Staufen

Entscheidung gefallen: Zürcher sollen die neue Sporthalle bauen

Die Sporthalle in Staufen ist in unmittelbarer Nähe des Schulgebäudes geplant. Wo heute noch Wiese ist, soll bald die Sporthalle stehen.

Die Sporthalle in Staufen ist in unmittelbarer Nähe des Schulgebäudes geplant. Wo heute noch Wiese ist, soll bald die Sporthalle stehen.

Für den Bau einer neuen Sporthalle wurde jetzt das Siegerprojekt gewählt. Es heisst «Camelidae» und stammt von einem Architekten aus Zürich. Der Baukredit dafür soll an der nächsten Sommergmeind beantragt werden.

Die Gemeinde Staufen ist in den letzten Jahren ordentlich gewachsen. Allein im letzten Jahr zogen 540 Personen in die Gemeinde. Das entspricht einem Anstieg von 16 Prozent. Ende letzten Jahres lebten 3881 Menschen in Staufen. Mit dem Bau der neuen Sporthalle soll dem Bevölkerungswachstum Wirkung getragen werden. Bereits im Juni 2018 beantragte der Gemeinderat deshalb an der Sommer­gmeind einen Projektierungskredit. Darin enthalten waren der Projektwettbewerb, ein Studienauftrag und das anschliessende Auswahlverfahren.

Dabei ging es nicht nur um die Auswahl des passenden Projektes, auch fünf verschiedene Standorte standen zur Diskussion. Schliesslich entschied man sich, die Doppelsporthalle als Verlängerung der bestehenden Schulanlage Richtung Süden zu realisieren. Vorteile des Standortes seien unter anderem die Nähe zur bestehenden Schulanlage, zudem würden die Aussensportanlagen durch den Neubau nicht tangiert, schrieb der zuständige Gemeinderat Gallus Zahno auf dem Blog «5603Staufen», auf welchem sich die Bevölkerung seit Beginn des Projektes über die entstehende Sporthalle informieren kann.

Der Gemeindeblog wird von der Bevölkerung rege genutzt, unter den zahlreichen Beiträgen zum geplanten Projekt diskutierten die Staufner in der Kommentarfunktion über den geeigneten Standort, den Bau und die Ausstattung der geplanten Sporthalle.

Für die Auswahl des Projektes wurde ein Preisgericht zusammengestellt, das aus 14 Personen besteht. Dabei sind Architekten, Ingenieure, Vertreter des Gemeinderates, der Sportvereine, der Schulpflege, der Schulleitung, der Finanzkommission und der Hauswart.

Mitte Februar konnte dann das Siegerprojekt gekürt werden. Gewonnen hat das Projekt «Camelidae» des Generalunternehmers Frutiger AG aus Gümligen BE und der Müller Verdan Architekten aus Zürich.

Die alte Turnhalle wird zur Mehrzweckhalle

Es sei von Anfang an klar gewesen, dass man eine reine Sporthalle möchte und keine Mehrzweckhalle, sagen die beiden zuständigen Gemeinderäte Katja Früh und Gallus Zahno auf Anfrage. «Die alte Turnhalle wird künftig auch die Funktion der Mehrzweckhalle übernehmen», so Gallus Zahno.

Neben dem Siegerprojekt standen fünf weitere Bewerbungen zur Auswahl. Das Projekt «Camelidae» überzeugte das Preisgericht aus mehreren Gründen: «Die Anordnung der Räume ist logisch und zweckmässig. Die Halle ist in Richtung Nord/Süd ausgerichtet, es gibt untertags also wenig Blendlicht. Zudem wird sie im Sommer weniger aufgeheizt», so Katja Früh. «Camelidae» verfüge zudem über eine gute funktionale und betriebliche Nutzung.

Der Baukredit soll gemäss den beiden Gemeinderäten an der diesjährigen Sommer­gmeind beantragt werden. Geplant ist, dass die Halle im Sommer 2022 in Betrieb genommen werden kann. Die Staufner Bevölkerung wird am kommenden Samstag über das Projekt informiert. Von 10 bis 14 Uhr können die sechs eingereichten Projekte im Saal des Mehrzweckgebäudes am Lindenplatz 1 besichtigt werden. Jeweils um 10.15 Uhr, 11.15 Uhr und um 12 Uhr gibt zudem einer der Architekten des Preisgerichtes fachliche Erläuterungen zu den eingereichten Projekten ab.

Weitere Erläuterungen folgen dann am Politapéro am 3.Mai, wie Katja Früh sagt: «Dann wird in Anwesenheit der Architektin Dominique Verdan das Siegerprojekt ‹Camelidae› im Detail vorgestellt und erläutert.» Auch auf dem Gemeindeblog «5603Staufen» sollen kontinuierlich weitere Informationen zum aktuellen Stand des Projektes folgen.

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