

Drei Varianten

Gemäss SGH-Geschäftsführer Ueli Haller ist noch offen, wer den Auftrag für den Bau bekommt. In der Poleposition befindet sich die deutsche Lux-Werft aus Mondorf am Rhein, von der bisher alle Hallwilerseeschiffe gebaut wurden. Von ihr stammen die drei Skizzen, die an der GV präsentiert wurden: Die innovativste Variante ist die 1, bei der das Oberdeck mit verschiebbaren Elementen variabel abgedeckt werden kann. Bei den Varianten 2 und 3 wird das Oberdeck halb oder nicht abgedeckt.

Für einmal fand die SGH-GV in der Mehrzweckhalle Meisterschwanden und nicht auf den Schiffen statt. So wollte man sicherstellen, dass die Umwandlung von Inhaber- zu Namenaktien in einem geordneten Rahmen bei optimalen Bedingungen abgesegnet werden konnte.

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