Die Stadt Lenzburg musste dem Kanton 2014 wegen fehlenden Plätzen für Asylbewerber eine Ersatzabgabe von 38 359 Franken für 10 Asylsuchende bezahlen. Der Stadtrat hat beschlossen, die gemeindeeigene Liegenschaft an der Niederlenzerstrasse 34 neu als Wohnungen für Asylsuchende zu nutzen (az vom 16. Juni). Nun steht mit Ende September der Bezugstermin fest.

Mit den beiden Wohnungen im sogenannten Doktor-Meyer-Haus wird die Stadt Lenzburg voraussichtlich von den Ersatzabgaben befreit und kann zusätzlich regelmässige Erträge mit den Wohnungen erwirtschaften.

In einer der zwei Wohnungen besteht Platz für eine 5-köpfige Familie, in der zweiten Wohnung stehen Räume für 6 bis 8 Personen zur Verfügung. Es wird mit einem Einzugstermin per Ende September gerechnet, nachdem das Stadtbaumt die zwingend erforderlichen Sanierungsmassnahmen abgeschlossen haben wird.

Zusätzlich stellt die reformierte Kirchgemeinde eine Wohnung für eine weitere Familie zur Verfügung. Somit werden ab Ende September zwischen 15 und 20 asylsuchende Personen nach Lenzburg ziehen. Der kantonale Sozialdienst ist für Auswahl und Platzierung von Asylbewerbern verantwortlich. (az)