Schafisheim
Einweihung ohne Kreisel, aber mit Informationen

Die «Einweihungsfeier» fand ohne den Hauptdarsteller statt. Die Gemeinde Schafisheim hatte die Bürger zum Start des neuen provisorischen Kreisels am Kehrbrunnenplatz ins Magazin des Werkhofs geladen.

Fritz Thut
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BVU-Sektionsleiterin Sibylle Hunziker (links) erläutert hier den Plan des künftigen Schoren-Kreisels. tf

BVU-Sektionsleiterin Sibylle Hunziker (links) erläutert hier den Plan des künftigen Schoren-Kreisels. tf

Nun hatte die garstige Witterung den Bauleuten einen Strich durch die Zeitrechnung gemacht und verunmöglicht, den Versuchskreisel mitten im Dorf, beim Restaurant Eintracht, in Betrieb zu nehmen.

Den Event zur Einweihung wollte man jedoch nicht verschieben, wollten doch die Verantwortlichen diese relativ kleine Massnahme zum Anlass nehmen, generell über den Stand der Verkehrssanierungsmassnahmen zu orientieren.

Die Sektionsleiterin Sibylle Hunziker und die beteiligten Projektleiter Roman Brägger und Philipp Schnyder von der Abteilung Tiefbau des Departements Bau, Verkehr und Umwelt präsentierten den Schafisheimer Bürgern Pläne und standen für zusätzliche Erläuterungen zur Verfügung.

Einfahrbremsen und Mittelinseln

Und in Sachen Verkehr stehen hier ja wahrlich wichtige Änderungen an. Diesen Sommer stimmte die Gemeindeversammlung Sanierungsmassnahmen an Seetal- und Lenzburgerstrasse zu. Der zentrale Versuchskreisel, der – sobald es die Bedingungen zulassen – innerhalb eines einzigen Tages eingerichtet werden kann, ist da nur ein Puzzle-Teil. Einfahrtsbremsen an den Ortsausgängen Richtung Seon und Staufen, die Ausrüstung der Zebrastreifen mit Mittelinseln und eine Querungshilfe beim Radweg Richtung Hunzenschwil sind weitere geplante Elemente. Zudem laufen parallel Vorkehrungen für den Lärmschutz. «Wir wollen jedoch nicht nur den Verkehr sicherer und für die Anwohner leiser machen», so der zustände Gemeinderat André Kreis: «Wir wollen die Ortsdurchfahrt verschönern, damit alle etwas davon haben.»

Ein Grosskreisel beim Schoren

Noch wesentlich grössere Umwälzungen stehen entlang der Aarauerstrasse an. «Die drei Lichtsignalanlagen zwischen der Jumbokreuzung und der Autobahnabzweigung haben ihr übliches Lebensalter längst überschritten», hält Roman Brägger fest.

Um die Kapazität zu erhöhen und die langen Rückstaus auf der Seetalstrasse Richtung Dorf zu eliminieren, ist bei der zentralen Schorenkreuzung anstelle der Ampeln ein Grosskreisel mit teilweise zwei Spuren vorgesehen.

Die Autofahrer haben noch länger Zeit, sich auf diese für hiesige Verhältnisse neue Situation einzustellen. Auf der «optimalen Zeitschiene» (so Projektleiter Brägger) ist die Realisierung des Schorenkreisels im Jahr 2015 vorgesehen.

Ein Jahr früher, abgestimmt auf den Baufortschritt bei der grossen Coop-Überbauung, soll die Jumbo-Kreuzung, wieder mit Lichtsignalanlage, erneuert werden.

Analyse des Provisoriums

Viel kurzfristiger kommt aber nun der Versuchskreisel Kehrbrunnenplatz. Reaktionen von Beteiligten und Verkehrszählungen werden anschliessend ausgewertet und danach wird entschieden, ob aus dem Provisorium etwas Definitives wird.

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