Gemeindeversammlung

«Entwicklung ist derzeit sehr ungewiss»: Rupperswil budgetiert für das nächste Jahr vorsichtig

Die Nettoausgaben bei der Sozialhilfe werden geringer.

Die Nettoausgaben bei der Sozialhilfe werden geringer.

Aufgrund der Coronapandemie rechnet die Gemeinde mit Mindereinnahmen von 737'000 Franken. Die Traktandenliste der Gemeindeversammlung umfasst nur vier Geschäfte.

Zur Traktandenliste der Gemeindeversammlung vom 20. November gehört unter anderem das Budget 2021, durch das sich die Coronapandemie wie ein roter Faden zieht. Das Budget 2021 schliesst mit einem Minus von 901'800 Franken. Zum Vergleich: Im Budget 2020 wurde ein Aufwandüberschuss von 516'700 Franken budgetiert.

«Dieses negative Ergebnis ist geprägt durch die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie, welche noch sehr unklar sind bezüglich der Steuereinnahmen und der Sozialhilfeausgaben», schreibt der Gemeinderat. Das kantonale Steueramt prognostiziert, dass die Steuererträge der natürlichen Personen 2021 um vier Prozent sinken werden. Rupperswil rechnet 2021 mit Mindereinnahmen von fünf Prozent, was einem Betrag von 540'000 Franken entspricht. Auch bei den Gewinn- und Kapitalsteuern geht die Gemeinde von 137'000 Franken aus, die 2021 weniger eingenommen werden. Sogar beim Feuerwehrpflichtersatz rechnet der Gemeinderat mit verminderten Einnahmen in der Höhe von 10'000 Franken.

Entwicklung ist derzeit noch ungewiss

Insgesamt rechnet der Gemeinderat damit, dass pandemie bedingt rund 737'000 Franken weniger eingenommen werden können. Das Budget 2021 weist bei einigen Posten jedoch auch Einsparungen auf. So sind die Ausgaben im Bereich Bildung 206'000 Franken tiefer als im Vorjahr budgetiert. Die Minderausgaben seien vor allem bei der Primarschule zu finden, heisst es. Unter anderem seien die Anschaffungskosten bei der Informatik tiefer als erwartet.

Ebenfalls geringer werden die Nettoausgaben bei der Sozialhilfe: Sie belaufen sich im Budget 2021 auf 840'600 Franken. Dies, weil im vergangenen Jahr einige Fälle abgeschlossen werden konnten. «In den Gesamtkosten ist die Pauschale von 50'000 Franken eingestellt für mutmassliche Mehrkosten bezüglich der Covid-19-Pandemie», schreibt die Gemeinde. Die Auswirkungen auf die Sozialhilfe mit der zu erwartenden Zunahme an Fallzahlen dürften sich erst in etwa zwei Jahren zeigen – nach der Einstellung der Arbeitslosentaggelder. «Die Entwicklung ist derzeit noch sehr ungewiss.»

Vertragsrevision beim Regionalen Forstbetrieb

Die Ortsbürger haben derweil über die Revision des Forstvertrages zu entscheiden. Dieser besteht zwischen den Orts bürgergemeinden Rupperswil, Auenstein, Hunzenschwil, Veltheim und dem Kanton Aargau (Staatswald) und betrifft die gemeinsame Bewirtschaftung ihrer Wälder. In der jüngeren Vergangenheit habe sich gezeigt, dass die bisherige Orga nisationsform und die Abrechnungspraxis nicht mehr den aktuellen Bedürfnissen entsprechen, heisst es.

Der bestehende Forstbetrieb soll nun unter dem Namen «Regionaler Forst betrieb Rupperswil» als unselbstständige öffentliche Anstalt ohne eigene Rechtspersönlichkeit geführt werden. Jede der Mitgliedergemeinden stellt zwei Personen für die Betriebskommission, für den Staatswald wird eine Person gestellt. Der Gesamtgewinn wird aufgrund von mehreren festgelegten Parametern auf die Vertragspartner verteilt.

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