Lenzburg
«Energiestadt»: «Das Label ist ein Bekenntnis zum nachhaltigen Handeln»

Mit einer Feier im Alten Gemeindesaal wurde das neue Energie-Zeitalter eingeläutet. Von Regierungsrat Stephan Attiger erhielt die Stadt das Label «Energiestadt», das neue Quartier «Im Lenz» bekam das noch äusserst exklusive Label «2000-Watt-Areal».

Fritz Thut
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Stadtammann Daniel Mosimann, Regierungsrat Stephan Attiger und Benoît Demierre von Losinger Marazzi AG mit den Energie-Labeln (v.r.). Ruth Steiner

Stadtammann Daniel Mosimann, Regierungsrat Stephan Attiger und Benoît Demierre von Losinger Marazzi AG mit den Energie-Labeln (v.r.). Ruth Steiner

Das ehemalige Hero-Areal unmittelbar beim Bahnhof ist momentan eine riesige Baustelle und wird bis ins Jahr 2018 durch den Totalunternehmer Losinger Marazzi AG in einen Stadtteil mit rund 500 neuen Wohnungen und Gewerbe- und Büroflächen für rund 800 Arbeitsplätze verwandelt.

Benoît Demierre, zuständiger Niederlassungsleiter Basel von Losinger Marazzi AG, betonte bei der Entgegennahme des schweizweit dritten Zertifikats «2000-Watt-Areal in Entwicklung», dass seine Firma «das Potenzial des Gebietes schnell erkannt» habe.

Als «Pionier des nachhaltigen Bauens» strebte man «Im Lenz» den höchsten Standard an. In enger Zusammenarbeit mit den Vertretern der Stadt habe man das Ziel erreicht und sei jetzt «sehr stolz»: «Wir sind überzeugt: Hier entsteht ein Quartier mit Seele.»

Voraussetzung für das «2000-Watt-Areal»-Label ist die Auszeichnung der Standortgemeinde als «Energiestadt». Da traf es sich gut, dass vor sechs Jahren die Lenzburger Behörden durch einen Vorstoss im Einwohnerrat angehalten wurden, im Energiesektor aktiver zu werden.

Lenzburg habe sich «schon lange an den Zielen von ‹Energiestadt› orientiert», hielt Stadtammann Daniel Mosimann fest. Das nun erreichte Label sei «ein Bekenntnis zum nachhaltigen Handeln».

Effizienter «Doppelschlag»

Bruno Bébié vom Vorstand des Trägervereins Energiestadt erinnerte daran, dass die Zertifizierung nur ein Zwischenschritt sei: «Das Re-Audit nach vier Jahren bildet einen sanften Druck, nicht stehen zu bleiben.»

Für Markus Blättler, Direktor der stark engagierten SWL Energie AG, hat das Anstreben des «Energiestadt»-Labels in seinem Betrieb «offene Türen eingerannt»: Bei Swisspower, einem Zusammenschluss von Stadtwerken, ist er nun nicht mehr der einzige Vertreter einer Stadt ohne Label.

Effizienz haben die Stadt und die «Im Lenz»-Erbauer auch mit der gemeinsamen Feier an den Tag gelegt. Baudirektor Attiger gratulierte jedenfalls zum «eindrücklichen Doppelschlag»: «Das sind Leuchttürme die hoffentlich Nachahmer finden.»