Hendschiken

Erfrischendes Quellwasser sprudelt aus den Hendschiker Wasserhähnen

Brunnenmeister Bruno Steiner im Röhrenkeller des komplett sanierten Reservoirs Steig.

Brunnenmeister Bruno Steiner im Röhrenkeller des komplett sanierten Reservoirs Steig.

Die Sanierung des Reservoirs Steig in Hendschiken ist abgeschlossen und die Ursache von Verunreinigungen in der Wasserversorgung damit beseitigt. Am Tag der offenen Tür konnte die Bevölkerung die sanierten Anlagen besichtigen.

Der Tag der offenen Tür fand im Gebiet Steig statt, wo sich mehrere Anlagen der Hendschiker Wasserversorgung befinden: Die Quelle Bühl, der Ausgleichsschacht, indem auch die UV-Anlage untergebracht ist, das Stufenpumpwerk Steig sowie das komplett sanierte Reservoir Steig.

«Die Quelle Bühl wurde schon in der Römerzeit benützt», berichtete der für die Wasserversorgung zuständige Gemeinderat Wolfram Burgy. 1898 wurde sie für die erste Dorfwasserversorgung neu gefasst und war die alleinige Bezugsquelle der Hendschiker Wasserversorgung, bis 1923 die Quelle Brunnmatte gefasst wurde.

Dieses Quellwasserpumpwerk ist bis heute das Herzstück der Hendschiker Wasserversorgung und sorgt auch in trockenen Seiten für eigenes Wasser im Dorf.

Das Hendschiker Trinkwasser stammt fast ausschliesslich aus Quellen. Die Zahlen von 2012: Quellwasser Brunnmatt 82,0 %, Quellwasser Bühl 14,2 %, Grundwasser Grundacker 2,9 % und Grundwasserbezug von Wohlen 0,9 %.

Probleme mit der Quelle Bühl

Im Jahre 1963 musste die Quelle Bühl vom Netz genommen werden, weil Verunreinigungen – unter anderem durch Gülle – das Wasser ungeniessbar machten. In letzter Zeit wurde die Quelle neu gefasst und gleichzeitig eine neue Schutzzone errichtet. Nachdem wegen zu hoher Konzentration an Keimen und Bakterien nachträglich eine UV-Anlage eingebaut wurde, sprudelt das Wasser aus der Quelle Bühl nun in einwandfreier Qualität.

Undichtes Reservoir Steig

Das Reservoir Steig wurde im Rahmen der ersten Wasserversorgung 1899 gebaut und 1968 erweitert. Im Herbst 2011 wurde eine Verschmutzung des Trinkwassers mit Fäkalbakterien festgestellt, deren Ursache das Reservoir Steig war. Die Betonhülle wurde im Laufe der Jahre undicht, wodurch Oberflächenwasser in die Wasserkammern gelangte.

Im Verlaufe der Sanierung traten weitere Schadstellen zutage, sodass das ganze Reservoir ausgepackt und bis zur Grundplatte von aussen her abgedichtet werden musste. «Nun haben wir dafür ein saniertes Reservoir, welches für die nächsten Dekaden seinen wichtigen Dienst leisten wird», stellte Burgy zufrieden fest.

Nach den Alphornklängen des Trios Wasserschloss und der Besichtigung der Anlagen wurde die Bevölkerung mit Getränken und Grillwürsten gestärkt – zum Glück unter einem schattenspendenden Zelt.

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